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Kyll

Eifel / Deutschland

Landschaft sehr schöner Wanderflussabschnitt in der Südwesteifel.

Wenn im Winterhalbjahr bis spätestens Anfang Juni in der Eifel Regen fällt und der Pegel in Densborn einen ausreichenden Wasserstand anzeigt, sollte mal eine Paddeltour auf der idyllischen Kyll in der Eifel in Erwägung gezogen werden. Der vielleicht landschaftlich schönste Abschnitt des Flusses liegt dabei etwa 8-15 Kilometer nordöstlich von Bitburg. Hier verläuft die Kyll mit vielen Flussschleifen zumeist völlig einsam durch ein schönes Waldtal (s. Bild unten). Aber auch die anderen Abschnitte oberhalb und unterhalb des unten beschriebenen Abschnittes sind durchaus lohnenswert.

Vor evtl. querliegenden Bäumen ist auf dem ganzen Abschnitt immer aufzupassen. Insbesondere in den Außenkurven ragen manchmal auch Äste in die Strömung.

Die wildwassertechnischen Schwierigkeiten sind auf diesem Abschnitt relativ gering. Das schwierigste für weniger erfahrene Paddler ist dabei das Befahren ggf. auch das Umtragen der vier langgestreckten Schrägwehre.

Vor den Wehren ist die Strömung bei bis zu Mittelwasser nur gering. Die Wehre können dann von oben vom Kajak heraus erkundet und anschließend an der auserwählten Stelle befahren werden. Zumeist ist genaues Zirkeln um einige Steine und ggf. gutes Stützen in der Schrägen erforderlich. Wer WW II-Stellen befahren kann, wird hier keine Probleme haben.

Auf der richtigen Uferseite können die Wehre auch umtragen werden. Hierbei ist aber das Aussteigen an den hier teilweise regulierten, teilweise auch etwas steileren Ufern ohne naß zu werden nur etwas mühsam möglich.

Abgesehen von den Stücken vor den Wehren und einigen wenigen anderen fliesst die Kyll zumeist mit leichter Strömung, gelegentlich auch mit etwas flotterer Strömung. 2-3 Stellen können bei mittleren Wasserständen WW II erreichen (s. die nächsten beiden Bilder unten). Die meisten Schwälle liegen aber eher bei WW I oder I+.

Der Mindestpegel für Kajaks beträgt 65 cm und für Canadier 75 cm. Der Fluss ist dann von Gerolstein bis Kordel auf ca. 74 Kilometer befahrbar. Bei diesem Wassertand wird man jedoch oft aufsetzen. Ein schöner Niedrigwasserstand für Kajaks liegt bei 80 cm. Der unten beschriebene Abschnitt hat, ohne den Wehren, ein Gefälle von 2,3 Promille.

Überlegenswert ist evtl. auch das Umsetzen mit der Bahn. Wer einen Campingplatz an diesem Abschnitt sucht, sollte den Platz in Kyllburg direkt am Ufer der Kyll ansteuern, www.campingkyllburg.de.

Abschnitt:

Untere Kyll

St. Thomas - Bitburg-Erdorf

Länge und Schwierigkeit:

19,5 km WW 0 / I (II)

DKV-km:

km 56 - km 36,5

Befahrbarkeit:

bis Ende Mai

Landschaftsbewertung:

2+

Wer nur den einsamen Teil dieses Abschnittes befahren möchte, lediglich das Örtchen Malberg liegt noch auf der Strecke, oder seinen Standort auf dem Campingplatz in Kyllburg hat, startet in Kyllburg die Paddeltour. Es folgen bis Bitburg-Erdorf 15,5 Kilometer.

Wer mehr Zeit hat, sollte jedoch die Paddeltour bereits in dem kleinen Ort St. Thomas beginnen. Hier befindet sich unterhalb der Straßenbrücke (L 24) am rechten Ufer ein Kinderspielplatz vor dem geparkt werden kann (> N 50° 03' 54'', E 06° 35' 56'') und die Kajaks oder Canadier gut zu Wasser gelassen werden können.

Zunächst wird die Kyll noch überwiegend von größeren Wiesenflächen und der dahinter verlaufenden Bahnstrecke begleitet. Die hier inzwischen bis zu 100 m hohen Waldhänge liegen mal weiter weg, mal näher an dem Fluss.

Nach 4 Kilometern wird der Ort Kyllburg mit seiner gotischen Stiftskirche und dem wuchtigen Wehrturm erreicht. Hier befindet sich ein Schrägwehr, das ganz am linken Rand befahren werden kann. Unmittelbar danach folgen im Unterwasser noch zwei niedrige Naturstufen (s. Bilder unten).

Bald danach wird dann am linken Ufer der Campingplatz von Kyllburg erreicht. Hiernach verschwindet die Bahn in einen vier Kilometer langen Tunnel.

Nach weiteren 2,5 Kilometern folgt dann das Örtchen Malberg mit dem auffällig auf einem Bergsporn gelegenen sehenswerten Barockschloss (s. Bild unten, hier ganz im Hintergrund).

Hier ist wieder ein Schrägwehr am linken Rand zu befahren (s. Bild unten).

Danach beginnt dann der einsame Teil der Kyll. Die bis zu 100 m hohen Waldhänge rücken hier nun etwas näher an den Fluss heran (s. Bild unten).

Auch hier liegen kleine Wiesenflächen mal am linken, mal am rechten Ufer. Ein querliegender Baum ist auf diesem Teil des Abschnittes am rechten Ufer so grad umfahrbar (Stand: Okt. 2014). Ein Forst-/Wanderweg begleitet zeitweise in gewisser Entfernung den Fluss.

Im Verlauf dieser einsamen Strecke taucht wieder ein Wehr auf. Dieses ist nicht allzu hoch, recht flach geneigt und wegen dem besseren Wasserstand am Besten halblinks befahrbar. Direkt danach folgen im Unterwasser auf 50 m noch eine Vielzahl von ganz niedrigen Naturstufen (s. Bild unten).

Wieder einige Zeit später wird dann die 93 m hohe und 645 m lange Brücke der Autobahn A 60 unterfahren (s. Bild unten). Ab hier verläuft die Bahnstrecke wieder in der Nähe des Flusses.

Kurz vor dem Ziel dann das vierte etwas steilere Schrägwehr. Dieses ist halbrechts nicht ganz so steil, hier aber mit groben Felsblöcken versehen und dementsprechend bei zu wenig Wasser, ca. weniger als 75 cm, etwas steckgefährlich. Bei ausreichend Wasser und der Wahl der optimalen Fahrroute ist aber auch dieses Wehr hier gut zu fahren (s. Bild unten).

Eine Straße und einzelne Häusern nähern sich nun langsam wieder dem Fluss.

4 Kilometer nach der Autobahnbrücke wird schließlich das Dorf Bitburg-Erdorf erreicht. Hiernach öffnet sich das Waldtal wieder. Die Ausstiegstelle liegt direkt unterhalb der Straßenbrücke (B 257) auf der linken Flussseite. Hier führen an der Brücke einige Treppenstufen die Böschung hoch. Oben liegt eine kleine Grünfläche mit einer kleinen Straße und einigen wenigen Parkplätzen (> N 49° 59' 58'', E 06° 34' 07'').

Hinweis: Alle Fotos und Infos basieren auf den 26. Oktober 2014 und sind von Mathias Dieckmann. Der Fluss hatte an diesem Tag Niedrigwasser. Der o.g. Pegel in Densborn zeigte 80 cm an. Alles war durchgehend befahrbar. Ein Baum auf halber Strecke konnte am rechten Rand knapp umfahren werden. Die wildwassertechnischen Bewertungen beziehen sich auf mittlere Wasserstände.

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