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Radovna


Östliche Julische Alpen / Slowenien


Abschnitt:

Südlich Radovna - Vintgar

Länge und Schwierigkeit:

9,3 km WW I-III (IV)

DKV-km:

km 4 - km 13,3

Befahrbarkeit:

bis Mai

Landschaftsbewertung:

um 2


Kleiner im Wesentlichen leichter Fluss mit einigen zumeist fahrbaren Wehren im Osten des Triglav-Nationalparkes.

Wer im Frühjahr oder Frühsommer die bekannte Sava Bohinjka und die Sava Dolinka bei Bled zum Wildwasserfahren aufsucht, sollte auch bei der nahgelegenen Radovna vorbeischaun. Bei einem ausreichenden Wasserstand bietet das kleine Flüsschen abwechslungreiches, aber im Wesentlichen nur leichtes Wildwasser. Einige Wehre erfordern besondere Aufmerksamkeit.

Der kleine Fluß liegt am östlichen Rand der Julischen Alpen, einige Kilometer nordwestlich des bekannten Kurortes Bled. Er entspringt in ca. 1000 m Höhe direkt nordöstlich des 2864 m hohen Triglav.

Der übliche Einstieg befindet sich im landschaflich sehr schönen Radovnatal an der Holzbrücke (> N 46° 25' 49'', E 13° 56' 44'') der Talstraße ca. 1 Kilometer unterhalb der kleinen Ansiedlung Sr.Radovna. Der Ausstieg liegt an dem großen Parkplatz der Vintgar-Klamm. Im Anschluss an einer Befahrung der Radovna sollte nicht versäumt werden, die wildromantische, 1,5 Kilometer lange Vintgar-Klamm (WW IV-V) zu besuchen.

Die ausgeschilderte Vintgar-Klamm wird von Bled über die Dörfer Grad, Grinsce, Sp.-Gorje und Zg.Graben erreicht. Zur Einstiegstelle im Radovnatal fährt man über die Dörfer Zg.Graben, Sp.-Gorje, Zg.-Gorje und Krnica in Richtung Sr.Radovna.

Auf den ersten 4 Kilometern mäandriert die Radovna mit sehr leichtem Wildwasser (WW I) durch ein einsames und schönes Waldtal (s. beide nachfolgenden Bilder). Auf evtl. querliegende Bäume ist hier ein wenig aufzupassen.

Nach diesem ruhigen Beginn folgt das 1. Wehr (s. Bild unten, im Hintergrund). Dieses unfahrbare Wehr kann rechtzeitig erkannt und beidseitig umtragen werden. Zumeist wird hier ein Teil des Wassers auf einige hundert Meter umgeleitet.

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Unmittelbar nach diesem Wehr beginnt eine kurze, ca. 300 m lange Blockstrecke mit Schwierigkeiten je nach Wasserstand von WW IV-V, abfallend auf WW III (s. Bild rechts und unten).

Ein gute Gesamtübersicht erhält man von einer kleinen Brücke (s. Bild oben, im Hintergrund), die die Blockstrecke im ersten Drittel überspannt. Je nach Können kann der Wiedereinstieg frei gewählt werden. Hinsichtlich der Wahl einer geeigneten Einstiegstelle kann es evtl. sinnvoll sein, über die Brücke die Flussseite zu wechseln. Aufgrund der steilen Ufer ist der Einstieg teilweise etwas mit Klettern verbunden.

Nachdem die Verblockung wieder nachgelassen hat, geht es auf zwei Kilometern mit leichtem Wildwasser (WW II) wieder weiter durch das schöne, bewaldete Tal der Radovna (s. Bilder unten).

Nach einiger Zeit folgt beim Dorf Krnica das 2. Wehr (s. Bild unten). Dieses V-förmige Wehr ist ganz rechts zumeist gut befahrbar.

Auf den abschließenden 3,3 Kilometern bis zur Ausstiegstelle treten nun immer wieder Häuser von Siedlungen an den Fluss heran. Einzelne Wehre erfordern ein vorsichtiges Nähern und teilweise auch eine Besichtigung. Nach Angaben von anderen Paddlern sollen die Wehre teilweise ein wenig morsch sein - daher aufpassen!

Das anschließend auf dieser Strecke befindliche 3. Wehr ist bei nicht zu hohen Wasserständen zumeist rechts befahrbar (s. Bild unten).

Zwischen den Wehren steigern sich die wildwassertechnischen Schwierigkeiten nun auf bis zu WW II-III (s. Bild oben).

Das vorletzte bzw. 4. Wehr wurde schon mittig befahren, kann aber auch über den linken Flussarm umfahren werden - falls dieser nicht verholzt ist. Dieses Wehr kündigt sich durch eine unauffällige Flussteilung an. Direkt am Anfang des linken, nur 3-4 m breiten Flussarms folgt überraschend eine 1 m hohe Stufe, die anschließend von einer kurzen wuchtigen Blockstrecke ergänzt wird (WW III).

Hiernach dann vorübergehend eine schöne, aber nur kurze Schluchtstrecke (s. Bild unten).

Das darauf folgende 5. bzw. letzte Wehr vor dem Ausstieg, sollte wegen Eisen linksufrig umtragen werden (s. Bild unten).

Kurz danach wird die Straßenbrücke zur Vintgarklamm und anschließend am linken Ufer der große Parkplatz (> N 46° 23' 33'', E 14° 05' 04'') am Eingang der Vintgar-Klamm erreicht.

Im Anschluss an die Kajaktour und vor oder nach dem Besuch der Vintgar-Klamm bietet sich ein Besuch der Gaststätte neben der vorgenannten Straßenbrücke an.

Hinweis: Alle Infos und bis auf Foto Nr. 3 auch alle Fotos basieren auf den 17. April 2005. Foto Nr. 3 ist von Juni 1999. Der Fluss hatte an beiden Tagen einen niedrigen Wasserstand.




Bild Nr. 4 u. 5 von Reinhard Bölling

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