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Lammer

Salzburger Land / Österreich

Abschnitt:

Wehr bei Windhof - vor Lammeröfen

Länge und Schwierigkeit:

16 km WW II-III (III+, IV-)

DKV-km:

km 13,5 - km 29,5

Befahrbarkeit:

bis Juni

Landschaftsbewertung:

2(+)

Wildwassertechnisch sehr interessanter Fluss mit einem langen mäßig-schweren Oberlauf, der Standartstrecke, und einem schweren kurzen Unterlauf, den Lammeröfen. Beides nicht weit von Salzburg.

Zwischen Salzburg und dem Tauerntunnel verläuft in einem großen Bogen um das bis zu 2400 m hohe Tennengebirge die sowohl landschaftlich als auch sportlich interessante Lammer. Während die im Unterlauf befindlichen Lammeröfen eher etwas für die ambitionierteren Paddler sind, kann sich an die oberhalb liegende Standartstrecke auch der Normalpaddler wagen.

Von Salzburg wird die Lammer am schnellsten über die Autobahn A 10 (Achtung Autobahngebühr!), Abfahrt Golling, erreicht. Von der Autobahnabfahrt sind es dann noch ca. 10 Kilometer auf der Straße 162 in Richtung Abtenau bis zur üblichen Ausstiegstelle oberhalb der Lammeröfen.

Ein Pegel von dem unten beschriebenen Abschnitt kann am besten bei www.salzburg.gv.at unter der Pegelstation Schwaighofbrücke abgerufen werden. Diese Pegelstation befindet sich bei DKV-km 20, also etwa mittig auf der Standartstrecke. Leider existieren hier noch keine Bezugswerte, daher am besten hier die Kubikmeter/Sekunde ansehen. Ergänzend kann man sich vielleicht auch noch den Pegel Obergäu ansehen. Dieser liegt jedoch kurz vor der Mündung der Lammer bei DKV-km 40 und ist eher bei einer Befahrung der Lammeröfen maßgeblich.

Eine mögliche Einstiegstelle für die Standartstrecke der Lammer befindet sich 19 Kilometer weiter flussaufwärts in Annaberg oder, wenn der Wasserstand hier noch nicht ganz ausreicht, von hier aus wieder 2,5 km flussabwärts, direkt unterhalb eines 2-stufigen von der Straße aus sichtbaren Wehres (> N 47° 31' 54'', E 13° 25' 32'') bei Windhof (s. beide nachfolgenden Bilder).

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Wer will, kann natürlich bei einer ausreichenden Wassertiefe dieses Wehr auch befahren. Bei einem Einstieg in Annaberg sollte möglichst schon bei der Anfahrt die Situation am Wehr und die ausreichende Wassermenge geprüft werden. Ein Teil des Wassers wird an dem Wehr abgeleitet.

Aufgrund des starken Stromzuges oberhalb des Wehres sollten Umtrager rechtzeitig rechtsufrig aussteigen und beide Wehrstufen über das rechte Ufer umtragen.

Hiernach nehmen schon bald die Schwierigkeiten zu. Es folgt eine 1 Kilometer lange klammartige Schlucht mit WW III(+). Das enge Flussbett mit kleinen Abfällen und guter Verblockung erfordert eine gute technische Fahrweise. Die Schwierigkeiten können schon bei der Anfahrt besichtigt werden, da dieses Teilstück des Flusses direkt neben der Straße verläuft.

Die 11 km lange Folgestrecke bis zur nachfolgenden Voglau-Klamm ist mit WW II-III und später nur noch WW II wieder etwas leichter. Größtenteils fliesst die Lammer hier durch sehr schöne einsame Waldtäler (s. Bild unten).

Aber auch hier bieten sich schöne Kehrwasser und Wellen zum Spielen an (s. Bild unten).

Wer nicht mehr die anschließende wieder etwas schwierigere Voglau-Klamm fahren will, kann bereits kurz zuvor beim Voglauer Möbelwerk aussteigen. Hierzu an der (großen!) Kreuzung der Talstraße Nr. 162 nach Pichl abbiegen und nach der Brücke am rechten Ufer möglichst oberhalb der Brücke parken (> N 47° 35' 39'', E 13° 18' 43''). Zumeist wird aber die Klamm als Teil der Standartstrecke mitbefahren. Bei Niedrigwasser wird vereinzelnd auch erst hier eingestiegen.

Zunächst geht es nach der Brücke noch auf 300 m durch ein breites Kiesbett. Dann verengt sich das Flussbett in einer Rechtskurve auf wenige Meter. Es beginnt die enge und wuchtige 350 m lange Voglau-Klamm (WW III).

Unter der hier befindlichen kleinen Brücke, die auch nach Pichl führt, strömt die Lammer in einem steilen Schwall mit überronnenden Felsblöcken ca. 1,5 m abwärts (s. Bild unten; im Hintergrund; alle nachfolgenen Bilder bei Niedrigwasser).

Nach 150 m dann der nächste, dieses mal stark verblockte Abfall (s. Bild unten).

Auch die Voglau-Klamm kann ggf. bereits bei der Anfahrt von der direkt daneben liegenden Straße und der kleinen Brücke am Anfang aus angesehen werden.

An der nächsten kleinen Straßenbrücke endet die Voglau-Klamm. Der Fluss fliesst nun wieder durch ein schönes Waldtal. Die Schwierigkeiten liegen auf dem nächsten Kilometer bei WW II-III (s. Bild unten).

Nur eine Stelle erfordert etwas mehr Aufmerksamkeit, ein stark verblockter Katarakt (WW IV-; s. Bild unten).

Nach diesem Kilometer geht es dann noch einen weiteren Kilometer recht geruhsam bis zur Ausstiegstelle. Diese befindet sich 500 m nach der folgenden Talstraßenbrücke und 100 m vor der danach wiederum folgenden Talstraßenbrücke. Hier kann am linken Ufer die Wildwasserfahrt beendet werden. Oben an einem großen Holzlagerplatz stehen ausreichend Parkmöglichkeiten (> N 47° 35' 17'', E 13° 17' 01'') zur Verfügung.

Oft wird diese Ausstiegstelle auch als Einstiegstelle für die folgenden schweren 1,5 Kilometer langen Lammeröfen genutzt. Diese klammartige Schlucht beginnt nach einem Kilometer. Auch wenn diese interessante und landschaftlich sehr schöne Schlucht mit WW IV(V) nicht befahren wird, so sollte sie zumindestens besichtigt werden. Hierzu am besten die Lammeröfen vom unteren Ende aus besuchen.

Ganz in der Nähe, d.h. 4 Kilometer südlich von Golling, befinden sich übrigens die ebenfalls sehenswerten, aber eher düsteren Salzachöfen (> N 47° 34' 32'', E 13° 11' 40''; je nach Wasserstand zwischen WW IV und unfahrbar). Bis zum (sehr) späten Nachmittag werden hier Eintrittsgelder verlangt. Danach können die Salzachöfen kostenlos besichtigt werden.

Der einzigste Campingplatz im Tal der Lammer existiert in Abtenau, d.h. 2,5 km westlich davon in Erlfeld (> N 47° 35' 10'', E 13° 19' 28'').

Hinweis: Alle Fotos und Infos ab Pichl basieren auf den 17. Juni 2011 und sind von Mathias Dieckmann. Dieser Teil des Flusses hatte an diesem Tag einen niedrigen Wasserstand. Oberhalb war die Lammer nicht bzw. erst kurz vor Pichl fahrbar. Der o.g. Pegel Schwaighofbrücke zeigte 120 cm bzw. 2,7 cbm/sec und der Pegel Obergäu 58 cm bzw. 10 cbm/sec an. Alles war durchgehend befahrbar. Die Informationen und die Fotos bis Pichl sind aus früheren Jahren, stellen einen mittleren Wasserstand für diesen Abschnitt dar und sind ebenfalls von Mathias Dieckmann. Die wildwassertechnischen Bewertungen beziehen sich auf mittlere Wasserstände

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