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Aveyron

Westliches Zentralmassiv / Frankreich

Der Aveyron und der fast gleich lange Zufluss Viaur sind zumeist eher als Wanderflüsse im Frühsommer bekannt, dabei bieten beide Flüsse auch interessantes leichtes bis mittelschweres Wildwasser, dieses aber zumeist nur im Frühjahr.

Der Fluss durchfliesst in den äußersten westlichen Ausläufern des Zentralmassivs eine von Wäldern und Weideflächen geprägte sanfte Hügellandschaft. Auf den für Kajakfahrern interessanten Abschnitten verläuft er überwiegend durch schöne, einsame, eher mittel- als südeuropäisch geprägte Waldtäler. Leider unterbrechen einige Wehre mit ihren Rückstaus gelegentlich die sonst so schöne Fahrt.

Der unten beschriebene Abschnitt liegt östlich der Stadt Villefranche-de-Rouergue.

Der maßgebliche und auch im Internet abrufbare Pegel liegt in Villefranche. Der Pegel kann über die Website www.hpgaronne.ecologie.gouv.fr/acrue/index2.htm > Aveyron > Villefranche-de-Rgue aufgerufen werden. Leider existieren hierfür keine Bezugswerte. 0,22 m dürfte aber wohl für den nachfolgend beschriebenen Abschnitt einen nicht ganz mittleren Wasserstand bedeuten.

Wer sich noch eine touristische Sehenswürdigkeit gönnen möchte, sollte einem der schönsten Dörfer Frankreichs, dem auf einem Bergrücken an einer Biegung des Aveyron gelegenen Dorf Nayac einen Besuch abstatten.

Abschnitt:

Abschnitt vor Villefranche

Compolibat - vor Villefranche

Länge und Schwierigkeit:

17,5 km WW II u. II-III(+)

DKV-km:

km 107,5 - km 125,0

Befahrbarkeit:

bis Mai

Landschaftsbewertung:

2

Als gute Einstiegstelle für diesen Abschnitt bietet sich ein Freizeitgelände (u.a. Tennis, Camping) südlich des Dorfes Compolibat an. Wer von Süden über die D 26 den Ort Compolibat anfährt, findet ungefähr 100 m vor der Brücke über den Aveyron eine kleine Abzweigung, die kurz danach zu dem Freizeitgelände führt (> N 44° 22' 25'', E 02° 11' 45''). Hier kann am linken Ufer des Aveyron die Wildwassertour begonnen werden.

Leider sind auf den ersten anderthalb Kilometern bis zu einem Wehr die wildwassertechnischen Schwierigkeiten mit WW 0-I (II) nur sehr gering. Alternativ könnte man daher auch eine Einstiegsmöglichkeit am rechten Ufer direkt am vorgenannten Wehr erkunden (> N 44° 21' 57'', E 02° 11' 31''). Das Wehr selber kann zumindest bei bis zu mittleren Wasserständen gut am linken Rand über eine breite dreistufige Fischtreppe befahren werden (s. Bild unten). Darüber können die Rückläufe unter den Stufen evtl. zu stark werden.

Hiernach verengt sich langsam die bisher noch durch Weideflächen geprägte Landschaft in ein schönes einsames Waldtal. Weitgehend erreichen die wildwassertechnischen Schwierigkeiten nun WW II. Auf den nächsten 16 Kilometern laden immer wieder leichte Verblockungen zum Slalomfahren ein.

Im Prinzip sind 95 Prozent dieses Abschnittes ideal für Anfänger zum Erlernen des Kehrwasserfahrens (s. Bild oben; typische Flusszene mit leichter Verblockung), wenn, ja wenn da in zumeist größeren Abständen nicht immer wieder einige deutlich schwerere Stellen folgen würden, die mit ihren wuchtigen, teilweise auch mäßig-schwer verblockten Schwällen und Abfällen WW III und an 2-3 Stellen sogar WW III+ erreichen können.

Eine der schwersten Stellen befindet sich dabei ca. 4,5 Kilometer nach dem Wehr bei der winzigen Ansiedlung Le Cayla direkt vor der dort gelegenen kleinen Straßenbrücke (Bild oben zeigt leider nur noch das Ende dieser Stelle an. Der wuchtige schwallartige Abfall befindet sich links von dem Bild). Hier im Bereich der Ansiedlung befindet sich auf rund einem Kilometer die größte Konzentration an Stellen, die bei WW III liegen.

9 Kilometer nach dem o.g. Wehr wird schließlich die Straßenbrücke der D 269 erreicht, die ab hier nun den Fluss am rechten Ufer begleitet.

Bald nach der Straßenbrücke folgen kurz hintereinander zwei Wehre mit entsprechenden Rückstaus.

Das erste Wehr kann über eine Bootsrutsche am rechten Rand (s. Bild oben), dass zweite Wehr über eine Bootsrutsche am linken Rand (s. Bild unten) befahren werden.

Beide Wehre könnten dazu führen, die Paddeltour bereits an der Brücke der D 269 zu beenden, doch dann hätte man noch einige schöne und lohnende Wildwasserstellen nach diesen beiden Wehre verpasst. Zwischen dem zuletzt genannten Wehr und dem Rückstau eines später folgenden Wehres liegen etwa 5 Kilometer herrliches Wildwasser.

Ideal wäre ein Ausstieg unmittelbar vor dem Beginn des Rückstaus bei DKV-km 125. Hier befindet sich auf rechten Flussseite ein einsames nur gelegentlich bewohntes Wohnhaus mit einem Nebengebäude und einer Zufahrt zu einer am Fluss gelegenen Wiese (> N 44° 21' 21'', E 02° 04' 22''). Sollte auf diesem Privatgrundstück ein Ausstieg nicht möglich sein, wäre eine Ausstiegstelle etwas weiter oberhalb oder auch unterhalb zu erkunden.

Eine Beendigung der Wildwassertour um DKV-km 125 ist deshalb sinnvoll, da auf den nachfolgenden 4 Kilometern bis zur Stadt Villefranche noch insgesamt 6 weitere Wehre mit den entsprechenden Rückstaus folgen.

Kilometer

Kurzinfos zum beschriebenen Abschnitt des Aveyron

107,0

Str.-Brücke D 26, Wehr, rechts Compolibat

107,5

links Freizeitgelände, mögl. Einstieg, zunächst WW 0-I (II)

109,0

Wehr, hiernach WW II u. II-III(+)

113,5

Brücke, links Le Cayla

118,0

Str.-Brücke D 269

119,0

Wehr

119,8

Wehr

125,0

r evtl. evtl. mögl. Ausstieg, danach nur noch WW 0-I (II)

125,5

Wehr, hiernach bis Villefranche fünf weitere Wehre

129,0

Str.-Brücke, Villefranche

Hinweis: Alle Fotos und Infos basieren auf den 09. April 2010. Der Fluss hatte an diesem Tag einen nicht ganz mittleren Wasserstand. Der Pegel Villefranche zeigte 0,22 m an. Alles war durchgehend befahrbar. Die wildwassertechnischen Bewertungen beziehen sich auf mittlere Wasserstände.

Alle Fotos und Infos von Mathias Dieckmann

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