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Petit Buech

Drac-Region / Frankreich

Weitgehend leichter Wildfluss in schöner Voralpenlandschaft.

Wenig bekannt aber dennoch lohnenswert sind die Flüsse Grand Buech und Petit Buech westlich der Stadt Gap.

Der Petit Buech entspringt in Bergen von bis zu 2709 m Höhe und verläuft in westliche Richtung. Bis zu dem kleinen Ort La Roche-des-Arnauds existieren anscheinend noch keine Informationen zum Flussabschnitt. Nach dem Ort bietet der Petit Buech durchgehend leichtes Wildwasser. Nach insgesamt 41 Kilometern mündet der Fluss 3,5 Kilometer nördlich des Ortes Serres in die ungefähr gleich viel Wasser führende Grand Buech.

Zumeist wird nur der letzte Abschnitt bis kurz vor Serres befahren. Auch eine Befahrung der Unteren Grand Buech bietet sich an.

Ein Pegel befindet sich in Serres, kann über das Internet unter www.rdbrmc.com beim Pegel Buech/Serres abgerufen werden und zeigt u.a. die Durchflussmenge der Buech im Ort Serres nach dem Zusammenfluss an. Danach stellen 9,7 cbm/sec für den Unteren Petit Buech Niedrigwasser dar.

Je nach Jahreszeit/Tagehöchsttemperatur/Schneeschmelzmenge betragen die Schwankungen des Pegels bis zu 5 cbm/sec. Der höchste Wasserstand wird in Serres gegen 7 Uhr morgens gemessen, d.h. vormittags sind die Wasserstände immer leicht höher als am Nachmittag.

Ein Campingplatz, der 2014 schon Ostern geöffnet hatte, liegt südöstlich von Serres: `Camping Domaine des 2 Soleils´, www.domaine-2soleils.com (> N 44° 25' 21'', E 05° 43' 48'').

Abschnitt:

Oberste Petit Buech

Brücke nördl. Rabou - La Roche-des-Arnauds

Länge u. Schwierigkeit:

6,8 km evtl. WW III(IV)-II-I (???)

DKV-km:

km 9 - km 15,8

Befahrbarkeit:

bis Mitte Mai

Landschaftsbewertung:

1

Dieser noch nirgends beschriebene oberste Abschnitt der Petit Buech wurde nicht befahren sondern nur in Teilen am 20.04.2014 erkundet!

Der Petit Buech fliesst hier weitgehend durch eine hervorragend schöne Fels- und Waldschlucht.

Zum Einstieg gelangt man, in dem man im hoch liegenden Dorf Rabou die Fahrzeuge ca. 80 m nördlich der Kirche abstellt (> N 44° 35' 26'', E 06° 00' 18'') und die Kajaks einen kleinen Weg 800 m nach Norden und 85 Höhenmeter zum Fluss hinunter trägt. Unten am Fluss befindet sich eine alte Steinbrücke (s. übernächstes Bild im Bildhintergrund).

Auf den ersten 1,7 Kilometern verläuft der Oberste Petit Buech vollkommen einsam in einer tiefen Schlucht zwischen schmalen flussbegleitenden Wäldchen, teilweise auch hohen steil-schrägen Felswänden auf einer Flussseite.

Auf den ersten 50 m des schmalen Flusses existiert stärkere Verblockung und ein steileres Gefälle (WW III-IV; s. Bild unten). Diese Passage kann notfalls über einen Trampelpfad am linken Ufer umtragen werden.

Soweit vom Dorf, dem Weg und der Einstiegstelle ersichtlich folgen auf den ersten 1,4 Kilometern danach leichte Verblockung mit gelegentlich mäßig-schwer verblockten Schwällen oder Blockstellen (WW III und II-III? Siehe beide Bilder unten)

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Die dann folgenden 250 m (s. Bild rechts, im oberen Bilddrittel) sehen nach den Luftaufnahmen von Geoportail.gouv.fr und Google-Map/Earth (u.a.) hinsichtlich des zu erwartenden Wildwassers ähnlich schwer aus.

Hier wird der Fluss aber am Anfang auf 100 m auf beiden Seiten von steil-schrägen Felswänden begleitet. Das Flussbett ist hier durch querliegende Felsrippen/Stufen(?) geprägt.

Ob hier eventuelle schwierige Stellen existieren und ggf. auch umtragen werden können ist nicht ersichtlich. Auch daher sollte eine Erstbefahrung dieses Flussabschnittes zunächst nur bei niedrigen Wasserständen stattfinden.

Nach diesen ersten 1,7 Kilometern stösst ein Wanderweg am rechten Ufer mit einem Steg an den Fluss und begleitet auf den nächsten 2,3 Kilometern in einem geringen bis größeren Abstand den Fluss. Direkt vor der kleinen Brücke befindet sich anscheinend noch einmal eine verblocktere Passage (WW III+?). Der Schluchtcharakter tritt im Verlauf dieses Wanderweges etwas in den Hintergrund. Schmale Kiesbänke begleiten nun überwiegend den Fluss. Entsprechend den Luftaufnahmen scheinen hier die Schwierigkeiten nur unwesentlich geringer wie auf den ersten 1,7 Kilometern zu sein (WW II-III?).

2,3 Kilometer nach Beginn des Wanderweges geht dieser in einen Fahrweg über. Der Beginn dieses Fahrweges bietet sich evtl. auch als erste Ausstiegsmöglichkeit bei niedrigen Wasserständen an (> N 44° 34' 18'', E 05° 58' 57''). Hiernach werden der Flussraum und die Kiesbänke auf den verbleibenden rund 3 Kilometer langsam breiter und die Schwierigkeiten entsprechend den Luftaufnahmen auch deutlich geringer (WW I-II?).

Letztendlich bietet sich ein Ausstieg im kleinen Ort La Roche-des-Arnauds am linken Ufer direkt vor der Straßenbrücke der D 994 an (> N 44° 33' 39'', E 05° 57' 23'').

Auf der gegenüberliegenden Ufermauer befindet sich ein Lattenpegel. Dieser Pegel zeigte am Tag der Erkundung 12 cm, der Internetpegel in Serres im Übrigen 9,5 cbm/sec, an. Dieses reicht für eine Befahrung der Schluchtstrecke nicht ganz, für die v.g. Kiesbankstrecke wohl gar nicht. Da die Flussbreite am Lattenpegel ungefähr ähnlich wie auf der Schluchtstrecke ist, kann man annehmen, dass hier ca. 18 cm evtl. so grad für eine Befahrung der Schluchtstrecke ausreichend sind.

Falls jemand diesen Abschnitt befährt, wäre ich um Infos dankbar!

Abschnitt:

Unterer Petit Buech

Chabestan - vor Serres

Länge und Schwierigkeit:

7,5 km WW I-II+(III)

DKV-km:

km 35 - km 41 zzgl. 1,5 km

Befahrbarkeit:

bis Mitte Mai

Landschaftsbewertung:

2

Die übliche Einstiegstelle für diesen leichten Wildwasserabschnitt wird erreicht, wenn man von der Talstraße D 944 auf die Straße D 49 nach Chabestan abzweigt. An der Straßenbrücke führt hier am linken Ufer ein Feldweg mit Parkmöglichkeiten an den Fluss (> N 44° 28' 55'', E 05° 45' 51'').

Der Petit Buech fliesst hier mit vielen leichten Kiesbankschwällen und vereinzelnd leicht verblockten Schwällen durch ein offenes Tal (WW I-II; siehe Bilder unten). Lediglich ein leicht bis mäßig-schwer verblockter Schwall erreicht hier WW II+. Vereinzelnd befinden sich niedrige schräge Steilwände am linken Ufer.

Nach der Einmündung der Petit Buech in den Grand Buech wird die Paddeltour in der Regel auf der Buech auf noch 1,5 km fortgesetzt. Da der Grand Buech ungefähr die gleiche Wassermenge bringt wird der Wasserstand hier deutlich besser. Leicht wuchtige Schwälle, einzelne größere und überronnene Felsblöcke sowie einige (wenige) Walzen sorgen nun auf 1,5 Kilometern im nun breiteren Fluss für Fahrspaß (WW II-II+).

Der Buech fliesst nun durch eine kurze offene Schlucht. Der wildwassertechnische Höhepunkt folgt direkt am Ende dieses Teilstückes, ein verblockter und gefällstarker Schwall (WW III; s. Bild unten). Hier kann man direkt vor oder üblicherweise direkt nach dem Schwall die Kajaktour beenden.

Diese Ausstiegstelle befindet sich 2 Kilometer nördlich/flussaufwärts von Serres an einem auffällig großen Rastplatz zwischen der Talstraße D 1075 und dem Fluss direkt vor den Resten einer ehemaligen Staumauer (> N 44° 26' 29'', E 05° 42' 47'').

Prüfenswert ist es, die Fahrt evtl. noch um 1,5 Kilometer bis zum rechtsufrig gelegenen Parkplatz vor der Straßenbrücke in Serres fortzusetzen (> N 44° 25' 48'', E 05° 43' 06''). Weiter sollte jedoch nicht gepaddelt werden, da unter der Straßenbrücke eine hohe, trichterförmig ausgebildete, sehr rückläufige Felsstufe existiert.

Hinweise: Alle Infos und Fotos zu diesem Flussabschnitt sind vom 20.04.2014 und von Mathias Dieckmann. Der Flussabschnitt hatte an diesem Tag Niedrigwasser. Der Pegel in Serres zeigte 9,7 cbm/sec an. Die Schwierigkeitsangaben beziehen sich auf mittlere Wasserstände.

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