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Soca


Julische Alpen / Slowenien


Ein Paradies für Paddler! Kristallklares, türkisfarbenes Wasser, schneeweiße Felsen, üppiges Grün in vielen Farbnuancen, sehenswerte Klammen und ein wunderschönes Gebirgspanorama. Der bekannteste und beliebteste Wildwasserfluss in den Alpen!

Die Soca, im Italienischen auch Isonzo genannt, liegt im äußersten Nordwesten Sloweniens. Bezeichnend für die bis zu 2860m hohen Berge der Julischen Alpen im Oberlauf des Flusses ist das wildzerklüftete weiße Karstgestein. Im Laufe der Jahrtausenden sind in dem weichen Gestein riesige unterirdische Höhlen und im Verlauf des Flusses viele kleine Klammen entstanden.

Der Fluss entspringt als Kastquelle in einer sehenswerten Höhle auf 1100m Höhe, fliesst mehr oder weniger in südliche Richtung und mündet nach 140 Kilometern in Italien in die Adria.

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Entgegen anderen Regionen der Alpen ist hier der Flussraum und weitestgehend auch die Landschaft noch natürlich und unverbaut geblieben.

Gerade über die Feiertage und den Ferien zieht die Soca viele Wildwasserpaddler, sowohl Anfänger als auch Experten aus ganz Europa, aber auch viele andere Outdoorsportler an. Jeder der einmal hier war, wird unermüdlich immer und immer wiederkommen!

Zentrum aller Wildwasseraktivitäten an der Soca ist der kleine Ort Bovec. Dieser ist von Deutschland/Österreich am schnellsten über das österreichische Villach, das italienische Tarvisio (Autobahnabfahrt Tarvisio-Nord), der Straße Nr. 54 und anschließend über den wunderschön gelegenen Lago del Predil sowie dem Predil-Pass (Passo del Predil) zu erreichen.








Übersicht zu den einzelnen Abschnitten der Soca









DKV-Kilometer

Abschnitt

Einstiegstelle / Ausstiegstelle

Länge

Schwierigkeit








125,7 Obere Soca
(Befahrung verboten!)
E Str.-Brücke unterhalb Trenta 6,7 km WW II u. II-III (IV+, VI)

119,0
A vor 2. Klamm








116,0 2. - 3. Klamm E nach 2. Klamm 4,2 km WW II-III (IV, III+, IV)

111,8 Hausstrecke E nach 3. Klamm 1,8 km WW II (III)

110,0 Koritnica - Cezsoca A/E Mündung Koritnica 3,0 km WW II (III)

107,0 Hausfrauenstrecke A/E Str.-Brücke
Cezsoca
5,0 km WW I-II

102,0 Log Cezsoški - Srpenica I A/E Str.-Brücke Log Cezsoški 2,5 km WW I-II

99,5 Srpenica I - Kieswerk E vor Srpenica (S I) 2,0 km WW I-III

97,5 Friedhofstrecke E nach Srpenica
(S II), Kieswerk
3,0 km WW III (+)

94,5 Slalomstrecke A/E Ortsanfang Trnovo 0,7 km WW IV

93,8 Große Schlucht A Ortsende Trnovo 1,8 km WW IV-V

92,0 Abseilstrecke E Blaue Lagune 4,4 km WW III-IV

87,6 Kobarid - Tolmin A/E bei Kobarid 14,6 km WW I

73,0
A bei Str.-Brücke Tolmin







Nach den geltenen Regeln ist eine Befahrung der Soca erst ab der 2. Klamm und die hinzufließenden Koritnica (s. auch diese Flussbeschreibung) erst ab der Festung Kluze in der Zeit vom 15. März bis 31.Oktober sowie nur zwischen 9 und 18 Uhr gestattet. Die Befahrungsregeln gelten bis zum Ort Tolmin. Es sind ausschließlich die auf den Tafeln vor Ort dargestellten offiziellen Ein- bzw. Ausstiegstellen (s. Übersicht oben) zu benutzen. Die Zuflüsse Boka, Ucja, Tolminka und Idrijca sind ganzjährig gesperrt.

Seit Sommer 2000 werden an der Soca und der Koritnica Gebühren für die Befahrung erhoben. Die Gebühren werden u.a. für die Instandhaltung der Treppenstufen und der Parkplätze an den Ein- und Ausstiegstellen verwendet werden. Die entsprechenden Tickets z.B. für Kajaks können als Tageskarte für 3 Euro, als Wochenkarte für 16 Euro und als Jahreskarte für 30 € (Stand 2018) in der Touristikinformation von Bovec (täglich bis 17 Uhr geöffnet), aber auch an etlichen weiteren Stellen, z.B. den Campingplätzen, (s. Regeln) im Socatal gekauft werden. Bei evtl. Kontrollen an den Ein- und Ausstiegstellen sind diese vorzuzeigen.


Übersicht zu den Wasserständen der einzelnen Abschnitte
(Bezugswerte in cbm/sec; Stand Juni 2018)











Abschnitt

Pegel


Mindest-
wasser
Niedrig-
wasser
Miittel-
wasser
Hoch-
wasser











2. Klamm bis 3. Klamm
Kršovec / Soča
8 10 18 30

3. Klamm bis Koritnica

Kršovec / Soča


7

10

18

30



Koritnica bis Čezsoča

Kršovec / Soča


5

8,5

18

30



Čezsoča bis Srpenica I

Log Čezsoški / Soča
8 15
40 100

Friedhofstrecke

Log Čezsoški / Soča



12

28

60



Slalomstrecke

Log Čezsoški / Soča



12

28

60



Abseilstrecke

Log Čezsoški / Soča



12

28

60


Die inzwischen vier Campingplätze (> N 46° 19' 50.5'', E 13° 34' 25.0'') an der Mündung der Koritnica, ca. 2 km südöstlich von Bovec, bieten sich als idealer Standort für die Befahrung der Soca und der kleinen Koritnica an. Falls nur die unteren Abschnitte der Soca befahren werden sollen, z.B. im Hochsommer, ist vielleicht auch einer der beiden Campingplatz nordöstlich von Kobarid, beidseitig der Abseilstrecke der Soca, interessant. Wenn möglich, sollte man die Soca und die Koritnica über die Pfingsttage und in den Sommerferien von Bayern und NRW meiden.

Soca-Karte

Abschnitt:

Obere Soca - Befahrung verboten!


Str.-Brücke unterhalb Trenta - 2. Klamm

Länge u. Schwierigkeit:

6,7 km WW II u. II-III (IV+, VI)

DKV-km:

km 125,7 - km 119

Befahrbarkeit:

meist bis Mitte Juni

Landschaftsbewertung:

1


Achtung! Ab Sommer 2000 war dieser Abschnitt der Soca für eine Befahrung vorübergehend wieder freigegeben. Leider ist dieser Abschnitt seit 2004 wieder gesperrt. Wer hier dann erwischt wird, muss mit einer Strafe von ca. 125 Euro rechnen. Das ganzjährige Fahrverbot oberhalb der zweiten Klamm erfolgte zum Schutz des Nationalparks und der Fischfauna.

Nachfolgend wird dieser Abschnitt dennoch kurz beschrieben. Vielleicht wird er ja irgendwann einmal dieser Abschnitt doch wieder für eine Befahrung freigegeben.

Mai 2002 - Der Einstieg zu dieser sehr lohnenswerten Tour erfolgt an der Straßenbrücke ca. 1,5 Kilometer unterhalb von Trenta bzw. Na Logu. Am rechten Ufer befindet sich hier ein großer Parkplatz. Die Kajaks müssen von hier eine kleine Uferbefestigung zum Fluss hinuntergereicht werden.

Die Fahrt beginnt zunächst leicht mit kleinen Schwällen und leichter Verblockung (siehe Bild unten; WW II).

Nach ungefähr 2 Kilometern folgt dann auf 300 m das schwerste Stück der Oberen Soca, eine s-förmige Passage mit schwerer und etwas unübersichtlicher Verblockung (WW IV-IV+). Riesige Felsblöcke versperren die Sicht (s. nachfolgende 3 Bilder).

Aufgrund der schmalen Durchfahrten zwischen den großen Felsblöcken ist hier präzises Fahren erforderlich.

Je nach Wasserstand und Fahrkönnen ist evtl. eine Erkundung der Durchfahrt durch dieses Labyrinth erforderlich. Eine gute Aussicht hat man dabei von einer Hängebrücke, die sich am Ende dieses Labyrinthes befindet. Am besten, man sieht sich diese Passage schon auf der Anfahrt zur Einstiegstelle an.

Danach wieder leichtes Wildwasser mit vereinzelnd auch mäßig-schwerer Verblockung (s. Bild unten) in wunderschöner Landschaft (WW II u. II-III).

Ungefähr etwas mehr als 3 Kilometer hinter dem vorgenannten schweren Abschnitt folgt dann der Eingang zur `1. Socaklamm´ (s. Bild unten). Die Klamm taucht etwas unvermittelt am Wasserhorizont auf, ist aber bei ein wenig Aufmerksamkeit gut zu erkennen. Es handelt sich hierbei um einen niedrigen, etwas gewundenen Felskanal, der in der Regel unfahrbar ist. Bei einem höheren und optimalen Wasserstand kann sie evtl. auch schon mal fahrbar werden, bedeutet dann aber mindestens WW V!

Die Klamm wird am linken Ufer über einen Pfad, der hinter einer querenden Straße in einen Weg übergeht, ca. 200 m bis auf Höhe eines Wohnhauses bzw. eines Zuflusses, der kleinen Vrsnica, umtragen (s. Bild unten, der Einstieg). Danach wieder wie zuvor Wildwasser II u. II-III.

Ungefähr 2 Kilometer nach der `1. Socaklamm´ sollte dann beim Auftauchen einer langen Betonstützmauer am rechten Ufer einer großen Linkskurve des Flusses die Fahrt noch vor der Stützmauer am rechten Ufer beendet werden. Die Boote können dort über die Straße zu einem Lagerplatz getragen werden.

Nach dieser Betonmauer wird der Ausstieg immer schwieriger. Alsbald beginnt dann auch die `2. Socaklamm´, deren Eingang unfahrbar ist.

Da zur Fortsetzung der Fahrt auf der Oberen Soca die Klamm mindestens auf 800 m weit Umtragen werden muss, ist es zumeist sinnvoller dieses Stück mit dem Auto zu umsetzen oder den nachfolgenden Abschnitt erst an einem der nächsten Tage zu befahren.

Abschnitt:

2. Klamm - 3. Klamm

Länge und Schwierigkeit:

4,2 km WW II-III (IV, III+, IV)

DKV-km:

km 116 - km 111,8

Befahrbarkeit:

meist bis Juli

Landschaftsbewertung:

1


Juni 2018 - Der übliche Einstieg für eine Wildwassertour auf der oberen Soca erfolgt direkt unterhalb der nicht fahrbaren `2. Socaklamm´. Der Ausgang der Klamm wird erreicht, indem man mit dem Auto von Bovec die Soca flussaufwärts bis Podklanec fährt und direkt hinter der kleinen Ansiedlung rechts ins Lepena-Tal abzweigt. Ungefähr zweihundert Meter nach dem Überqueren der Soca wurde ein großer Parkplatz (> N 46° 20' 07.0'', E 13° 38' 44.5'') für Paddler u.a. angelegt.

An der großen Kiesbank kann die Wildwassertour bequem gestartet werden. Bei niedrigen Wasserständen ist die Strömung im unteren Teil der Klamm so gering, dass man es nicht versäumen sollte, soweit wie möglich noch flussaufwärts in die sehenswerte `2. Socaklamm´ hineinzufahren (s. Bild unten, vom unteren offenen Teil der Klamm, hier bei Niedrigwasser). Hierzu muss man aber wegen der Strömung vor dem oberen Anfang der Kiesbank einsteigen.

Auf den nächsten 2 Kilometern fliesst die Soca nun zunächst durch ein offenes Tal bei nur sehr geringen Schwierigkeiten (WW I-II; s. Bild unten).


Unmittelbar an der zweiten kleinen Brücke taucht dann eine stark verblockte, teilweise etwas unübersichtliche, rund 300 m lange Passage auf, der `Festungskatarakt´ (bei Mittelwasser WW IV).

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Kurz nach Beginn befindet sich eine etwas schwierig anzufahrende Engstelle, der `Schlitz´ (s. Bild rechts, im Bildmittelpunkt; hier bei Niedrigwasser, Blick von der Hängebrücke).

Am linken Ufer führt übrigens ein schmaler Pfad zu einem ehemaligen Bunker aus den beiden Weltkriegen empor (Taschenlampe mitnehmen!), daher wird der Katarakt gelegentlich auch als `Bunkerschwall´ bezeichnet - auch wenn das Wort Schwall etwas irreführend ist.

Gerade mit längeren Kajaks ist es aufgrund der davor liegenden Felsblöcke nicht so einfach den `Schlitz´ von links anzufahren und zu durchfahren. In der engen Durchfahrt befindet sich zusätzlich ein Abfall (s. Bild unten; bei Mittelwasser). Bei einer halbwegs guten technischen Fahrweise dürfte die Stelle aber kein Problem darstellen.

Bei schlechten Wasserständen kann ggf. auch hier an der Hängebrücke (> N 46° 20' 07'', E 13° 38' 44") die Paddeltour begonnen werden oder evtl. auf der Anfahrt zur Einstiegstelle der Katarakt schon mal besichtigt werden.

Danach geht die Passage mit stärkerer Verblockung zunächst noch weiter (s. Bild unten; bei Mittelwasser). Ein weiterer Abfall kann so grad vom Kajak und Kehrwasser übersehen werden.

Nach diesem Katarakt wird die Soca wieder etwas offener. Einzelne Schwälle und mäßig-schwere Blockpassagen wechseln sich nun ab (WW II-III). Gelegentlich finden sich hier auch ein kleine Syphone, die aber alle bei ein wenig Aufmerksamkeit immer gut umfahren werden können.

Später, nachdem sich der Fluss der linken Bergflanke genähert hat, sollte die Fahrt zunächst kurz am rechten Ufer unterbrochen und die folgende Situation besichtigt werden. Es folgt der `Felssturzkatarakt´ (WW III+; s. Bild unten, hier bei Niedrigwasser). Die scharfkantigen Steine, eine bei niedrigen Wasserständen etwas steckgefährliche Stufe am Anfang und eine stark angeströmte Felsplatte am rechten Ende, sind hier nicht zu unterschätzen.


Falls notwendig kann die Stelle etwas mühsam über die Felsen am rechten Ufer umhoben werden.

Nach einiger Zeit schönen, wenn auch eher leichten Wildwassers taucht dann relativ überraschend die 150 m lange `3. Socaklamm´ (WW IV) auf, die vor einer evtl. Befahrung zumindest von der mittig oberhalb befindlichen Hängebrücke besichtigt werden sollte.

Davor verläuft am linken Ufer eine langgezogene schmale Kiesbank mit kaum ausgeprägten Kehrwassern. Hier sollte rechtzeitig ausgestiegen werden. Wer die Klamm umtragen möchte, trägt hier die Kajaks am Ende der Kiesbank über einen kleinen Pfad um die Klamm herum. Um nach dem Umtragen einen direkten Zugang zum Fluss zu erlangen, d.h. ohne Klippenstart, muss man auf den letzten Metern der Umtragung etwas am Hang hinauf- und anschließend zum Fluss wieder hinabklettern.

Seit Anfang 2018 gibt es übrigens auch noch eine etwas bequemere Möglichkeit die Klamm zu umtragen. Am rechten Ufer, kurz vor dem Eingangsabfall der Klamm, hat ein Erdrutsch einen alten begehbaren Tunneleingang freigelegt (Achtung: Betretung ohne Gewähr bzgl. Gefahren!).

Hierzu kurz vor dem Abfall am rechten Ufer eines der letzten kleinen Kehrwasser anfahren, dann die Kajaks - leider auch etwas mühsam, aber nur ein kurzes Stück - bis zu dem Tunneleingang tragen. Der 150 m lange Tunnel ist zwar sehr uneben, kann aber bei hellem Wetter so eben grad auch ohne Stirnlampe begangen und die Kajaks können bequem hinter sich hergezogen werden.

Da das mittlere Drittel doch etwas Dunkel ist und die Pfützen in dem unebenen Boden manchmal bis zu 15 cm tief sein können, ist natürlich eine Stirnlampe o.ä. etwas besser. Am Tunnelausgang können die Kajaks ganz bequem wieder ins Wasser gelegt werden.

Am Eingang der Klamm fällt das Wasser von rechts nach links einen schwierig zu fahrenden Abfall hinunter (s. Bild oben, bei Mittelwasser). Die Schwierigkeiten des Eingangsabfalls sind dadurch gekennzeichnet, dass die linke Hälfte der Strömung direkt auf einen überstehenden Fels (Felsnase) zieht, die rechte Hälfte der Strömung auf einen nur knapp überspülten Stein. Bei höheren Wasserständen wird die Einfahrt etwas leichter. Dann reduziert sich die Höhe des Eingangsabfalls und der überspülte Stein wird gut überfahrbar. Auf der anderen Seite wird dann aber der zweite Teil der Klamm, die `Bobbahn´, schwieriger.

In der nach dem Eingangsabfall folgenden ersten Hälfte der Klamm sind die Schwierigkeiten eher gering. Bei Niedrigwasser (s. Bild oben, Blick von der Hängebrücke) kann ein Schwimmer am Ende sogar das Boot ausleeren und wieder besteigen. Bei Mittelwasser und Hochwasser ist dieses nicht möglich! Aufgrund der steilen Felswände ist ein Fahrtabbruch hier und in der gesamten Klamm auch nicht machbar.

Nach der ersten Hälfte der Klamm folgt die 80 m lange, tief eingekerbte und windungsreiche `Bobbahn´ mit starkem Presswasser und schräg stehenden Walzen (s. Bild unten; bei Mittelwasser).

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Hier sollte besser nicht geschwommen werden, da dieser Klammteil etliche Meter tief ist und viele Auskolkungen unter Wasser hat! Das Oberflächenwasser der `Bobbahn´ wird an einigen Stellen abgesaugt und gelangt erst etliche Meter weiter flussabwärts wieder an die Oberfläche.

Unter Wasser sind auch Verholzungen nicht auszuschließen.

Aufgrund dieser Gefahr wird die `3. Socaklamm´ von den meisten Kajakfahrern, auch erfahrenen Paddlern, grundsätzlich nicht mehr befahren.

Nach dem Ende der Klamm beruhigt sich vorübergehend das Wasser in dem nun wieder breiteren Flussbett. Nach dem Umtragen kann am linken Ufer mit einem Klippenstart (s. Bild unten) oder einige Meter weiter auf Wasserniveau die Tour wieder fortgesetzt werden. Wer die Klamm durch den Tunnel umgeht, taucht auf der gegenüberliegenden Seite am Tunnelausgang auf (s. Bild unten, links Tunnelöffnung).


Hinweis: Alle Infos basieren auf der letzte Befahrung am 21. Juni 2018 und sind ebenso wie alle Fotos von Mathias Dieckmann. An diesem Tag war bis auf den Felssturzkatarakt alles befahrbar. Die Klamm am Ende wurde nicht befahren. Die Fotos zu diesem Abschnitt sind teilweise vom 21. Juni 2018, teilweise noch vom 15. Juni 2008.

Abschnitt:

Hausstrecke


3. Klamm - Mündung Koritnica

Länge und Schwierigkeit:

1,8 km WW II (III)

DKV-km:

km 111,8 - km 110

Befahrbarkeit:

meist ganzjährig

Landschaftsbewertung:

1


Juni 2018 - Wenn der Abschnitt oberhalb der `3. Socaklamm´ aufgrund zu niedriger Wasserstände nicht fahrbar ist, kann die Wildwassertour auch direkt unterhalb der `3. Socaklamm´ begonnen werden.

Die Einstiegstelle wird von einem kleinen Parkplatz (> N 46° 20' 01.0'', E 13° 35' 27.5'') neben einer alten hölzernen Materialseilbahnstation über einen stellenweise steilen Pfad erreicht. Dieses auffällige Holzbauwerk liegt an der Straße ins obere Socatal und wird 2 Kilometer nach der Koritnica-Brücke bzw. kurz hinter dem Ort Kal-Koritnica erreicht. Der Pfad führt am rechten Flussufer zum Ausgang der Klamm (s. Bild unten, bei Mittelwasser).

Die 1,8 Kilometer lange Strecke bis zur Koritnica-Mündung ist ideal zum Spielen und Trainieren, WW II (III). Ruhigere Strömungsabschnitte (s. Bild unten, bei frühsommerlichem Niedrigwasser) werden immer wieder von übersichtlichen, nicht allzu schweren Schwällen unterbrochen (s. Bild oben, bei Schmelzwasser und mittlerem Wasserstand im Mai).


Einzig der sogenannte `Frauenschlucker´, ein breiter dunkler Felsblock auf der rechten Flusshälfte (s. Bild oben, der `Frauenschlucker´ von hinten), erfordert bei Mittelwasser oder mehr ein wenig mehr Aufmerksamkeit, da das Wasser der Soca hier genau auf die Wand zuströmt und die äußere Ecke der Wand etwas unterspült ist. In der Innenkurve steht aber ein großes Kehrwasser zur Verfügung.

Nach einigen Schwällen und leichten Verblockungen folgt dann viel zu schnell die Mündung der Koritnica, eine mögliche Ausstiegstelle. Hier ist zunächst noch die stärkere Strömung der einmündenen Koritnica zu queren, um die auf der anderen Flussseite liegende Kiesbank zu erreichen. Wer dieses hier bei höheren Wasserständen nicht schafft, kann die Tour notfalls auch noch nach den Felsen am rechten Ufer, 50 m weiter flussabwärts, beenden.

Hinweis: Alle Infos basieren auf der letzte Befahrung am 21. Juni 2018 und sind ebenso wie alle Fotos von Mathias Dieckmann. An diesem Tag war alles befahrbar. Die Fotos zu diesem Abschnitt sind teilweise vom 21. Juni 2018, teilweise noch vom 15. Juni 2008.

Abschnitt:

Mündung Koritnica - Str.-Brücke Cezsoca

Länge und Schwierigkeit:

3 km WW II (III)

DKV-km:

km 110 - km 107

Befahrbarkeit:

meist ganzjährig

Landschaftsbewertung:

1-2


Juni 2018 - An und in der Nähe der Koritnica-Mündung (> N 46° 19' 49.0'', E 13° 34' 31.0'') liegen vier Campingplätze. Wer sein Standquartier auf einen der oberen Campingplätze hat, muss die Kajaks über eine steile, schmale Straße des Campingplatzes Kowacz zur Mündung der Koritnica hinuntertragen. Vom Camping Liza kann man alternativ auch am oberen oder unteren Ende des Platzes die Fahrt auf der Koritnica beginnen und dann noch ein paar hundert Meter auf der Koritnica mitnehmen.

Aufgrund der Lage, der Anzahl und der Größe der Campingplätze ist über die Feiertage und den Ferien hier an der Mündung der Koritnica und auf den folgenden 200 m (s. Bild unten; bei gutem Niedrigwasser) der Andrang der Anfänger am größten. Tausende von Kajakfahrern haben hier in den kleinen Stufen, Wellen und Walzen in der Vergangenheit ihre ersten Wildwasser- und unfreiwilligen Schwimmübungen absolviert.

Auch der erste nachfolgende Kilometer ist landschaftlich wunderschön (WW II). In einer kleinen Flussausbuchtung am linken Ufer (s. Bild unten, linker Rand, hier bei Niedrigwasser) rieseln kleine Schleierwasserfälle über das Moos der steilen Felswand.
Dann wird der Flussraum schnell breiter (s. Bild unten; bei einem Wasserstand zwischen Mittel- u. angehendem Hochwasser).

Nach einer Rechtskurve folgt zunächst ein leicht verblockter Schwall, nach der zweiten Rechtskurve ein breiter, langer, leicht bis mäßig-schwer verblockter Schwall (s. Bild unten, der Anfang des Schwalls; bei einem Wasserstand zwischen Mittel- u. angehendem Hochwasser). Zum Ende des wieder schmaler werdenden Schwalls endet dieser mit hohen wuchtigen Wellen (insgesamt WW III).

Die verbleibenden 500 m bis zur linksufrigen Ausstiegsstelle an der Brücke von Cezsoca bieten dann keine Schwierigkeiten mehr.

Hinweis: Alle Infos basieren auf der letzte Befahrung am 21. Juni 2018 und sind ebenso wie alle Fotos von Mathias Dieckmann. An diesem Tag war alles befahrbar. Die Fotos zu diesem Abschnitt sind vom 21. Juni 2018, vom 18. u. 19. Juni 2008. Das erste ist noch älter.

Abschnitt:

Hausfrauenstrecke


Str.-Brücke Cezsoca - Str.-Brücke Log Cezsoški

Länge und Schwierigkeit:

5 km WW I-II

DKV-km:

km 107 - km 102

Befahrbarkeit:

meist ganzjährig

Landschaftsbewertung:

1-2


Juni 2018 - Die beliebte Einsteigerstrecke und ein Muss für alle Kajakschulen mit Anfängern am ersten Tag ist der Abschnitt zwischen der Brücke von Cezsoca und der Brücke von Log Cezsoški. Ein sportlicher Wanderflussabschnitt mit einzelnen leichten Kiesbankschwällen. Jeder Schwall ist gut vom Kajak oder auch evtl. Canadier überschaubar.

Von den Campingplätzen an der Koritnica-Mündung wird diese Brücke erreicht, indem man zunächst in Richtung Bovec, dann aber noch 100 m vor Erreichen der Umgehungsstraße nach links in Richtung Cezsoca abbiegt. Die Einstiegstelle liegt am linken Ufer direkt an einem großen Parkplatz (> N 46° 19' 28.0'', E 13° 33' 11.5'') unmittelbar hinter der Brücke. Etwas weiter an der Straße befindet sich übrigens der Kanushop der Firma Prijon mit Cafe.

Der Fluss verläuft auf diesem Abschnitt die ganze Zeit in einem sehr breiten Tal und Flussbett (s. Bild unten, bei leicht angehendem Hoichwasser). Unvergessen bleibt das unbeschreibliche Panorama auf die umliegenden Berge! Auch wenn das Wasser zum Schwimmen sehr einladend aussieht, die Farbe fast schon kitschig wirkt, die Wassertemperatur liegt hier im Mai-Juni bei nur 8-9 Grad Celsius.

Kurz vor der nächsten Ein- bzw. Ausstiegstelle sollte rechts vom Fluss in der Ferne der eindrucksvolle riesige Boka-Wasserfall (s. Bild unten) nicht übersehen werden.

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Ausgestiegen wird unter der Brücke von Log Cezsoški am rechten Ufer (s. Bild oben, Blick von der Brücke flussaufwärts; hier bei Niedrigwasser).

Bei mittleren und höheren Wasserständen befindet sich übrigens direkt vor der Ausstiegstelle im linken Drittel des Flusses noch ein wuchtiger Schwall mit hohen Wellen (WW III). Dieser kann aber gut auf der rechten Hälfte des Flusses umfahren werden.

Von der großen Kiesbank vor und unter der Brücke führt ein Weg zum oben an der Talstraße liegenden größeren Parkplatz.

Wer vor Ort einen Blick auf den für die Soca maßgeblichen Pegel werfen möchte, findet die Pegelanlage am linken Ufer direkt neben der Brücke.

Hinweis: Alle Infos und die ersten beiden Fotos zu diesem Abschnitt basieren auf den 18. u. 19. Juni 2008 und sind von Mathias Dieckmann. Auf diesem Abschnitt war alles durchgehend befahrbar. Die wildwassertechnischen Bewertungen beziehen sich auf mittlere Wasserstände.

Abschnitt:

Str.-Brücke Log Cezsoški - Srpenica I

(vor Srpenica)

Länge u. Schwierigkeit:

2,5 km WW I-II

DKV-km neu:

km 102 - km 99,5

Befahrbarkeit:

meist ganzjährig

Landschaftsbewertung:

2


Juni 2018 - Die Brücke von Log Cezsoški liegt etwa 5 Kilometer südwestlich von Bovec in Richtung Zaga und Kobarid, kurz hinter der Brücke, die über das zumeist nur wenig Wasser führende Flussbett des Boka-Wasserfalls führt. Kurz vor der Brücke liegt links ein größerer Parkplatz (> N 46° 18' 57.0'', E 13° 29' 39.5''), von dem ein kurzer Weg zum Fluss hinunterführt. Oft wird diese Ein- und Ausstiegestelle auch als `Zaga´ bezeichnet.

Wie auf dem Abschnitt vor der Bücke von Log Cezsoški fließt die Soca hier in einem breiten Flussbett ohne besondere Schwierigkeiten (WW I-II).

In der Regel dient dieser 2,5 Kilometer lange Abschnitt nur dem Einfahren, bevor nach der nachfolgenden Einstiegstelle Srpenica I die Schwierigkeiten ganz allmählich größer werden.


Ebenso wie auf dem vorherigen Abschnitt wechseln sich auch hier längere ruhigere Stücke (s. Bild unten, bei gutem Niedrigwasser) mit wenigen Schwällen ab (s. Bild oben, bei gutem Niedrigwasser).


Hinweis: Alle Infos und Fotos sind von der letzten Befahrung am 22 Juni 2018 und von Mathias Dieckmann. Alles war durchgehend befahrbar. Die wildwassertechnischen Bewertungen beziehen sich auf mittlere Wasserstände.

Abschnitt:

Srpenica I (vor Srpenica) - Srpenica II (Kieswerk)

Länge u. Schwierigkeit:

2 km WW I-III

DKV-km neu:

km 99,5 - km 97,5

Befahrbarkeit:

meist ganzjährig

Landschaftsbewertung:

1-2


Juni 2018 - Der Parkplatz (> N 46° 17' 44.5'', E 13° 29' 34.0'') für diese Einstiegstelle liegt 500 m westlich/flussaufwärts des Dorfes Srpenica direkt an der Talstraße Bovec - Kobarid. Von hier kann man zum Abladen der Kajaks noch 500 Meter über einen kleinen Fahrweg bis zum Fluss fahren. Die PKW´s müssen danach aber leider wieder zum Parkplatz zurückgebracht werden! Oft wird daher nicht hier sondern schon am Einstieg Log Cezsoški die Paddeltour begonnen.

Nach Fahrtbeginn an dieser Einstiegstelle verengt sich ganz langsam das Tal (s. Bild unten, alle drei nachfolgenden BIlder zwischen NW und MW) ....


.... und die Verblockung nimmt langsam zu (WW I-III).

Gelegendlich liegen nun große Felsblöcke im Flussbett. Diese sind jedoch alle gut zu umfahren.

Wer hier am Anfang der Großen Socaschlucht schon überfordert ist, sollte besser am nachfolgenen alten `Kieswerk´ (Srpenica II) die Tour beenden und das Boot etwas schweißtreibend zur Straße hochtragen. Diese Ausstiegstelle ist gekennzeichnet durch eine scharfe aber doch breite Linkskurve, die am Ende der Kurve unmittelbar in ein stark verblocktes Gefällstück übergeht. In der rechten Außenkurve gibt es aber einen sehr großen ruhigen Gumpen, an dem sich der Ausstieg befindet. Oft wird hier auch Pause gemacht. Von hier führt ein über 400 m langer Weg zum oben an der Straße liegenden Parkplatz.

Dieser Parkplatz (> N 46° 17' 00.5'', E 13° 31' 22.0'') liegt, von Bovec kommend, ca. 2 Kilometer hinter dem Dorf Srpenica bzw. 500 m hinter einem großen auffälligen Industriebetrieb. Ein weiterer Parkplatz befindet sich auf der anderen Straßenseite, ca. 50 m weiter in Richtung Kobarid.


Hinweis: Alle Infos und Fotos sind von der letzten Befahrung am 22. Juni 2018 und sind von Mathias Dieckmann. Der Abschnitt hatte an diesem Tag einen Wasserstand, der zwischen niedrig und mittel lag. Der Pegel Log Čezsoški zeigte 24,5 cbm/sec an. Alles war durchgehend befahrbar.  Die wildwassertechnischen Bewertungen beziehen sich auf mittlere Wasserstände.

Abschnitt:

Friedhofstrecke


Srpenica II (Kieswerk) - Ortsanfang Trnovo

Länge u. Schwierigkeit:

2,8 km WW III (+)

DKV-km neu:

km 97,5 - km 94,5

Befahrbarkeit:

meist ganzjährig

Landschaftsbewertung:

1-2


Juni 2018 - Ab dem großen Gumpen beim Kieswerk (Srpenica II) beginnt das Kernstück der Unteren Soca, die beliebte `Friedhofsstrecke´. Eine fast 3 Kilometer lange, stark verblockte, teilweise auch wuchtige, mit schönen Kehrwässern, kleinen Stufen, Gumpen, Wellen, Walzen sowie Verschneidungen versehene Wildwasserstrecke. Alles in einem tiefen, sattgrünem Tal. Auf einige unterspülte Felsen bzw. Syphone ist ein wenig aufzupassen. Die nachfolgenden Bilder dieses Abschnittes wurden bei einem Wasserstand aufgenommen, der zwischen niedrig und mittel lag (Pegel Log Cezsoski 19,7 cbm/sec).


Die Schwierigkeiten liegen durchgehend um WW III. Die schwierigsten  Passagen können immer so grad eben mit langem Hals überschaut werden.


Die `Friedhofstrecke´ der Soca ist eine der interessantesten Wildwasserstrecken Europas! Obwohl die `Friedhofsstrecke´ eigentlich recht kurz ist, kann man sich auf diesem Stück durchaus 4-5 Stunden aufhalten, denn es gibt Spielstellen satt!



Bei einigen wenigen Stellen ist die einfachste Durchfahrt zunächst nicht erkennbar (s. Bild unten). Beim Näherkommen wird dann aber immer noch rechtzeitig die beste Fahrroute erkennbar.

100 m vor der hoch gelegenen und breiten Hängebrücke wird schließlich am rechten Ufer die Ausstiegstelle an einer Kiesbank erreicht. Ein Weg führt zu dem großen Raftparkplatz mit Cafe/Kneipe bei Trnovo hinauf.

An die Hängebrücke sollte nicht zu nah herangefahren werden, da die bald stärker werdende Strömung einen sonst in die nachfolgende Slalomstrecke hineinzieht.


Hinweis: Alle Infos sind von der letzten Befahrung am 22. Juni 2018 und sind von Mathias Dieckmann. Die Fotos sind vom 20. Juni 2018. Am Tag der Fotos zeigte der Pegel Log Čezsoški 19,7 cbm/sec an. Alles war durchgehend befahrbar. Die wildwassertechnischen Bewertungen beziehen sich auf mittlere Wasserstände.

Abschnitt:

Slalomstrecke


Ortsanfang Trnovo - Ortsende Trnovo

Länge u. Schwierigkeit:

0,7 km WW IV

DKV-km neu:

km 94,5 - km 93,8

Befahrbarkeit:

meist ganzjährig

Landschaftsbewertung:

1-2


Juni 2018 - Im Vergleich zur `Friedhofsstrecke´ ist die Slalomstrecke noch einen Schwierigkeitsgrad schwerer. Eine Stufe und kräftige Walze reiht sich an die andere. Dennoch sind die Abstände bei niedrigen oder nicht zu hohen mittleren Wasserständen zumeist so groß, dass immer noch so grad Zeit für eine Beurteilung der nächsten Stelle bleibt.

Die gesamte Strecke lässt sich sehr gut zuvor über einen kleinen Weg am rechten Ufer aus besichtigen. Dieses ist auch anzuraten, da dann zugleich die schwersten Passagen besichtigt und die Ausstiegstelle erkundet werden kann.

Um zum Einstieg bzw. zum großen Raftparkplatz von Trnovo zu gelangen, fährt man von Zaga kommend unmittelbar am Ortsanfang von der Hauptstraße links ab auf eine kleine geteerte Straße, die nach einigen hundert Metern auf dem Raftparkplatz (> N 46° 17' 03.0'', E 13° 32' 55.5'') endet. Kurz vor der breiten Hängebrücke führt links ein Weg hinunter zum Fluss. Nach rechts führt der Weg zur Slalomstrecke hinunter und an dieser bis zum Ende längs.

Auf der Slalomstrecke werden regelmäßig nationale und internationale Wildwasserwettbewerbe ausgetragen. Die nachfolgenden Bilder wurden bei einem Wasserstand, der zwischen Mittel- und angehendem Hochwasser lag, aufgenommen.

Blick von der Hängebrücke auf den Beginn der Slalomstrecke (Bild oben).

Im weiteren Verlauf werden dann die Walzen wuchtiger. Die Abstände zwischen den Stufen und das Gefälle werden stärker (s. beide Bilder unten).

Der Ausstieg am Ende der Slalomstrecke 700 m nach der Hängebrücke sollte auf keinen Fall verpasst werden. Vom Fluss selber ist diese Stelle nur durch Kenntnis an einer etwas lichteren Begrünung der steilen Uferböschung am rechten Ufer bzw. an den Resten einer gesprengten Steinbrücke zu erkennen.

Hier am rechten Ufer liegt oberhalb der steilen Hanges ein kleiner Parkplatz, zu dem die Kajaks etwas mühevoll über einen kleinen Trampelpfad mit teilweise kleinen Holzstufen hochgetragen werden können. Der Parkplatz (> N 46° 16' 57.0'', E 13° 33' 17.0'') wird über eine kleine unauffällige Straße erreicht, die im Ort Trnovo von der Hauptstraße zwischen den engstehenden Häusern (Hausnummer 11) hindurch in die Nähe des Flusses führt. Mancher trägt aber sein Kajak auch über dem Uferpfad bis zum Raftparkplatz wieder zurück und befährt den Abschnitt wiederholt.

Hinweis: Alle Infos sind vom 22. Juni 2018 und von Mathias Dieckmann. Die Bilder dieses Abschnittes wurden irgendwann vor 2008 aufgenommen.

Abschnitt:

Große Schlucht


Ortsende Trnovo - Blaue Lagune

Länge und Schwierigkeit:

2,0 km WW IV-V

DKV-km neu:

km 93,8 - km 92

Befahrbarkeit:

meist ganzjährig

Landschaftsbewertung:

1


Unmittelbar nach dem Ende der eigentlichen Slalomstrecke beginnt ein sehr gefährlicher Abschnitt der Soca. Auf 2 Kilometer folgen schweres bis schwerstes Wildwasser zwischen großen teilweise unterspülten Felsblöcken.

Bei sommerlichen Niedrigwasserständen sind die Schwierigkeiten hier etwas geringer. Aber auch dann sind es nicht so sehr die wildwassertechnischen Schwierigkeiten, die hier das eigentliche Problem darstellen, sondern die vielen sichtbaren und unsichtbaren Syphone!

Von einer Befahrung wird daher im Prinzip abgeraten! Wer den Abschnitt dennoch unbedingt befahren möchte, sollte unbedingt bei Wildwasserpaddlern mitfahren, die diesen Abschnitt sehr gut kennen!

Abschnitt:

Abseilstrecke


Blaue Lagune - Kobarid

Länge und Schwierigkeit:

4,4 km WW III-IV

DKV-km neu:

km 92 - km 87,6

Befahrbarkeit:

meist ganzjährig

Landschaftsbewertung:

1


Juni 2018 - Auch sehr beliebt ist die unterste Wildwasserstrecke der Soca, die `Abseilstrecke´. Wie der Name aus den 80´er-Jahren schon sagt, konnte hier früher das Boot teilweise nur mit Hilfe von Seilen zur Einstiegstelle am Fluss heruntergelassen werden. Vor einigen Jahren haben die Slowenen dankenswerterweise durch den Bau von Stufen den Abstieg deutlich erleichtert. Dennoch, es sind rund 120 schweißtreibende Höhenmeter zu überwinden!

Um zur Einstiegstelle zu gelangen, fährt man von Bovec in Richtung Kobarid. Etwa 1,5 Kilometer hinter dem Dorf Trnovo macht die Straße eine scharfe Kurve nach rechts. Kurz danach kann links auf einem inzwischen breiter angelegten Schotterstreifen bei einem auffälligen Strommast geparkt werden (> N 46° 16' 25.0'', E 13° 34' 14.0'').

Dem Forstweg, der hier flussabwärts hinunterführt, zunächst kurz folgen, schon bald aber links auf einen steilen Pfad abbiegen. Am Anfang ist der Weg noch gut ausgebaut (s. Bild rechts), später wird er immer steiler, ganz am Ende müssen die Kajaks noch über einige Felsblöcke gehoben werden.

Doch die Strapazen werden belohnt - sowohl landschaftlich als auch wildwassertechnisch!. Um sich abzukühlen, wird mancher zunächst ins eiskalte Wasser springen.

Direkt nach Fahrtbeginn geht es sofort los, mit starker Verblockung, wuchtiger Strömung und vielen Stufen (s. beide Bilder unten). Wer die erste Stufe (s. erstes Bild unten) noch auslassen möchte, kann auch erst direkt unterhalb dieser Stufe einsteigen.

Die nach dem ersten Bild folgenden Bilder dieses Abschnittes wurden bei einem Wasserstand aufgenommen, der zwischen niedrig und mittel lag (Pegel Log Cezsoski 19,2 cbm/sec).


Die Schwierigkeiten liegen auf der ersten Hälfte des Abschnittes bei WW III-IV. Ein herrlicher Naturslalom! Immer findet sich in dem Gewirr von Felsblöcken irgendwo eine gute Durchfahrt. Auf einzelne unterspülte Felsen sollte immer ein Auge geworfen werden!



Auch auf diesem Teil der Soca gibt es wieder eine Vielzahl von schönen Spielstellen und viele Kehrwasser. Nach 2,5 Kilometern werden die leichteren Abschnitte zwischen den nun nicht mehr ganz so schweren Stellen immer länger (WW II-III+).

Alsbald folgt hier am rechten Ufer und einige hundert Meter weiter auch am linken Ufer jeweils vom Ufer aus unauffällige Campingplätze.

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Ein paar hundert Meter nach dem zweiten Campingplatz wird schließlich eine schöne weiße Klamm erreicht (s. Bild rechts). Ab hier sind die Schwierigkeiten nur noch gering. Die Klamm endet mit der sogenannten `Napoleonbrücke´.

Nach dem Unterfahren der `Napoleonbrücke´ öffnet sich die Schlucht zu einem weiten Tal. Von dieser alten steinernen Brücke geht es dann zunächst noch rund 700 m weiter bis zu einem Parkplatz auf einer Wiese am linken Ufer (> N 46° 14' 36.5'', E 13° 35' 28.5''). Den Parkplatz erreicht man mit dem Auto über Kobarid. Direkt am Ortseingang an der Polizeiwache ganz scharf nach links abbiegen, der Straße bis zur `Napoleonbrücke´ folgen und dann immer rechts halten.

Hinweis: Alle Infos und Fotos (bis auf das zweite) sind von der letzten Befahrung am 21. Juni 2018 und von Mathias Dieckmann. Alles war durchgehend befahrbar. Die wildwassertechnischen Bewertungen beziehen sich auf mittlere Wasserstände.


Abschnitt:

Kobarid - Str.-Brücke Tolmin

Länge und Schwierigkeit:

14,6 km WW I (III)

DKV-km neu:

km 87,6 - km 73

Befahrbarkeit:

meist ganzjährig

Landschaftsbewertung:

2


Wer eine gemütliche bis leicht sportliche Wandertour bei schnell fließendem Wasser machen möchte, kann von hier noch rund 14,6 Kilometer bis zur großen Straßenbrücke von Tolmin paddeln.

Auf einen langen verblockten Schwall (WW III) auf der Hälfte zwischen den Orten Kamno und Tolmin (rund 2,5 Kilometer vor dem Austieg) ist hinzuweisen. Links kann man ein gutes Stück reinfahren, dann anlanden und ansehen und ggf. umtragen.

Auf der kompletten Strecke ist jede Menge Stahl im Fluss und somit in Kehrwassern mit künstlichen Betonblöcken (Brückenreste) absolute Vorsicht geboten!

Eine Austiegsmöglichkeit befindet sich am rechten Ufer direkt nach der großen Straßenbrücke kurz vor Tolmin. Hier stehen auch Parkmöglichkeiten (> N 46° 10' 54'', E 13° 43' 03'') zur Verfügung.





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