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Saine

Jura / Frankreich

Ein Flussabschnitt mit größeren landschaftlichen und wildwassertechnischen Gegensätzen.

Auf halber Strecke zwischen Besancon und Genf, 25 Kilometer südöstlich der Kleinstadt Champagnol, liegt am Rand eines Hochtales auf fast 1000 m Höhe die Quelle der Saine. Bei ausreichenden Waserständen im Frühjahr kann bereits hier, direkt am Austritt des Wassers aus einem Geröllhang, die Wildwassertour begonnen werden. Nach dem unten beschriebenen Abschnitt der Oberen Saine strömt die Saine durch eine schwere Schluchtstrecke und mündet schließlich nach insgesamt 20 Kilometern in den ebenfalls zumeist um diese Jahreszeit befahrbaren Oberen Ain.

Einen für eine Befahrung der Saine ausreichenden Wasserstand wird man im Prinzip nur im Frühjahr während der Schneeschmelze im Jura vorfinden. Dieses ist in der Regel nur im April, vielleicht auch noch teilweise im Mai der Fall. Von Westen heranziehende regenreiche Tiefdruckausläufer können aber auch im Sommerhalbjahr immer wieder einmal für 1-2 Tage zu fahrbaren Wasserständen führen. Von der Saine kann im Internet ein Pegel unter www.rdbrmc.com/hydroreel2/station.php?codestation=609 abgerufen werden. Als Minimum für eine Befahrung der Saine sollten am Pegel 5 cbm/sec angezeigt werden.

Der nächstgelegene Campingplatz, der schon im April geöffnet hat, befindet sich am Pont-du-Navoy am Ain, 11 Kilometer westlich der Kleinstadt Champagnole: `Camping Le Bivouac´ (2005 ganzjährig geöffnet).

Abschnitt:

Obere Saine

Quelle - Foncine le Bas

Länge und Schwierigkeit:

6 km WW II u. III (IV)

DKV-km:

km 0 - km 6

Befahrbarkeit:

bis April

Landschaftsbewertung:

2-3

Die Einstiegstelle für die Obere Saine liegt nahe des Ortes Foncine-le-Haut. Mitten im Ort quert die D 437 die Saine. 100 Meter westlich der Brücke zweigt direkt vor der Kirche eine kleine Straße nach Norden ab. Hier befindet sich auch ein kleines Hinweisschild zur Source (Quelle) de Saine. Dieser Straße ca. 600 m in nordlicher Richtung bis zu einem Gehöft folgen - hier Parkplatzschild (> N 46° 39' 53'', E 06° 04' 21''). Von diesem Parkplatz müssen die Kajaks auf einem Trampelpfad etwas mühsam auf 800 m bis zur Quelle getragen werden.

Aber der Weg lohnt sich. Das Wasser der Saine quillt an der Quelle mit mehreren Kubikmetern je Sekunde aus einem Geröllhang hervor. Die Kajaks können direkt an der Quelle eingesetzt werden (s. Bild unten).

Auf den ersten 200 Metern liegen die wildwassertechnischen Schwierigkeiten bei mittleren Wasserständen bei WW III. Hier schießt die Saine mit einigen Stufen durch einen engen Felsdurchbruch (s. Bild unten).

Danach durchfließt die Saine bis zu den ersten Häusern von Foncine-le-Haut mit einigen Strauchhindernissen ein schönes Wald- und Wiesental (WW II-III).

Vor Ortsbeginn folgt das erste von vier höheren Wehren. Dieses kann nach Besichtigung evtl. befahren oder auch beidseitig umtragen werden (s. Bild unten).

Danach geht es zwischen teilweise befestigten oder zumindest regulierten Ufer durch den Ort Foncine-le-Haut (WW I-II). Im Ortsbereich und auch kurz dahinter befinden sich immer wieder künstlich angelegte Stufen (s. Bild unten) von bis zu 1 Meter Höhe, zumeist aber mit geringerer Höhe.

Bei bis zu mittleren Wasserständen sind diese in der Regel alle gut fahrbar. Bei höheren Wasserständen können sich an einigen Stufen evtl. gefährliche Rückläufe bilden.

Bald nach dem Ortsende folgt am Ende eines kleinen Stausees das zweite Wehr (s. Bild unten). Dieses ist unfahrbar und muß linksufrig umtragen werden.

Auf den letzten 2 Kilometern fließt die Obere Saine wieder durch ein schönes Waldtal (WW II-III).

Beim dritten Wehr wird fast das gesamte Wasser auf ca. 150 Meter umgeleitet. Diese Umleitungsstrecke ist über das linke Ufer zu umtragen. Direkt nach die Wiedereinleitung des Wassers folgt auf 200 Meter ein stark verblocktes Steilstück (WW IV). Dieses Stück (s. beide Bilder unten) bietet bei nicht zu hohen Wasserständen einen herrlichen Wildwasserparcour. Die Stufen erreichen hier Höhen von bis zu 1,2 Meter.

Ein nach einiger Zeit im Wald auftauchendes unfahrbares Wehr (s. Bild unten) muß linksufrig umtragen werden.

Kurz vor dem Ausstieg folgt in einer Rechtskurve noch eine 2,5 hohe Naturstufe (s. Bild unten). Diese kann evtl. nach Besichtigung befahren oder auch über das linke Felsufer umtragen werden.

Die Ausstiegstelle für die Obere Saine befindet sich an der Brücke der D 437 unmittelbar nordöstlich des Dorfes Foncine-le Bas. Am rechten Ufer, direkt unterhalb der Brücke, steht ein großer Parkplatz/Holzlagerplatz zum Parken zur Verfügung (> N 46° 38' 27'', E 06° 02' 09'').

Kurz nach der Brücke stürzt die Saine um 6 Meter in eine Klamm. Im weiteren Verlauf folgt die schwere Schlucht der Saine (WW V-VI).

Hinweis: Alle Fotos und Infos basieren auf den 07. April 2007. Der Fluss hatte an diesem Tag einen niedrigen Wasserstand. Der o.g. Pegel in Syam zeigte an diesem Tag eine Wassermenge von 5,5 cbm/sec an. Bis auf die vier Wehre und die Naturstufe am Ende war alles durchgehend fahrbar. Die wildwassertechnischen Bewertungen beziehen sich auf mittlere Wasserstände.

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