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Tavropos

Südl. Pindosgebirge / Griechenland

Abschnitt:

Nördl. Neraida - Brücke östl. Dafni

Länge u. Schwierigkeit:

3 km WW III u. 8 km WW II-III+(IV+) u. 10km I-II

DKV-km (Tavropos):

km 30 - km 48

Befahrbarkeit:

evtl. bis Anfang Mai

Landschaftsbewertung:

1-2

Der Tavropos ist einer der nicht ganz so bekannten Flüsse Griechenlands, gehört aber dennoch mit zu den landschaftlich schönsten Flüssen auf dem südlichen griechischen Festland. Auch wildwassertechnisch bietet der Fluss zumindest auf den ersten Kilometern sehr lohnenswerte Abschnitte. Leider gehört die Fahrt von der Aussatzstelle zu der Einsatzstelle zu der längsten in ganz Griechenland.

Der hier erwähnte Abschnitt des Tavropos liegt am östlichen Rand des südlichen Pindosgebirge, ca. 13 bis 25 Kilometer nördlich des Wintersportstädtchens Karpenisi.

Das Quellwasser des Tavropos wird in einem großen Stausee gesammelt und nur gelegentlich aus dem Stausee abgegeben. Ein ausreichender Wasserstand ist daher im Frühjahr erst 14 Kilometer unterhalb, ab Zufluss eines linken Baches, dem Sarandoporo, gegeben. Üblicherweise wird die Befahrung des Tavropos auf dem Sarandoporo, 3 Kilometer oberhalb der Einmündung in den Tavropos, begonnen. Oft ist auf dem Sarandoporo die Wassermenge gerade so für eine Befahrung ausreichend. Nach der Einmündung in den Tavropos ist der Wasserstand dann jedoch meistens gut.

Die übliche Ausstiegstelle befindet sich an der Straßenbrücke über dem Tavropos zwischen den Dörfern Dafni und Domiani bzw. Papadia. Der Mindestwassermenge sollte hier 10 cbm/sec betragen. Wer hier in der Nähe zunächst noch die Nacht verbringen möchte, kann evtl. am Brunnen am östlichen Dorfrand von Domiani die Fahrzeuge abstellen. Die Fahrzeuge stehen hier wohl direkt an der Straße, es wird aber von hier eine herrliche Aussicht geboten. Evtl. gibt es aber auch einsamere Lagerplätze im weiteren Umfeld der Ausstiegstelle.

Die Fahrt zur Einstiegstelle gehört mit zu den längsten in ganz Griechenland. Im Gegensatz zu der Empfehlung aus dem Griechenlandführer `Greco´ von Franz Bettinger wird jedoch nicht eine Fahrtstrecke über Karpenisi sondern auf der (weitgehend asphaltierten) Straße über Domiani, Triada, Fourna, Klisto und Neraida empfohlen. Lediglich die letzten 7 Kilometer von der Kreuzung mit der auffälligen Kapelle bis Neraide sind nicht asphaltiert und etwas mühsam (evtl. kann es sinnvoller sein, über Mavrologes zum Fluss zu fahren).

Insgesamt ist für die Fahrt von der Austiegs- zur Einstiegstelle mit stolzen 3 Stunden zu rechenen. Direktverbindungen über Waldwege werden nicht empfohlen, da durch den schlechten Zustand dieser Wege die Fahrzeit auch nicht kürzer wird.

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Die Einstiegstelle befindet sich an einer Brücke über den Sarandoporo zwischen den Dörfern Neraida und Sarandoporo.

Je nach Wasserstand kann hier zwischen zwei Brücken oder auch einem anderen geeigneten Zugang zum Fluss gewählt werden (s. Bild rechts).

Die ersten Kilometer auf dem Sarandoporo bis zur Einmündung in den Tavropos sind durchweg mäßig-schwer verblockt, haben ein stärkeres Gefälle und oft nur wenig Wasser. Auch hier gibt es schon den einen oder anderen engen Abfall - oft in Kurven - und auch schon mal einen querliegenden Baum. Einige wenige Kurven sind etwas unübersichtlich. Der Fluss fließt zunächst durch eine enges Tal. Die Schwierigkeiten liegen hier bei mittleren Wasserständen bei durchweg WW III (s. Bild unten).

Nach dem dann von rechts der Tavropos - mit meistens gleichviel Wasser - hinzufließt, ist die Wassermenge, trotz des etwas offeneren Flussbetts, nun in der Regel überraschend gut.

Es folgt auf ungefähr 4 Kilometern der wildwassertechnisch interessanteste Abschnitt des Tavropos mit schönen Blockstrecken bzw. überspülten Felsblöcken die wuchtige Stufen bilden oder im Slalom umfahren werden müssen (s. beide nachfolgenden Bilder). Der Fluss fließt nun durch ein schmales Trogtal. Die Laubwälder ziehen sich bis an die Ufer hinunter. Die Schwierigkeiten liegen hier bei bis zu WW III+. Alles kann vom Kajak bzw. vom Kehrwasser aus beurteilt werden.

Auf diesen 4 Kilometern befindet sich auch ein schwieriger, etwas unübersichtlicher, stark verblockter Katarakt (WW IV+), der unbedingt zuvor besichtigt werden sollte und evtl. am linken Ufer etwas mühsam auf ca. 150 Meter umtragen werden kann (s. Bild oben).

Zum Ende der 4 Kilometer folgt dann am Ende eines kurzen Schwalls am linken Ufer eine stark überhängende, bei mittleren und höheren Wasserständen auch unterspülte Felswand (s. Bild oben). Die Stelle kann am rechten Ufer einfach über die Kiesbank umtragen werden.

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Nach diesen ersten 4 Kilometern auf dem Tavropos lassen die Schwierigkeiten langsam nach. Es folgen zunächst noch auf einigen Kilometern WW II-III (s. Bild rechts u. unten).

Auf den abschließenden 10 Kilometern liegen die Schwierigkeiten nur noch bei WW I-II, aber bei weiterhin sehr schöner Landschaft (s. Bild unten).

Ruhige Fließstrecken wechseln sich hier mit Schwällen ab. Der Fluß mäandrierd zunehmend in einsamen, tiefen Tälern, vereinzelnd auch kurzen steilen Schluchten.

Siehe auch allgemeine Infos zu Griechenland.

Hinweis: Alle Fotos und Infos basieren auf den 29. April 2004. Der Sarandoporo hatte an diesem Tag einen sehr niedrigen und der Tavropos einen nicht ganz mittleren Wasserstand. Bis auf die beiden o.g. Stellen wurde alles gefahren. Die wildwassertechnischen Bewertungen beziehen sich auf mittlere Wasserstände.

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