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Mur

Steiermark / Österreich

Etwas abseits der üblichen Paddelreviere gelegener und daher auch etwas in Vergessenheit geratener Wildwasserwanderfluss.

Die Wildwasserstrecke der Mur liegt südöstlich des Städtchens Tamsweg, westlich der Stadt Murau. Wer sich von Norden bzw. Salzburg auf der Fahrt zur Lieser oder zur Soca befindet und den Tauern- und anschließenden Katschbergtunnel durchfährt, könnte hierhin vielleicht einmal einen kurzen Abstecher machen.

Die Mur entspringt in den Hohen Tauern westlich der v.g. Tunnel. Auf dem 50 Kilometer langen Weg bis nach Tamsweg münden etliche weiter Flüsse in die Mur, so dass ab Tamsweg oft auch im Sommer noch ein ausreichender Wasserstand besteht. Alle v.g. Flüsse entspringen in Bergen von bis zu 2700 m Höhe.

Der aktuelle Wasserstand für diesen Abschnitt kann im Internet bei www.salzburg.gv.at am Pegel Kendlbruck abgefragt werden. Folgende Werte können als Bezug genommen werden: NW = 85 cm, MW = 115 cm, beginnendes HW = 145 cm. Ein Campingplatz existiert nördlich von Tamsweg.

Der nächstgelegene Campingplatz (ganzjährig geöffnet) liegt etwas nördlich von Tamsweg, Waldcamping Tamsweg.

Abschnitt:

Standartstrecke

Tamsweg - Stadl

Länge und Schwierigkeit:

18,5 km WW I-II-III(+)

DKV-km:

km 49,5 - km 68

Befahrbarkeit:

oft ganzjährig

Landschaftsbewertung:

2-3

Der folgende Flussabschnitt wird streckenweise von der Murtalbahn begleitet (s. Bild oben). An der Böschung der Bahnstrecke sind die Ufer reguliert. Kehrwasser sind hier rar. Gelegentlich liegen einige Dörfer am Fluss. Bei Ramingstein thront eine Burg über den Fluss.

Ein guter Einstieg befindet sich am südlichen Ortsende von Tamsweg nahe des Schwimmbades am linken Ufer. Hier bis zum Ende der erlaubten Straße fahren. Am Ende der Straße liegt ein großer Parkplatz (> N 47° 07' 17'', E 13° 48' 47''), der auch von den Schwimmbadbesuchern genutzt wird.

Auf den ersten rund zwei Kilometern fliesst die Mur als Zahmwasserfluss durch ein langsam schmaler werdendes Tal.

Danach beginnt die 3 Kilometer lange Madling-Schlucht, ein schmales Waldtal (s. Titelbild und Bild unten). Hier bieten viele lange, gleichmäßige Schwälle WW II-III-. Einige wenige Walzen können im Abstand umfahren werden.

Nach dem Ende des Waldtales lassen die Schwierigkeiten nach (WW I-II), das Tal öffnet sich langsam wieder.

Nach einer Holzbrücke folgt eine flachgeneigte ca. 20 m lange Geschiebebremse (s. Bild unten). Notfalls kann man sich diese vom rechten Ufer kurz ansehen. Normalerweise ist diese im Hauptstrom in der Mitte aber gut fahrbar.

Schon 200 m danach, unmittelbar nach einer scharfen Linkskurve, dann die erste größere Herausforderung, der Abfall von Madling (WW III; s. Bild unten): Eine 1,5 m hohe, querliegende und überronnende Barriere, die man ganz am linken Rand auf einer Stromzunge befährt. Bei der Anfahrt darauf achten, dass man beim Befahren der Innenkurve durch den Druck der Strömung nicht in der Walze rechts von der Zunge landet.

Bald danach dann eine fahrbare niedrige Blockwurfstufe, dem dann leider auf einem Kilometer Zahmwasser in einer eher belanglosen Umgebung folgt. Rechts wird mit dem Blick auf die Burg von Ramingstein aber wenigstens etwas Abwechslung geboten.

Nachdem man dieses Teilstück hinter sich gebracht hat, wird es bis zum Ausstieg wildwassertechnisch wieder etwas interessanter. Zumeist liegen die Schwierigkeiten bei bis zu WW II, einige wenige Schwälle können aber auch zwischen WW II und nicht ganz WW III liegen. Trotz weiterhin teilweise regulierter Ufer und der am linken Ufer teilweise verlaufenden Bahnstrecke begleiten nun wieder baumbestandene Böschungen den Fluss.

Auf eine etwas schwierige Passage ist hier noch hinzuweisen. Diese liegt mitten im Dorf Kendlbruck, etwa 5,5 Kilometer nach dem Madling-Abfall. 100 m vorher wird am linken Ufer noch das auffällige Pegelhäuschen von Kendlbruck sichtbar. Danach geht es dann in ein 100 m langes Stück mit Blockstufen, hohen Wellen und einzelnen Walzen (WW III+, s. beide Bilder unten). Diese Passage ist am linken Rand einigermaßen gut befahrbar.

Diese Passage (> N 47° 04' 06'', E 13° 53' 01'') und den Abfall von Madling (> N 47° 04' 41'', E 13° 48' 47'') am besten schon beim Umsetzen der Fahrzeuge kurz ansehen.

Auf dem nachfolgenden langen Teilabschnitt (s. Bild unten) bis zum Ausstieg fällt noch ein Schwall mit WW III etwas aus dem üblichen Rahmen (ohne Bild).

Oft wird die Wildwassertour im Ort Stadl kurz hinter der Straßenbrücke der Talstraße am linken Ufer beendet. Direkt unter der Straßenbrücke befindet sich noch eine niedrige, fahrbare Sohlgleite. Oberhalb des linken Ufers liegt der Parkplatz (> N 47° 05' 18'', E 13° 59' 00'') eines Lebensmittelladens mit Parkmöglichkeiten.

Hinweis: Alle Fotos und Infos basieren auf den 18. Juni 2011 und sind von Mathias Dieckmann. Der Fluss hatte an diesem Tag einen mittleren Wasserstand. Der o.g. Pegel in Kendlbruck zeigte zeigte 113 cm bzw. 32 cbm/sec an. Alles war durchgehend befahrbar. Die wildwassertechnischen Bewertungen beziehen sich auf mittlere Wasserstände.

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