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Koritnica

Julische Alpen / Slowenien

Die Koritnica - ein landschaftlich wunderschöner kleiner Fluss im Nordwesten Sloweniens.

Eindrucksvolle Klammen und Felswände, strahlend weißes(!) Kalkgestein, kristallklares, leicht türkisfarbenes Wasser, üppiges Grün an den Ufern, sowie ab und zu leichte bis mäßig-schwere Verblockung und einige Schwälle sind die Kennzeichen der Koritnica. Informationen zur genaueren Lage, zur Anfahrt, zu den Campingmöglichkeiten und zu den Befahrungsgebühren siehe unter Soca. Eine Befahrung ist nur auf dem 5 Kilometer langen Unterlauf von der Festung Kluze bis zur Mündung in die Soca erlaubt.

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Blick von der Festung Kluze auf die tief unten gelegene Einstiegstelle.

Die Quelle der Koritnica liegt in den Julischen Alpen in ca. 1500 m Höhe unterhalb des Berges Mangert. Da sich das Schmelzwasser in Höhlen des zerklüfteten Karsts ansammelt und zeitlich nur verzögert in zumeist gleichbleibender Wassermenge wieder abgegeben wird, ist die Koritnica oftmals das ganze Jahr über fahrbar. Nur im Hochsommer nach längeren Trockenzeiten kann die Wassermenge evtl. nicht mehr ausreichend sein. Nach Regenfällen steigt der Wasserstand aber auch dann zumindest kurzfristig wieder sehr schnell an.

Nach einem schweren Unwetter im November des Jahre 2000 verwüstete eine dadurch ausgelöste riesige Gerölllawine Teile des Dorfes Pod Mangrtom und Teile des Oberlaufes der Koritnica. Hierdurch ergaben sich in der Folge auch umfangreiche Veränderungen auf der hier beschriebenen Wildwasserstrecke.

Insgesamt ist die Koritnica gegenüber früher etwas leichter geworden. Viele interessante Stellen wurden durch die Gerölllawine mit Kies aufgefüllt, der im Laufe der Jahre nur langsam abgetragen wird.

Ein aktueller Pegel von der Koritnica kann über das Internet unter https://4-paddlers.com oder www.fs.uni-lj.si/lasin/srek/ abgerufen werden.

Abschnitt:

Festung Kluze - Mündung i. d. Soca

Länge und Schwierigkeit:

5 km WW II-III (+)

DKV-km:

km 13 - km 18

Befahrbarkeit:

bis Juni, öfters auch danach

Landschaftsbewertung:

1

Aus Richtung Bovec kommend befindet sich der Parkplatz (> N 46° 21' 32.5'', E 13° 35' 23.0'') für die Einstiegstelle 200 m vor der Festung Kluze. Da auf dem Parkplatz auch Fahrzeuge mit Hängern ihre Boote abladen, sollten die Autos während der Hauptsaison besser auf dem Parkplatz der v.g. Festung abgestellt werden. Auf dem kurzen Weg von der Festung zum eigentlichen Paddlerparkplatz bietet sich ein schöner Blick auf die tief unten liegende Einstiegsstelle (s. Bild oben). Vom Paddlerparkplatz sind die Kajaks einen steilen mit Treppenstufen versehenen Pfad zum Fluss hinunterzutragen.

Wer sich die Klamm noch vor dem Start, z.B. auf Baumhindernisse, ansehen möchte, zweigt kurz vor dem Ende des Pfades nach rechts ab und erreicht hier nach 100 m das rechte Ufer der Klamm.

Nach Fahrtbeginn bleibt zum Einfahren nur wenig Zeit. Schon die folgende Rechtskurve bietet rasante Strömung bei mäßig-starker Verblockung und zunehmenden Gefälle (WW III). Ein relativ ruhiges aber nicht allzu großes Kehrwasser hinter einem markanten großen Felsblock am linken Ufer am Ende der Rechtskurve bietet die Möglichkeit nochmals kurz anzuhalten. Hiernach verengt sich das Flussbett und mit einem Schwall (s. Bild unten; WW III) geht es hinunter in die nun unvermittelt auftauchende ungefähr 100 m lange und schmale Niedrigklamm.

Solange man sich in diesem Schwall halbrechts hält und plötzliche Steinberührungen mit kräftigen Paddelschlägen sofort ausgleicht, ist die Befahrung des Klammeinganges (s. Bild oben) eigentlich gar nicht so schwierig. Halblinks befindet sich bei niedrigeren Wasserständen am Klammeingang eine kleine mit nur wenig Wasser überspülte kleine Stufe.

In der Klamm (s. Bild oben), die teilweise je nach Wasserstand nur anderthalb Meter breit ist, sind Minipresswasser und kleine Wirbel neben den senkrechten Felswänden zu beachten.

Nach dem Unwetter im Jahre 2000 hat sich diese Klamm mit viel Kies gefüllt. Der Klammeinschnitt ist daher nicht mehr so tief wie früher. Damit sind auch die Schwierigkeiten hier etwas zurückgegangen. Inzwischen (Stand Juni 2008) wurde aber schon viel Kies abtransportiert, so dass in den nächsten Jahren evtl. wieder der ursprüngliche Zustand erreicht sein wird.

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Danach folgt ein ein Kilometer langer Abschnitt in schöner landschaftlicher Umrahmung.

Der Fluss wechselt hier zwischen Felswänden und Kiesbänken bei relativ langsamer Strömung hin und her. Die Schwierigkeiten sind auf diesem Abschnitt nur gering (WW I-II).

Danach nehmen die Schwierigkeiten, d.h. die Strömung, das Gefälle und die Verblockung, wieder etwas zu. Zusätzlich folgen in größeren Abständen bis zur Mündung in die Soca einige kurze mäßig-stark verblockte Abschnitte (WW II-III).

Dabei bietet die Koritnica aber immer wieder schöne Spielmöglichkeiten und wunderschöne Ausblicke auf die umgebenen Berge.

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Anderthalb Kilometer vor der Mündung in die Soca unterquert die Koritnica die Straße die ins obere Socatal hinaufführt. Ab dieser Brücke bzw. in der darauffolgenden kleinen niedrigen Schlucht wird es dann noch einmal etwas schwieriger (WW III).

Aber auch hier ist die Koritnica gegenüber früher etwas leichter geworden. Ein Abfall zur Linken, der aber rechts etwas umfahren werden kann, ist hier die erste hervorgehobene Schwierigkeit (s. Bild unten).

Schöne Stufen, Verblockung, kleine Kehrwasser - alles in einem engen Flussbett und schöner landschaftlicher Umrahmung.

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Früher konnte der in der Hauptströmung liegende Felsblock (s. Bild rechts) nur rechts über eine enge verwinkelte Durchfahrt umfahren werden. Nun ist je nach Wasserstand zumeist auch eine einfachere Befahrung links vom Felsblock möglich.

Hiernach geht es wieder weiter mit abwechslungsreichem Wildwasser (WW II-III).

Wer seinen Standort auf dem Campingplatz Liza hat, kann die Wildwassertour bereits 500 m vor der Mündung in die Soca am rechten Ufer beenden. Ein Weg führt hier zum Campingplatz hinauf. Zumeist wird die Fahrt jedoch bis zu Soca fortgesetzt.

Direkt vor der Einmündung steigen auf 50 m die Schwierigkeiten nochmals auf WW III+ an (s. Bild unten). Hier stürzt die Koritnica einen Katarakt mit starkem Gefälle, Stufen und kräftigen Walzen hinunter. Die Befahrung erfolgt meistens unter kritischer Beobachtung vieler interessierter Zuschauer!

In der Regel wird hier direkt an der Mündung rechts an der Kiesbank ausgestiegen (> N 46° 19' 49.0'', E 13° 34' 31.0'') - oder der Schwimmer wieder eingesammelt - und das Kajak zu den oben liegenden Campingplätzen hochgetragen. Eine Weiterfahrt auf der Soca ist aber auch möglich.

Hinweis: Alle Infos und die Fotos Nr. 1, 5 u. 10 sind vom 15. - 18. Juni 2008. Die Koritnica hat an diesen Tagen einen mehr oder weniger mittleren Wasserstand. Alle anderen Fotos sind schon einige Jahre alt, stellen aber einen ähnlichen Wasserstand dar. Alles konnte durchgehend befahren werden.

Infos und Fotos von Mathias Dieckmann

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