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Isel

Osttirol / Österreich

Wasserreicher Gletscherfluss in einem breiten Tal. Ein Paradies für Spielbootfahrer im Wuchtwasser!

Der Fluss entspringt in den bis zu 3700 m hohen Bergen der Venediger Gruppe und mündet nach ca. 60 Kilometern bei der Stadt Lienz in die Drau.

Von Deutschland wird der Fluss am schnellsten über die bis zur Abfahrt Kufstein-Süd mautfreie Autobahn Rosenheim-Innsbruck, dann weiter über Kitzbühel und den Felberntauerntunnel (10 € Maut einfache Fahrt, beim ADAC 18 € für Hin- u. Rückfahrt; Stand: Juni 2011) angefahren.

Je nach Jahreszeit können die Wassermenge und damit die wildwassertechnischen Schwierigkeiten auf der Isel sehr unterschiedlich sein. Zur Hauptschneeschmelze von Mitte Mai bis Mitte Juli werden hier zumeist höhere Wasserstände angetroffen. Zu beachten ist, dass zum Nachmittag die Wasserstände spürbar ansteigen.

In den letzten Jahren wurde das Flussbett der Isel zurückgebaut. Die gefährlichen rückläufigen Stufen von früher existieren nicht mehr. Einige wurden durch Geschiebebremsen ersetzt. Eine Welle und Walze reiht sich nun aneinander. Die Wasserqualität ist hervorragend. Zur Zeit der Hochschmelze ist das Wasser leicht trüb. Im Spätsommer meistens glasklar.

Der Wasserstand kann im Internet auf www.tirol.gv.at beim Pegel Lienz/Isel abgerufen werden. Leider existieren hier keine Bezugswerte. Die verschiedentlich veröffentlichten Bezugswerte weichen erheblich voneinander ab! Nach Auffassung des Verfassers dieser Beschreibung dürften 290 cm einen gut fahrbaren Wasserstand für die Untere Isel bedeuten, der als etwas mehr Mittelwasser zu beurteilen sein dürfte. Bei niedrigerem oder höherem Wasserstand liegt die unten gemachten Schwierigkeitseinstufung dementsprechend etwas niedriger oder höher.

Bei einem einwöchigem Aufenthalt bieten sich etliche weitere Flüsse jeglichen Schwierigkeitsgrades für Befahrungen an: Obere Isel, Drau, Defereggenbach (Schwarzbach), Villgratenbach, Tauernbach, Möll, Gail, Kaiserbach.

In und bei Lienz existieren mehrere Campingplätze. Bei Paddlern sind die beiden Plätze www.camping-falken.com (ein Kilometer südlich von Lienz) und www.amlacherhof.at in Amlach (zwei Kilometer südwestlich von Lienz) sehr beliebt. Weniger besucht wird der landschaftlich sehr schön, aber weiter weg gelegene Platz www.campingtirol.com am Tristacher See (5 Kilometer südöstlich von Lienz). Als Alternative bieten sich Zimmer oder Ferienwohnungen an, die im Vergleich zu den Campingplatzgebühren oft auch nicht viel teuerer sind. Mitten in Lienz befindet sich der Kajakladen www.laola.at.

Abschnitt:

Untere Isel

Kaiserbach - Lienz

Länge und Schwierigkeit:

22,5 km WW II-III(+)

DKV-km:

km 38 - km 59 (zzgl. 1,5 km)

Befahrbarkeit:

ganzjährig

Landschaftsbewertung:

2

Die Fahrt kann an drei Einstiegstellen begonnen werden. Der oberste Einstieg liegt am nördlichen Rand des Dorfes Huben am rechten Ufer (> N 46° 56' 16'', E 12° 34' 22''), direkt an der Talstraße der B108. Hier befindet sich ein kleiner Schotterparkplatz. Ab hier ist das Gefälle der Unteren Isel auf einem Kilometer zunächst noch deutlich größer. Langezogene Schwälle bieten hier wuchtige Wellen. Auf den ersten 500 m bis zum Zufluss des Defereggenbach liegen die Schwierigkeiten noch bei WW IV, anschließend bei WW III-IV-.

Zumeist wird die Fahrt jedoch an einem großen Parkplatz (> N 46° 55' 37'', E 12° 35' 28'') direkt unterhalb der Kaiserbachmündung am linken Ufer begonnen. Ab hier ist das Gefälle der Unteren Isel nicht mehr ganz so groß. Die Schwierigkeiten liegen auf dem nächsten Kilometer nun nur noch bei WW III(+).

Wem bei höheren Wasserständen die rasante Geschwindigkeit des Flusses zu Anfang der Paddeltour immer noch zu hoch ist, kann auch noch ein Kilometer weiter unterhalb, ebenfalls am linken Ufer, an einem weiteren Parkplatz (> N 46° 55' 18'', E 12° 36' 08'') direkt neben einem Kraftwerksausfluss die Wildwassertour beginnen. Ab hier ist das Gefälle der Unteren Isel bis zur Mündung verhältnismäßig gleichbleibend.

Typisch für die Untere Isel sind lange Strömungsabschnitte mit nur verhältnismäßig geringen Schwierigkeiten (zumeist nur WW II; s. Bild unten).

Diese werden jedoch immer wieder von einzelnen sehr wuchtigen Schwällen unterbrochen (WW III oder WW III+). Siehe auch Hinweise weiter unten.

Aber auch die Strömungsabschnitte bieten etliche einzeln stehende große Walzen, die aber bei ein wenig vorausschauender Fahrweise zumeist immer umfahren werden können (s. Bild oben.

Typisch sind auch die vielen an den Ufer befindlichen Buhnen, d.h. künstlich aufgeschüttete Felsblockreihen, die zur Strömungsminderung mehr oder weniger in den Fluss hineingebaut wurden. An diesen Buhnen bilden sich ebenfalls wuchtige Abfälle und Walzen.

Auf folgende Stellen ist besonders hinzuweisen: Direkt nördlich vom Dorf Ainet, rund 10 Kilometer nach dem Einstieg am Kaiserbach, befindet sich eine beliebte Surfwelle, die `Aineter-Welle´(s. Titelbild und Bild unten).

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Ab einem Pegelstand von 275 cm soll sich diese Welle zum Spielen anbieten. Am nördlichen Rand eines großen Sägewerkes führt eine Straße über den Fluss (> N 46° 52' 15'', E 12° 40' 38'') zum rechten Ufer. Ein guter Zugang zum Fluss befindet sich 100 m oberhalb. Manchmal wird eine Paddeltour auf der Unteren Isel auch erst hier begonnen oder hier unterbrochen

Auf den nächsten vier, fünf Kilometern folgen in kürzeren Abständen fünf Geschiebebremsen (ohne Bilder) mit teilweise steilen Schwällen und hohen Wellen. In der Regel können diese mittig bis halbrechts gut befahren werden können. Bei hohen Wasserständen können sich hier Rückläufe bilden.

Am Ende dieses Abschnitte, auf der Höhe von Oberlienz, existierte eine allgemein etwas weniger bekannte Surfwelle.

Später, d.h. kurz nach dem Ortsbeginn von Lienz, existiert eine weitere sehr beliebte Surfwelle, die `Dolomitenwelle´ (s. Bild unten). Ab einem Pegelstand von 330 soll sich diese Welle lohnen.

Im Lienzer Stadtgebiet begleiten steile Uferwände den Fluss. Oberhalb flanieren Touristen auf den Promenaden. Hier befindet sich am linken Ufer auch das Pegelhäuschen mit dem maßgeblichen Pegel Lienz.

Zum Ende des Ortszentrums von Lienz, direkt vor der Straßenbrücke der Straße B100, folgt dann noch ein hoher und steiler Schwall, der `Isel-Abfall´ (WW III+; s. Bild unten). Dieser wird am besten halblinks auf der Strömungszunge befahren. Zum Ende folgen einige hohe wuchtige Wellen.

Wer will, kann sich diesen Abfall beim Umsetzen der Fahrzeuge vom Parkplatz des am linken Ufer befindlichen Schuhgeschäftes ansehen.

Kurz hiernach mündet die Isel in die zumeist deutlich weniger Wasser führende Drau.

Wegen den schlechten Parkmöglichkeiten in Lienz wird die Paddeltour zumeist noch 1,5 Kilometer auf der Drau bis zur nächsten Fußgängerbrücke fortgesetzt. Hier befindet sich am linken Ufer der sogenannte Kosakenfriedhof. Auf beiden Seiten dieser Brücke stehen ausreichende Parkmöglichkeiten zur Verfügung. Die Austiegstelle am linken Ufer (> N 46° 49' 20'', E 12° 47' 24'') wird über das dort gelegende Gewerbegebiet von der B100 angefahren. Dem Schild `Kosakenfriedhof´ folgen. Die Ausstiegstelle am rechten Ufer (> N 46° 49' 18'', E 12° 47' 23'') wird über die Wohngebiete des Ortsteils Tristach erreicht.

Hinweis: Alle Fotos und Infos basieren auf den 14. Juni 2011 und sind von Mathias Dieckmann. Der Fluss hatte an diesem Tag einen Wasserstand, der bei etwas mehr als Mittelwasser lag. Der o.g. Pegel in Lienz zeigte 291 cm an. Alle war durchgehend befahrbar. Die wildwassertechnischen Bewertungen beziehen sich auf mittlere Wasserstände.

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