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Meouge

Dauphiné-Voralpen / Frankreich

Sowohl wildwassertechnisch als auch landschaftlich sehr interessanter Fluss.

Leider ist der Voralpenfluss Meouge etwas abseits gelegen und auch nur im Frühjahr oder nach stärkeren Regenfällen fahrbar.

Der Fluss liegt ca. 40 Kilometer südwestlich der Stadt Gap bzw. 15 Kilometer nordwestlich des Ortes Sisteron. Wer sich auf dem Weg in die französischen Seealpen befindet, kommt, wenn er über Grenoble anfährt, ganz nahe an dem Fluss vorbei.

Die Meouge entspringt in Bergen von bis zu 1530 m Höhe, verläuft zunächst nur als Kleinfluss durch ein breites Tal, bevor er sich als Gorges de la Méouge den Weg durch die Berge sucht und schließlich nach insgesamt 38 Kilometern in das breite Flussbett des Grand Buech mündet.

Ein Pegel ist im Internet leider nicht abrufbar. Ein Campingplatz (`Municipal des Pres-Hautes´; N 44° 12' 53'', E 05° 56' 11''), der 2009 schon ab 01. März hatte, befindet sich in Sisteron.

Abschnitt:

Gorges de la Méouge

St. Pierre Avez - Chateauneuf (Le Plan)

Länge und Schwierigkeit:

8 km WW II-III-IV

DKV-km:

km 28 - km 36

Befahrbarkeit:

bis April

Landschaftsbewertung:

1-2

Der oberhalb liegende Abschnitt des Flusses zwischen Salerans (DKV-km 22) und Barret le Bas (DKV-km 25) ist hinsichtlich einer Befahrung gesperrt. Hier und auch noch auf den nächsten 3 Kilometer bis St. Pierre Avez verläuft die Meouge noch als typischer Kiesbankfluss.

Als Einstieg wird daher zumeist die Brücke bei St. Pierre Avez gewählt. Hier kann am linken Ufer vor der Brücke geparkt (N 44° 15' 59'', E 05° 45' 28'') und hinter der Brücke über einen Trampelpfad das Kajak zum Fluss getragen werden.

Schon hier beginnen die Felswände näher den Fluss zu rücken. Es folgt bis kurz vor dem Ausstieg eine wunderschöne offene Schlucht.

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Auf den ersten 6,5 Kilometern liegen die Schwierigkeiten bei WW II-III(+). Immer wieder tauchen wuchtige Schwall- oder mäßig-schwere Blockstrecken auf. Nach jeder schweren Stelle folgt zunächst immer wieder etwas leichteres Wildwasser.

Nach diesen ersten 6,5 Kilometern folgt ein Wehr mit einer großen mittigen Öffnung in der Wehrmauer .....

..... ein direkt dahinter liegender hoher Wasserfall (s. Bild unten, im Bildvordergrund) .....

..... und ein wiederum dahinter liegender unfahrbarer Felsverhau mit einem Syphon.

Vor der Mauer macht der Fluss eine scharfe Rechtsbiegung. In der Außenkurve befinden sich große künstlich geschichtete Felsblöcke. Hiernach unbedingt, insbesondere bei höheren Wasserständen, rechtzeitig am rechten Ufer anlegen und die Mauer, den Wasserfall und den Felsverhau über einen Waldweg am rechten Ufer auf 100 m bis zur nachfolgenden römischen Fußgängerbrücke (s. Bild unten) umtragen.

Hier an der Brücke kann die Fahrt wieder fortgesetzt werden. Am besten die Situation schon beim Umsetzen auf der den Fluss begleitenden Straße D 942 kurz anschauen (N 44° 16' 42'', E 05° 47' 35'').

Nach der Fußgängerbrücke nehmen die Schwierigkeiten zu (WW III-IV). Auf 1 Kilometer bietet der Fluss nun herrlich verblocktes Wildwasser. Drei schwere 1m hohe Abfälle (s. Bilder unten) sind evtl. vor einer Befahrung zunächst zu erkunden.

Auf den letzten paar hundert Metern vor dem Ausstieg lassen die Schwierigkeiten deutlich nach, die Schlucht öffnet sich.

Kurz vor der folgenden Brücke der Straße D 124 kann am linken Ufer die Fahrt beendet werden. Hier verläuft ein kleiner Fahrweg (N 44° 16' 15'', E 05° 48' 32'') zur D 124. Geparkt wird besser auf der Strecke zum nördlich und nahegelegenen Dorf Le Plan.

Hinweis: Alle Fotos und Infos basieren auf den 20. April 2009. Der Fluss hatte an diesem Tag einen Wasserstand, der zwischen niedrig und mittel lag. Bis auf die oben erwähnte unfahrbare Stelle (Wasserfall, Felsverhau) konnte alles durchgehend befahren werden. Die wildwassertechnischen Bewertungen beziehen sich auf mittlere Wasserstände.

Texte u. Fotos v. Mathias Dieckmann

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