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Sioule

Nördliches Zentralmassiv / Frankreich

Leichter Wildfluss in hügeliger Landschaft und kurzer Wald- und Felsschlucht.

Wer im Frühjahr oder Frühsommer zum Allier oder anderen Flüssen im westlichen Zentralmassiv fährt, sollte nach einem Blick auf den Pegel noch bei der Sioule vorbeifahren. Auch wenn zu dieser Jahreszeit in Frankreich bis auf wenige Flüsse alles trocken ist, wird für den unten beschriebenen Abschnitt von einem oberhalb liegenden Stausee oft ausreichend Wasser abgegeben. Auch einige Kanuverleiher sind daher hier anzutreffen.

Im Internet kann der maßgebliche Pegel beim Ort Ebreuil unter www.vigicrues.ecologie.gouv.fr abgerufen werden. Laut eauxvives.org sollen 5 cbm/sec Mindestwasser darstellen. Dabei werden die unten erwähnten Mühlenwehre sicherlich überhoben werden müssen und einige Stellen etwas schrabbelig sein. Nach Auffassung des Verfassers dieser Beschreibung liegt ein mittlerer Wasserstand bei ca. 25 cbm/sec vor.

Die Sioule liegt in Zentralfrankreich, entspringt südwestlich der Großstadt Clermont-Ferrand in ca. 1090 m Höhe, fliesst in nordöstliche Richtung und durchströmt dabei mehrere Stauseen. Nach insgesamt 140 Kilometern mündet die Sioule schließlich in den Allier. Der unten beschriebene Abschnitt liegt ca. 40 Kilometer nördlich von Clermont-Ferrand. Eine Befahrung ist nur von 10 bis 18 Uhr erlaubt. Eine Straße verläuft kaum bemerkbar zumeist immer in der Nähe des Flusses. Oberhalb des unten beschriebenen Abschnittes befinden sich mittelschwere Wildwasserabschnitte (s. DKV-Führer). Diese sind aber nur im Frühjahr befahrbar.

Ein günstig gelegener Campingplatz liegt am westlichen Rand des Ortes Ebreuil direkt am Fluss und der möglichen Ausstiegstelle: `Camping Filature´ (> N 46° 06' 31'', E 03° 04' 25''). An einer kleinen Treppe (auf der Höhe der Zufahrt zum Camping) kann die Kajaktour auf der Sioule beendet werden.

Abschnitt:

Untere Sioule

Pont de Menat - Ebreuil

Länge und Schwierigkeit:

15,8 km WW II(III) u. I-II

DKV-km:

km 67,5 - km 51,7

Befahrbarkeit:

bis Juni

Landschaftsbewertung:

2(+)

Die Einstiegstelle für diesen Abschnitt liegt an der Brücke `Pont de Menat´. Hier quert die (rote) Straße D 2144 den Fluss. Links unterhalb der Brücke befindet sich ein Parkplatz (> N 46° 06' 04'', E 02° 55' 46'') eines hier gelegentlich anwesenden Kanuverleihers.

Auf den ersten 5 Kilometern fliesst die Sioule mit leichter Strömung und gelegentlich leichten Schwällen durch eine zunächst noch leicht bergige sowie bewaldete Landschaft (WW I-II).

Auf diesen ersten Kilometern liegen 4 niedrige Schrägwehre aus Natursteinen (ca. 0,5 m hoch). In der Mitte sind diese in der Regel gut befahrbar. 100-200 m davor beginnt jeweils der Rückstau, so dass man sich langsam den Wehren nähern und die beste Stelle zur Befahrung erkunden kann.

Hinter den Wehren existieren immer mehr oder weniger leicht sportliche Schwälle (bis WW II).

Nach diesen 5 Kilometern folgt die schöne 1,6 Kilometer lange Wald- und Felsschlucht `Gorges de Chouvigny´ mit einigen senkrechten Felswänden, WW II(III).

Als erster wildwassertechnischer Höhepunkt ist hier zunächst ein wuchtiger Schwall zu erwähnen (s. Bild unten), der am Ende stark auf eine rechtsufrig liegende Felswand strömt (WW III).

Am linken Ufer liegt eine Kiesbank mit Felsblöcken, zu deren Rand hin die hohen Wellen etwas umfahren werden können.

Bald danach folgt noch ein weiterer leicht wuchtiger Schwall (s. Bild unten), der aber mittig in den hohen Wellen gut befahrbar ist (je nach Wasserstand WW II+ oder WW III-).

Nach dieser Wald- und Felsschlucht strömt die Sioule auf den verbleibenden 9,2 Kilometern wieder mit leichter Strömung und gelegentlichen Schwällen durch eine hügelige und überwiegend bewaldete Landschaft (WW I-II).

Auf diesem Teil bis zum Campingplatz vor Ebreuil sind nun insgesamt 6 Wehre zu überwinden. Bei 4 dieser Wehre handelt es sich wieder um gut befahrbare niedrige Schrägwehre.

Ein Wehr es aber ein 1,5 m hohes Schrägwehr, das am linken Rand über eine gut fahrbare Bootsrutsche befahren werden kann (s. Bild unten). Im Juni 2014 befand sich direkt vor der Einfahrt ein Baum, so dass das Wehr am linken Ufer umtragen werden musste.

Wegen senkrechter Mauern, muss hierzu ca. 40 m vorher am linken Ufer angelandet und das Wehr auf 50 m über einen Weg umtragen werden. Auch vor diesem Wehr ist die Strömung recht gering. Alternativ lässt sich das Wehr von erfahrenen Paddlern aber auch befahren. Vorsicht: In der Mitte des Wehres strömt das Wasser direkt unterhalb des Wehres bei mittleren Wasserständen mit starken Aufpilzungen und sehr rückläufigen Walzen um 90 Grad scharf um eine Ecke. Hier keinesfalls fahren!

Später treten die Hügel etwas zurück. Der Anteil der Weideflächen nimmt zu.

Nach etlichen Kilometern folgt noch ein ca. 1,2 m hohes breites Schrägwehr, dass auch etwas Aufmerksamkeit bedarf. In der Mitte, wo relativ konzentriert das meiste Wasser das Wehr hinunterströmt (s. Bild unten), bilden sich 2-3 hohe wuchtige Wellen (WW III-). Anfänger sollten hier das Wehr besser am linken Rand kurz überheben.

Bald darauf bietet ein Schlösschen mit großem Garten eine interessante Ansicht vom Wasser (s. Bild unten).

Am besten wird die Paddeltour kurz vor Ebreuil, z.B. am Campingplatz vor Ebreuil, beendet. Informationen über die gelegentlich von Verleihern auch angebotenen Abschnitte oberhalb und unterhalb des hier beschriebenen Abschnittes sind nicht bekannt.

Hinweis: Alle Infos und Fotos sind von Mathias Dieckmann und vom 31. Mai 2014. Der Fluss führte an diesem Tag einen mittleren Wasserstand. Der o.g. Pegel zeigte ca. 22 cbm/sec (zw. 25 u. 19 cbm/sec) an. Auf diesem Abschnitt war alles durchgehend befahrbar. Anfänger mussten die Bootsrutsche bei einem Wehr wegen eines Baumes umtragen. Die wildwassertechnischen Bewertungen beziehen sich auf mittlere Wasserstände.

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