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Radovna


Östliche Julische Alpen / Slowenien


Abschnitt:

Südlich Radovna - Vintgar

Länge und Schwierigkeit:

9,3 km WW I-III (IV)

DKV-km:

km 4 - km 13,3

Befahrbarkeit:

bis Mai

Landschaftsbewertung:

um 2


Kleiner im Wesentlichen leichter Fluss mit einigen zumeist fahrbaren Wehren im Osten des Triglav-Nationalparkes.

Wer im Frühjahr oder Frühsommer die bekannte Sava Bohinjka und die Sava Dolinka bei Bled zum Wildwasserfahren aufsucht, sollte auch bei der nahgelegenen Radovna vorbeischauen. Bei einem ausreichenden Wasserstand bietet das kleine Flüsschen abwechslungreiches, aber im Wesentlichen nur leichtes Wildwasser. Einige Wehre erfordern besondere Aufmerksamkeit.

Der kleine Fluß liegt am östlichen Rand der Julischen Alpen, einige Kilometer nordwestlich des bekannten Kurortes Bled. Er entspringt in ca. 1000 m Höhe direkt nordöstlich des 2864 m hohen Triglav.

Ein Pegel mit Bezugswerten ist im Internet unter rivermap.ch zu finden. Der v.g. Pegel liegt jedoch an der Save. Ein Pegel mit cbm/s-Angaben nahe des Ausstieges auf der Radovna kann hier abgerufen werden. Dabei dürften hier 13,5 cbm/s einen sehr niedrigen Wasserstand am Einstieg und einen Wasserstand zwischen niedrig und mittel am Ausstieg bedeuten.

26.04.2019: Der übliche oberste Einstieg befindet sich im landschaflich sehr schönen Radovnatal an der Talstraße an einem kleinen Wehr mit Häuschen (> N 46° 25' 07'', E 13° 59' 01''). Hier wird ein großer Teil des Wasser abgeleitet und nach dem Häuschen wieder dem Bachlauf zugeführt. An dem Zuleitungskanal kann eingebootet und unterhalb dem Häuschen geparkt werden. Sollte hier der Wasserstand noch nicht ausreichend sein, kann auch weiter flussabwärts an einer geeigneten Stelle die Paddeltour begonnen werden.

Nach Angaben von einheimischen Paddlern von April 2019 soll eine Befahrung der Radovna aus Naturschutzgründen ganz oder zeitweise verboten sein. Näheres ist nicht bekannt. Die einheimischen Paddler befahren jedoch dennoch das Flüsschen.

Auf den ersten 4 Kilometern mäandriert die Radovna mit sehr leichtem Wildwasser (WW I) durch ein einsames und schönes offenes Waldtal (s. beide nachfolgenden Bilder). Auf evtl. querliegende Bäume ist hier ein wenig aufzupassen.

Nach diesem ruhigen Beginn folgt irgendwann das 1. Wehr (s. Bild unten, im Hintergrund). Dieses unfahrbare Wehr kann rechtzeitig erkannt und beidseitig umtragen werden. Zumeist wird hier ein Teil des Wassers auf einige hundert Meter umgeleitet.

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Unmittelbar nach diesem Wehr beginnt eine kurze, ca. 300 m lange Blockstrecke mit Schwierigkeiten je nach Wasserstand von WW IV-V, abfallend auf WW III (s. Bild rechts und unten).

Ein gute Gesamtübersicht erhält man von einer kleinen Brücke (s. Bild oben, im Hintergrund), die die Blockstrecke im ersten Drittel überspannt. Je nach Können kann der Wiedereinstieg frei gewählt werden. Hinsichtlich der Wahl einer geeigneten Einstiegstelle kann es evtl. sinnvoll sein, über die Brücke die Flussseite zu wechseln. Aufgrund der steilen Ufer ist der Einstieg teilweise etwas mit Klettern verbunden.

Nachdem die Verblockung wieder nachgelassen hat, geht es auf zwei Kilometern mit leichtem Wildwasser (WW II) wieder weiter durch das schöne, bewaldete Tal der Radovna (s. Bilder unten).

Nach einiger Zeit folgt beim Dorf Krnica das 2. Wehr (s. Bild unten). Dieses und alle nachfolgenden vier Wehre sind bei bis zu mittleren Wasserständen zumeist auf der rechten Seite befahrbar. Ein Umtragen ist zumeist wegen den baulichen Anlagen, den Befestigungen an den Ufern sowie den Zäunen etwas schwierig. Bei Niedrigwasser kann man sich i.d.R. der Wehrkrone langsam nähern.


Nach Angaben von anderen Paddlern sollen die Wehre teilweise ein wenig morsch sein - daher aufpassen!

Auf den abschließenden 3,3 Kilometern bis zur Ausstiegstelle treten nun immer wieder Häuser von Siedlungen an den Fluss heran.

Das anschließend auf dieser Strecke befindliche 3. Wehr ist bei nicht zu hohen Wasserständen zumeist ebenfalls ganz rechts befahrbar (s. Bild unten).

Zwischen den letzten Wehren steigern sich die wildwassertechnischen Schwierigkeiten nun auf bis zu WW II-III (s. Bild oben).

Das vorletzte bzw. 4. Wehr kann evtl. auch über den linken Flussarm umfahren werden - falls dieser nicht verholzt ist. Dieses Wehr kündigt sich durch eine unauffällige Flussteilung an. Direkt am Anfang des linken, nur 3-4 m breiten Flussarms folgt überraschend eine 2 m hohe mit großen Felsblöcken versehene Stufe, die anschließend von einer kurzen wuchtigen Blockstrecke ergänzt wird (WW III). Evtl. ist es daher besser das Wehr zu befahren.

Hiernach dann vorübergehend eine schöne, aber nur kurze Schluchtstrecke (s. Bild unten).

Das darauf folgende 5. bzw. letzte Wehr vor dem Ausstieg, sollte rechts befahren werden oder wegen Eisen evtl. besser linksufrig umtragen werden (s. Bild unten).


Bald darauf, nach einer ersten Straßenbrücke (Spodnje Gorje), wird die Straßenbrücke (Podhom) zur Vintgarklamm und anschließend am linken Ufer der große Parkplatz (> N 46° 23' 33'', E 14° 05' 04'') am Eingang der Vintgar-Klamm erreicht. Leider ist dieser Parkplatz am Wochenende und an schönen Frühsommertagen oft total überfüllt.

Evtl. steigt man dann besser an der ersten Straßenbrücke, 1 Kilometer oberhalb aus (> N 46° 23´23", E 14° 04´26"). Hier können die Kajaks unmittelbar hinter der Brücke am linken Ufer eine steile Böschung zu der Einfahrt zu einem holzverarbeitenden Betrieb hochgetragen werden. Hier stehen aber leider nur 1-2 Parkplätze zur Verfügung.

Im Anschluss an einer Befahrung der Radovna sollte nicht versäumt werden, die wildromantische, 1,5 Kilometer lange Vintgar-Klamm (WW IV-V) zu besuchen.

Hinweis: Alle Infos sind von der letzten Befahrung am 26.04.2019. An diesem Tag mussten auf den ersten Kilometern vier quer liegende Bäume umtragen werden. Alle Wehre waren an diesem Tag, bei einem Wasserstand von ca. 13,5 cbm/s am Pegel Podhom, fahrbar. Bis auf Foto Nr. 3 und das letzte Foto sind alle Fotos vom 17. April 2005. Foto Nr. 3 ist von Juni 1999. Das letzte Foto vom 25.04.2019. Der Fluss hatte an allen Tagen einen eher niedrigen Wasserstand. Alle Infos und Fotos von Mathias Dieckmann.


Bild Nr. 4 u. 5 von Reinhard Bölling

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