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Taurach-Nord

Salzburger Land/ Österreich

Schmaler und kurvenreicher, fast dschungelartiger Wildfluss.

Die Taurach-Nord liegt südlich von Radstadt. Wer auf der Fahrt nach Kärnten bzw. Slowenien statt den Tauerntunnel den östlich liegenden Tauernpaß befährt, kommt unmittelbar an dem Fluss vorbei. Südlich des Tauernpasses verläuft übrigens ein Fluss gleichen Namens. Zur Unterscheidung wird
dieser daher mit Taurach-Nord bezeichnet.

Der kleine Fluss entspringt in der Nähe dieses Passes zwischen Bergen von bis zu 2500 m Höhe und mündet nach ungefähr 25 Kilometern bei Radstadt in die Enns.

Ein über das Internet abrufbarer Pegel existiert von der Taurach-Nord leider nicht.

Ein schöner, sehr gut ausgestatteter Campingplatz (z.B. kostenlos Computer mit Internet, praktisch zum Pegelabrufen) befindet sich am südlichen Ortsrand von Altenmarkt, Camping Passrucker.

Abschnitt:

Standartstrecke

Untertauern - Wehr bei Schmölzgut

Länge und Schwierigkeit:

10 km WW II / III (IV+)

DKV-km:

km 12,5 (statt 10) - km 2,5 (statt 4,8)

Befahrbarkeit:

bis Juni

Landschaftsbewertung:

2 (3-)

Vorbemerkung: Gegenüber den Angaben im DKV-Führer von 2009 ist der Fluss auf dem beschriebenen Abschnitt in der Örtlichkeit tatsächlich 2,5 Kilometer länger. Das Untere Wehr liegt darüberhinaus 2,3 Kilometer weiter flussabwärts. Aufgrund dieser tatsächlichen Gegebenheiten ergibt sich eine mit 10 Kilometer durchaus lohnenswerte mäßig-schwere Wildwasserstrecke.

Das Wasser ist wegen eines moorigen Hochtales im Oberlauf leicht bräunlich, aber dennoch glasklar. Auf den ersten 7 Kilometern verläuft immer ein Wanderweg neben dem Fluss.

Ein guter Einstieg befindet sich in Untertauern an der kleinen Brücke beim Sportplatz. Hier kann die Paddeltour am linken Ufer vor der Brücke begonnen werden (> N 47° 18' 02'', E 13° 30' 20''); s. Bild unten von dem Stück danach).

Auf den ersten 7,5 Kilometern fliesst die Taurach mal durch schöne Waldtäler, mal durch eine offenere Landschaft. Auch in den offeneren Bereichen wirken die baumbestandenen Ufer zumeist recht natürlich.

Am Anfang und gelegentlich auch zwischendurch nur lediglich 4-5 m breit, strömt der kleine Fluss auf den gesamten 10 Kilometern mit gleichbleibend gutem Gefälle und schneller Strömung zu Tal. Das durchschnittliche Gefälle beträgt immerhin 16 Promille.

Schon 400 m nach dem Einstieg folgt eine steile Gefällbremse, deren Felsblöcke am Rand durch senkrechte Eisen gehalten werden (s. Bild unten). Unklar, ob sich auch in der Mitte Eisen befinden, kann die Stelle auch linksufrig kurz umtragen werden.

Vor Baumhindernissen und überhängenden Sträuchern ist ständig obacht zu geben. Im Juni 2011 mussten zwei Bäume umtragen, einer konnte umfahren werden. Kehrwasser sind nur klein und zumeist nur für ein Kajak. Bei höheren Wasserständen dürfte ein plötzlich notwendiges Anhalten evtl. schwierig werden. Daher besser nicht bei mehr als Mittelwasser fahren.

Niedrige Stufen, leichte Verblockung, vereinzelnd mäßig-schwere Verblockung, viele Schwälle sind hier typisch, aber gut machbar (s. Bild unten). Das Kriterium sind hier die gelegentlich nicht einsehbaren Kurven bei schneller Strömung, in denen immer etwas lauern kann.

Später folgt die schwerste Stelle auf diesem Abschnitt, ein 20 m langes stark verblocktes Gefällstück (WW IV+; s. Bild unten). Im Juni 2011 war die Einfahrt durch querliegendes Holz versperrt. Das Gefällstück musste umtragen werden. Dieses ist beidseitig möglich, über den linksufrig verlaufenden Wanderweg jedoch etwas weniger mühsam.

Wesentlich später folgt direkt vor einer kleinen Brücke ein kurzer steilerer Abfall mit hohen wuchtigen Wellen. Im Juni 2011 ragten hier Sträucher von oben genau in die Fahrroute (s. Bild unten).

7,5 Kilometer nach Fahrtbeginn verändert sich der Charakter des Flusses. Die Taurach fliesst nun mit abnehmender Verblockung bzw. Stufen zwischen Wiesen und zunehmend regulierten Ufern zu Tal.

Auf den nächsten 2,5 Kilometern folgen jedoch in Abständen 5 Gefällbremsen (s. Bild unten). Bei einem eher niedrigen Wasserstand sind diese mit etwas Materialeinsatz in der Mitte gut fahrbar.

Die Fahrt wird am besten an einer Brücke (> N 47° 22' 22'', E 13° 28' 46'') vor einem unmittelbar danach folgenden unfahrbaren Steilwehr am linken Ufer beendet. Gute Parkmöglichkeiten fehlen hier leider. Man könnte dieses Wehr auch linksufrig umtragen, danach bietet der Fluss aber außer Strömung und immer mehr begradigten Ufer nichts mehr.

An der v.g. Brücke befindet sich die Bushaltestelle `Schmölzgut´. Diese wird erreicht, wenn man am südlichen Ortsrand von Radstadt auf der Straße Nr. 99 vom dort gelegenden großen Kreisverkehr (östlich geht´s nach Forstau) etwa 700m nach Süden fährt.

Hinweis: Alle Fotos und Infos basieren auf den 19. Juni 2011 und sind von Mathias Dieckmann. Der Fluss hatte an diesem Tag einen sehr guten Niedrigwasserstand. Bis auf die Geröllbremse am Anfang, die später danach folgende IV+Stelle sowie 2 querliegende Bäume, war alles andere durchgehend befahrbar. Die wildwassertechnischen Bewertungen beziehen sich auf mittlere Wasserstände.

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