kajaktour.de

.

Startseite

Österreich-Karte

Schweiz-Karte

Frankreich-Karte

Flüsse

Pegel & Wetter

Camps & Touristik

Links

Gäste

Aliakmonas

Nördl. Pindosgebirge / Griechenland

Abschnitt:

Westl. Pefkos-Brücke - Nestorio

Länge und Schwierigkeit:

10 km WW III-II (IV, IV+)

DKV-km:

km ? - km 40

Befahrbarkeit:

bis Mai

Landschaftsbewertung:

1-2

Etwas abseits im Norden von Griechenland, in der Nähe der albanischen Grenze, liegt der interessante Aliakmonas. Der Fluss entspringt in 2500 Meter hohen Bergen und verläuft bis zum kleinen Ort Nestorio abgeschieden durch niedrige, graue Schluchten. Teilweise begleiten steile Felswände, teilweise bewaldete Hänge den Fluss. Ab und zu rieseln kleine Wasserfälle hinunter. Abgesehen von zwei schwereren Stellen (WW IV) nehmen die Schwierigkeiten auf dem beschriebenen Abschnitt von der Einstiegstelle kontinuierlich bis zur Ausstiegstelle leicht ab (WW III-II).

Der kleine Ort Nestorio liegt etwa 25 Kilometer südwestlich der sehenswerten Stadt Kastoria. In Nestorio befindet sich auch die übliche Ausstiegstelle.

Empfehlenswert ist hier die Übernachtung auf einem parkähnlich angelegtem Gelände am Fluss am westlichen Rand des Ortes. Im Ort einfach den Schildern `River Party´ oder `River Recreation Area´ folgen. Auf dem Gelände befindet sich eine Gaststätte (> N 40° 24' 20'', E 21° 03' 31''), bei denen man zuvor um Erlaubnis fragen sollte. Das Übernachten (Zelten und Abstellen von Wohnmobilen u.ä.) auf den naturbelassenen Grasflächen und auch die Benutzung der Sanitäranlagen (einschließlich Heißduschen!) ist kostenlos!

Hinsichtlich der Wahl des Einstieges ist auf folgendes hinzuweisen: Der Verlauf der weißen, aber gut ausgebauten und asphaltierten Straße westlich von Nestorio ist in der Karte von RoadEditions nicht korrekt dargestellt. Die Straße verläuft nicht südlich sondern zunächst 8 Kilometer (nicht 12 km!) nördlich des Flusses und quert dann wie in der Karte hinsichtlich der Lage richtig dargestellt über eine Brücke den Fluss auf die rechte Flussseite. Über diese Straße erreicht man nach einigen Kilometern dann das Dorf Pefkos.

Kurz bevor auf der Fahrt zur Einstiegstelle diese Straßenbrücke überfahren wird, zweigt rechts ein kleiner Weg ab. Dieser relativ schlechte Sand- und Schotterweg führt bis zur obersten Einstiegstelle des Aliakmonas. Nach Regen ist dieser Weg nicht mehr fahrbar.

Besser ist es jedoch, die Fahrt weiter unterhalb zu beginnen, da 2 Kilometer von der vorgenannten Brücke flussaufwärts eine schwierige und evtl. auch nicht ungefährliche Stelle wartet: `Spikes´ - ein stark verblockter, verwalzter, gefällstarker, verpilzter und steckgefährlicher Katarakt mit scharfkantigen Felsblöcken (s. Bild unten; WW IV+).

Ein rechtzeitiges Umtragen ist wohl nach vorheriger Erkundung über die hochgelegene Straße auf 200 Meter möglich, aber aufgrund der steilen Hänge sehr mühsam. Die Stelle sollte auf jeden Fall vor einer evtl. Befahrung von der Straße, die nach Pefkos führt, erkundet werden.

Aufgrund der vorgenannten Schwierigkeit wird empfohlen, die Fahrt erst 200 Meter unterhalb von `Spikes´ am rechten Flussufer zu beginnen. Hierzu einfach auf der Talstraße über die oben genannte Brücke in Richtung Pefkos fahren. 1,8 Kilometer nach der Brücke, unmittelbar vor Beginn der Leitplanken und einer Linkskurve, kann auf einem langen Schotterstreifen (> N 40° 24' 29'', E 20° 58' 50'') am Straßenrand geparkt werden. Von hier müssen die Kajaks etwas mühsam den Hang hinunter zum Fluss getragen werden.

Auf den ersten Kilometern folgt dann durchweg interessantes WW III und II mit vielen leicht verblockten, wuchtigen Schwällen. Zumeist begleitet immer eine steile Felswand aus grauem Konglomeratgestein eine Flussseite.

Auf diesen ersten Kilometern heben sich zwei Stellen mit WW IV etwas von den üblichen Schwierigkeiten ab.

Die erste Stelle folgt ca. 1,6 Kilometer nach Fahrtbeginn bzw. 200 m vor der Straßenbrücke, ist deutlich einfacher als die später folgende Stelle und kann auch schon auf der Anfahrt unterhalb der Straße entdeckt werden. Es handelt sich hierbei zunächst um einen Abfall (mit einem auffälligen Felsen genau in Flussmitte), dem ein Schwall mit hohen, wuchtigen, aber überwiegend gleichmäßige Wellen sowie schrägen Walzen folgt (s. Bild oben).

.

.

.

.

Ab und zu rieselt ein kleiner Wasserfall von den Felswänden.

Etwa 1,2 Kilometer hinter der Straßenbrücke folgt dann `Blumenkohl´ (s. beide nachfolgenden Bilder, WW IV+). Diese Stelle liegt abseits der Straße. Das Wasser fällt hier steil über niedrige und schräge Felsrippen und bildet dabei am Ende zwei sich überschneidene Walzen mit dahinterliegenden Pilzen. Die Stelle kann notfalls - zumindest bei bis zu mittleren Wasserständen - über das rechte Ufer durch das Unterholz umtragen werden.

Nach diesen ersten Kilometern geht es mit etwas geringeren Schwierigkeiten durch eine herrliche Landschaft weiter (s. Bild unten). Aber auch hier existieren in einigen Abständen leicht verblockte, leicht wuchtige Schwälle.

Auf den letzten Kilometern lassen dann die Schwierigkeiten weiter nach (WW II). Die niedrige Schlucht wird breiter, weist nun teilweise Kiesbänke auf, bleibt aber weiterhin schön (s. Bild unten).

Irgendwann folgt dann an einer breiten Kiesbank am linken Ufer, vor einem verfallenden Wehr, die Ausstiegsstelle am `River Recreation Area´ in Nestorio.

Siehe auch allgemeine Infos zu Griechenland.

Hinweis: Alle Fotos und Infos basieren auf den 11. Mai 2004. Der beschriebene Flussabschnitt hatte an diesem Tag einen nicht ganz mittleren Wasserstand. Alles war fahrbar.

Translate I Seitenanfang I Flüsse