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Gurk

Kärnten / Österreich

Ein wenig bekannter kleiner Wildfluss mit sehr unterschiedlichen Abschnitten.

Die Gurk liegt etwas abseits der üblichen Paddelregionen. Wer auf der Fahrt nach Slowenien bei Villach vorbeifährt, kann bei einem ausreichenden Wasserstand vielleicht auch einmal einen kleinen Abstecher zur landschaftlich recht schönen und wildwassertechnisch nicht uninteressanten Gurk machen.

Die Gurk liegt mit ihren üblichen drei befahrbaren Abschnitten ca. 35 Kilometer Luftlinie nordöstlich der Stadt Villach.

Der erste und eigentlich in Paddlerkreisen bekannteste Abschnitt der Gurk ist der Abschnitt der `Engen Gurk´, eine 7 Kilometer lange, abseits von Straßen gelegene Schluchtstrecke mit Schwierigkeiten von WW IV-V+(X). Dieser Abschnitt liegt zwischen den Straßen Nr. 95 und Nr. 93, dort wo diese die Flussnähe verlassen. Näheres siehe DKV-Führer. Danach folgen die beiden unten beschriebenen etwas, teilweise sogar deutlich leichteren Abschnitte.

Der aktuelle Wasserstand und damit die Möglichkeit einer Befahrung aller drei Abschnitte der Gurk kann aktuell über das Internet bei http://4-paddlers.com unter Gurk / Weitensfeld abgefragt werden. Etwas abweichend von den dort gemachten Bezugswerten, die sich ausschliesslich auf die `Enge Gurk´ beziehen, werden für die beiden nachfolgenden Abschnitte folgende Bezugswerte für sinnvoll erachtet: 115cm = Niedrigwasser, 135cm = Mittelwasser, 150cm = Hochwasser.

Abschnitt:

Gurkklamm

Kerschdorf - Neuralbeck

Länge und Schwierigkeit:

2 km WW III-IV (VI)

DKV-km:

km 36 - km 38

Befahrbarkeit:

bis Juni

Landschaftsbewertung:

2

Schnelle Strömung, ein sehr enges Flussbett und nur wenige kleine Kehrwasser bietet dieser kurze Abschnitt der Gurkklamm. Da die Straße immer neben her geht, kann man den Abschnitt vor einer Befahrung auch gut besichtigen, z.B. auch wegen evtl. querliegender Bäume. Unbedingt sollte der Ausstieg vor der VI´er-Passage am Beginn der Straßengalerie erkundet werden! Die VI´er-Passage taucht nach einem kurzen leichten Stück recht unvermittelt auf!

Der Einstieg erfolgt an der Straßenbrücke, dort, wo die Straße Nr. 93, von Feldkirchen kommend, zum erstenmal die Gurk quert. Hier kann unterhalb der Brücke auf beiden Seiten der Straße geparkt (> N 46° 48' 11'', E 14° 04' 48'') und die Kajaks an der linken Uferböschung zu Wasser gebracht werden.

Auf den ersten ein paar hundert Metern ist es zunächst noch verhältnissmäßig leicht.

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Dann folgt auf mehrere hundert Meter ein durchgehendes Stück mit gutem Gefälle, somit schneller Strömung, leichter bis mäßiger Verblockung, kleine Stufen und kaum, und wenn, nur sehr kleine Kehrwasser (s. Bild rechts).

Auf dem hiernach folgenden Teilstück werden dann die schwereren Stellen und Passagen immer wieder von kurzen leichteren Fließabschnitten unterbrochen.

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1,5 Kilometer nach Fahrtbeginn sollte dann ungefähr 50 m vor Beginn der Straßengalerie (s. Bild rechts) die Fahrt unterbrochen und die Kajaks durch die 100 m lange Straßengalerie bis zu dem 100 m danach folgenden Parkplatz getragen werden.

Hier kann dann die Fahrt am Anfang des Parkplatzes unterhalb der stark zugewachsenen Böschung bis zur bald danach folgenden Straßenbrücke fortgesetzt werden.

Abschnitt:

Leßnitztal

Neuralbeck - Klein-Glödnitz

Länge und Schwierigkeit:

7 km WW II (150m III)

DKV-km:

km 38 - km 45

Befahrbarkeit:

bis Juni

Landschaftsbewertung:

2

An dieser Brücke können nicht ganz so versierte Paddler einsteigen. Die Fahrzeuge können rechtsufrig geparkt (> N 46° 49' 18'', E 14° 04' 33''), die Kajaks direkt hinter der Brücke eingesetzt werden.

Die Fluss verläuft auf den ersten Kilometern weit unterhalb der parallel verlaufenden Straße Nr. 93 in einem einsamen Waldtal. Später nähert sich die Straße wieder etwas dem Fluss.

Auch wenn die nachfolgenden Schwierigkeiten im Prinzip gering sind, hier existiert eine nicht ganz so einfache Passage (WW III), die notfalls nur sehr mühsam über die Felsblöcke umtragen werden kann. Außerdem befand sich hier im August 2009 am Anfang dieser Passage unmittelbar nach einer scharfen Rechtskurve ein kaum unterfahrbarer querliegender Baum.

Nach leichtem Auftakt (s. Bild oben) folgt schon ein paar hundert Metern die vorgenannte Passage (s. beide nachfolgenden Bilder). Die Schwierigkeiten nehmen hier in der Rechtskurve rasch zu. Schöne Verblockung und einzelne Stufen bieten hier vorübergehend interessantes Wildwasser. Bei niedrigen und mittleren Wasserständen ist hier notfalls, wenn auch recht mühsam, ein Umtragen einzelner schwerer Stellen oder des besagten Baumes über die Felsblöcke am linken Ufer möglich.

Hiernach bis zum Ausstieg bleiben die wildassertechnischen Schwierigkeiten dann äußerst gering und erreichen bei mittleren Wasserständen maximal WW II (s. beide Bilder unten und Titelbild). Manchmal bietet die Gurk hier leichte Verblockung, gelegentlich mal einen Schwall, selten eine sehr niedrige Stufe, oft aber auch nur kurze bis mittellange Strömungsabschnitte.

Der übliche Ausstieg kann dann an der zweiten Straßenbrücke erfolgen. Hier kann direkt vor der Brücke am linken Ufer die Fahrt beendet und können die Kajaks oben an der Straßenabzweigung nach Braunsberg zu den parkenden Fahrzeugen getragen werden (> N 46° 51' 03'', E 14° 08' 38''). Die vorgenannte Abzweigung der kleinen Nebenstraße befindet sich ca. 500 m östlich der Kreuzung in Klein-Glödnitz.

Hinweis: Alle Fotos und Infos basieren auf den 02. August 2009. Der Fluss hatte an diesem Tag einen niedrigen Wasserstand. Der o.g. Internetpegel zeigte 119 cm an. Bis auf einen querliegenden Baum am Anfang der III´er-Passage des unteren Abschnittes war alles durchgehend fahrbar. Die wildwassertechnischen Bewertungen beziehen sich auf mittlere Wasserstände.

Foto Nr. 2 von Mike Schätzle, Nr. 3 von Benny Böling, alle anderen von Mathias Dieckmann

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