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Sava Dolinka

Östl. Julische Alpen / Slowenien

Wer einige Tage bei Bled seinen Paddelurlaub verbringt, wird neben der Sava Bohinjka auch die Sava Dolinka befahren. Die Sava Dolinka, auch unter dem Namen Wurzener Save bekannt, bietet insbesondere zwei überwiegend leichte Abschnitte zur Befahrung an.

Die Sava Dolinka liegt im Nordwesten Sloweniens, östlich des bis zu 2864 Meter hohen Triglav-Massivs. Vom österreichischen Villach schnell über die Autobahn erreichbar, liegt der Fluss direkt am Südausgang des (gebührenpflichtigen) Karawankentunnels.

Der Fluss entspringt in der Nähe des Wurzenpasses in etwa 1000 Meter Höhe und fließt dann ab dem Wintersportort Kranjska Gora durch ein verhältnismäßig breites Tal bis zur Industriestadt Jesenice. Der oberste Abschnitt der Sava Dolinka bis zu dem Dorf Mojstrana ist zumeist nur bis zum späten Frühjahr fahrbar. Hier verläuft die Sava Dolinka zwischen breiten Kiesbänke, teilweise in mehreren Flussarmen. Da in Mojstrana die Sava Dolinka wieder in einem engeren Flusbett fließt und von rechts aus dem Vratatal noch die Bistrica hinzufließt, ist die Obere Sava Dolinka ab hier zumeist bis in den Juni hinein fahrbar.

In der Industriestadt Jesenice wird die Sava Dolinka aufgestaut. Unterhalb des Staudammes bis zur großen und hohen Straßenbrücke beim Kurort Bled durchschneidet der Fluss dann eine 4 Kilometer schöne, verhältnismäßig breite Schlucht. Hiernach fließt die Sava Dolinka dann wieder durch ein breiteres Tal und verbündet sich nach 3 Kilometern mit der Sava Bohinjka zur eigentlichen Sava.

Von der Oberen Sava Dolinka, d.h. für den Abschnitt ab Mojstrana, kann im Internet unter `Flussinfo - Onlinepegel´ bei www.kajak.at ein Pegel und ein Bezugswert für den Mindestwasserstand abgerufen werden.

Vom Stausee bei Jesenice wird in der Regel nur werktags eine für eine Befahrung ausreichende Wassermenge abgegeben. Aber auch am Wochenende kann man Glück haben, dass die Wassermenge für eine Befahrung reicht. Aufgrund dieser regulierten Wasserabgabe, kann es daher sogar sein, dass bei regelmäßigen Regenfällen die Untere Sava Dolinka evtl. das ganze Jahr über befahren werden kann.

Als günstig gelegender Campingplatz bietet sich der `Campingplatz Sobec´ (> N 46° 21' 20'', E 14° 09' 03'') südöstlich von Bled an. Dieser liegt direkt am Fluss am linken Ufer der Sava Dolinka. Hier kann dann auch die Paddeltour auf der Unteren Sava Dolinka beendet werden. Dieser Campingplatz befindet sich auf dem Weg vom Autobahnende in Fahrtrichtung Bled. Kurz bevor die Straße 209 die Sava Dolinka quert, links abbiegen.

Falls die Wasserstände ausreichend sind, können von einem Standort im Bleder Raum neben der Sava Bohinjka, der Radovna, der Bistrica Vrata, auch noch die Kokra, die Kamniska Bistrica und evtl. auch noch die in 80 Kilometer Entfernung liegende Savinja befahren werden.

Abschnitt:

Obere Sava Dolinka

Obere Brücke Mojstrana - Brücke Hrusica

Länge und Schwierigkeit:

6,2 km II u. II-III-

DKV-km:

km 18,0 - km 24,2

Befahrbarkeit:

bis Juni

Landschaftsbewertung:

2

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Sollte die Wassermenge an einer Brücke am nördlichen Ortsende des Dorfes Mojstrana gerade so für eine Befahrung ausreichend sein, kann der Einstieg bereits hier, d.h. etwas oberhalb des Zuflusses der Bistrica, erfolgen (s. Bild rechts; Blick von Brücke flussabwärts).

Die Fahrzeug können hier am linken Ufer bei einigen auffälligen Parkbänken (> N 46° 27' 49'', E 13° 56' 35'') abgestellt werden. Bitte Zufahrten nicht verstellen. Der Einstieg kann dann über einen Trampelpfad 50 Meter weiter flussaufwärts erfolgen.

Ein weitere Einstiegsmöglichkeit befindet sich 1,7 Kilometer unterhalb der zuvor genannten Brücke an einer Straßenbrücke, an der man auf der Straße 201 von Jesenice kommend, bereits als erstes links nach Mojstrana abbiegen kann.

Kurz nach Fahrtbeginn an der oberen Brücke (s. Bild oben) bringt die Bistrica von rechts dann ausreichend Wasser hinzu.

Auf den ersten 3 Kilometern sind die Schwierigkeiten auf dem Fluss mit WW II noch gering. Obwohl der Fluss in einem relativ breiten Tal verläuft, ist die landschaftliche Umgebung des Flusses sehr reizvoll (s. Bild unten).

Nach den ersten Kilometern leichten Wildwassers liegen die Schwierigkeiten dann auf rund 2 Kilometern bei WW II-III-. Dieser Abschnitt, der zumeist immer in der Nähe der oberhalb liegenden Straße 201 verläuft, weist überwiegend eine gute Strömung und leichte Verblockung auf.

An einigen Stellen hat dieser Abschnitt auch mäßig-starke Verblockung, kleine Walzen und einige Schwälle (s. insbesondere Bild oben; zwischen Niedrig- und Mittelwasser).

Auf diesen 2 Kilometern befindet sich auf einem graden Stück auch eine wuchtige Blockwurfstufe. Vorsicht! Die Felsblöcke sind mit senkrechten und teilweise überstehenden Eisenträgern befestigt, die je nach Wasserstand erst sehr spät erkannt werden. Die Blockwurfstufe kann ggf. über beide Ufer umtragen werden.

Kurz vor dem Unterqueren der Autobahnbrücke lassen die Schwierigkeiten nach. Landschaftlich wird die Flussumgebung nun uninteressant. Nach der Autobahnbrücke wird noch die Brücke für die Autobahnauffahrt unterquert.

An der nachfolgenden kleinen Straßenbrücke bei Hrusica sollte die Paddeltour dann am linken Ufer beendet werden. Eine mögliche Ausstiegstelle befindet sich ungefähr 20 Meter vor der Brücke. Von hier können die Kajaks über einen Trampelpfad die steile Böschung hinauf, an der Brücke vorbei, zu einem sehr großen, geschotterten Parkplatz (> N 46° 26' 47'', E 14° 00' 53'') getragen werden. Dieser Parkplatz liegt auch in der Nähe der Straße 637 und neben einem Gewerbebetrieb und ist bei der Anfahrt im Ort Hrusica nicht zu übersehen. Das Abholen der Fahrzeuge von der Einsatzstelle kann schnell über die Straße 201 erfolgen.

Abschnitt:

Untere Sava Dolinka

Brücke Breg/Zasip - Camping bei Lesce

Länge u. Schwierigkeit:

6 km II(+)

DKV-km:

km 37 - km 43(?)

Befahrbarkeit:

evtl. ganzjährig (außer Wochenenden)

Landschaftsbewertung:

2

Die wildwassertechnischen Schwierigkeiten auf der Unteren Sava Dolinka verändern sich stark mit der Wasserabgabe des Wehres bei Moste. Am Wochenende erfolgt zumeist keine Wasserabgabe. Dann fließt durch das Flussbett nur das Wasser der Radovna. Dieses reicht in der Regel nicht für eine Befahrung. Werktags wird meistens ausreichend Wasser abgegeben. Dieses erfolgt zumeist nur zwischen 9 und 18 Uhr. Bedingt durch die Industriebetriebe in Jesenice ist das Wasser im Vergleich zum Oberlauf und zur benachbarten Sava Bohinjka nicht ganz so sauber. Gelegentlich wird auf diesem Flussabschnitt auch geraftet.

Der Einstieg zu einer Wildwassertour auf der Unteren Sava Dolinka erfolgt unterhalb des Wehres von Moste in einer Schlucht an der Straßenbrücke zwischen den Dörfern Breg und Zasip.

Von der Schnellstraße 201 führt eine Abzweigung südlich des Ortes Moste nach Breg. Da ab Breg die Straße nur noch als Schotterweg in die Schlucht hinunterführt, ist es insbesondere bei oder nach Regen besser die Straßenbrücke von der anderen, südwestlichen Flussseite über eine fast vollständig asphaltierte Straße anzufahren. Hierzu in Bled von der Straße 209 nach Norden abbiegen, durch das Kurviertel von Bled fahren, im anschließenden alten Ortsteil von Bled rechts abzweigen und nach 1,5 Kilometern, direkt vor dem Dorf Zasip, noch einmal nach rechts auf eine schmale, unauffällige Straße abbiegen. Diese verläuft zunächst gradlinig zwischen Feldern und führt später zwischen Wiesen und Wäldern zum Fluss hinunter.

An der folgenden Straßenbrücke (s. Bild unten; Blick von der Brücke flussabwärts) befindet sich am linken Ufer ein kleiner Parkplatz (> N 46° 23' 18'', E 14° 07' 13''). Flussaufwärts können die Kajaks bequem zu Wasser gebracht werden.

Einen ganz anderen Charakter als die Obere Sava Dolinka weist dieser Flussabschnitt der Sava Dolinka auf. Mehr als doppelt so breit und deutlich mehr Wasser. Insgesamt stellt sich dieser Abschnitt etwas leichter als die Obere Sava Dolinka dar.

Bei flotter Strömung tauchen gelegentlich wuchtige Schwälle, insbesondere Kurvenschwälle (s. Bild unten), mit teilweise leichter Verblockung und vereinzelnd hohen Wellen auf. Zumeist befinden sich diese `schwere´ Stellen auf einer Flussseite, sodass diese Stellen auch auf einer etwas leichteren Route bzw. teilweise sogar ganz umfahren werden können.

Die Schwierigkeiten liegen bei bis zu WW II, an zwei Stellen auch bei WW II+. Hierbei handelt es sich um einen verblockten Abfall, der ungefähr 2 Kilometern nach Fahrtbeginn kommt (s. Bild oben), und um eine leicht verblockte S-Kurve mit Prallwand und deutlicher Wellenbildung, die nach weiteren 1,5 Kilometern folgt (s. übernächstes Bild).

Nach der hochgelegenen Straßenbrücke die nach Bled führt öffnet sich die Schlucht zu einem breiten Tal. Es folgt noch eine Linkskurve mit einem Kurvenschwall und überhängenden Konglomeratwänden in der rechten Außenkurve. Danach gehen die Schwierigkeiten deutlich zurück (WW I-II-).

2 Kilometer hinter der Straßenbrücke taucht dann am linken Ufer, zunächst etwas versteckt hinter Nadelbäumen, langsam der Campingplatz Sobec auf. Der Fluss verläuft in einem großen Bogen um den Campingplatz herum. Wer hier seinen Standort hat, wird hier die Paddeltour beenden.

Ganz am südlichen Ende des Campingplatzes, am Scheitelpunkt des Flussbogens, steht eine kleine Brücke. Ca. 100 Meter nach dieser Brücke befindet sich eine Blockwurfstufe mit einer je nach Wasserstand schönen Surfwelle mit kleiner Walze, die von vielen Paddlern des Campingplatzes gerne als Spielstelle genutzt wird (s. Bild unten).

Dieser Schwall befindet sich im linken Drittel der Blockwurfstufe und kann auch als Durchfahrt genutzt werden. Aber Vorsicht! Wer sich der Blockwurfstufe von oben nähert, sollte beachten, dass die Felsblöcke beidseitig des Schwalls durch überstehende Eisenschienen gehalten werden (siehe Bild oben; z.B. Bildmitte).

Wer auf dem Campingplatz nicht seinen Standort hat, muß noch 2,5 Kilometer weiter Paddeln. Die Schwierigkeiten liegen nun nur noch bei maximal WW I.

1,5 Kilometer hinter dem Campingplatz fließt die leicht gräuliche Sava Dolinka mit der von rechts kommenden grünen Sava Bohinjka zusammen. Ab hier heißt der Fluss dann Sava. Nach einem weiteren Kilometer taucht dann die große Straßenbrücke (Straße 635) von Radovljika auf. Hier kann die Kajaktour am linken Ufer beendet werden.

Direkt vor der Brücke befindet sich auch die Ausstiegstelle eines Raftunternehmens (- bitte die Fahrbahn für Hänger nicht zuparken -). Bei Regen kann man sich hier unter einem großen Holzdach trocken umziehen (> N 46° 20' 27'', E 14° 09' 54'').

Hinweise: Die Infos zur Oberen Sava Dolinka basieren auf die letzte Befahrung am 18. April 2005 (Internetpegel 71 cm = Niedrigwasser). Die Fotos sind vom 7. Juni 2004 (zwischen Niedrig- und Mittelwasser).

Die Infos zur Unteren Sava Dolinka basieren auf die letzte Befahrung vom 23. April 2005 (Internetpegel 62 cm = Niedrigwasser). Die Fotos Nr. 2 und 6 zur Unteren Sava Dolinka sind vom gleichen Tag, die anderen vom 7. Juni 2004 (Mittelwasser).

Die Blockwurfstufe am Ende der Oberen Sava Dolinka wurde sowohl befahren als auch umtragen. Davon abgesehen waren beide Abschnitte der Save Dolinka durchgehend befahrbar. Die wildwassertechnischen Bewertungen beziehen sich auf mittlere Wasserstände.

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