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Erlauf

Niederösterreich / Österreich

Eines der landschaftlichen Höhepunkte für Wildwasserpaddler stellt im Osten Österreich die wildromantische Schlucht der Vorderen Tormäuer (Toreckklamm) im Naturpark Ötscher-Tormäuer dar.

Der vorgenannte Oberlauf der Erlauf liegt zwischen den Orten Mariazell und Scheibbs. Dieser Abschnitt ist von Deutschland am Schnellsten über die Städte Passau und Ybbs anzufahren. Bei Ybbs die Autobahn verlassen und auf der Straße Nr. 25 ca. 30 Kilometer nach Süden bis zum Dorf Kienberg fahren. Hier nach Osten abbiegen und der Erlauf flussaufwärts bis zur gewählten Ausstiegstelle folgen.

Das Umsetzen ist leider mit etwas Fahrerei verbunden. Da es zwischen der üblichen Ausstiegstelle und der Einstiegstelle in Erlaufboden keine direkte Straßenverbindung gibt, muß der Naturpark am nördlichen Rand über Neubruck, Puchenstuben und Reith auf einer kurvenreichen Strecke von insgesamt 50 Kilometer umfahren werden. Als empfehlenswerte Alternative ist auch das Nachholen des PKW per Wanderung durch die Vordere Tormäuer auf dem nicht steilen Wanderweg denkbar.

Die Erlauf hat seinen Ursprung am Berg Eiserner Herrgott in etwa 1000 m Höhe, nimmt von Westen noch das Wasser des sehenswerten Ötscherbaches auf, durchfließt zunächst den Bereich der hinteren Tormäuer und anschließend ab Erlaufboden den Bereich der hier beschriebenen vorderen Tormäuer. Nach insgesamt 79 Kilometern mündet die Erlauf schließlich in die Donau.

Zumeist reichen die Wasserstände für eine Befahrung der oberen Erlauf bis Mai. Durch den Wasserablass des Kraftwerkes in Erlaufboden ist aber auch meist noch später eine Befahrung möglich. Der aktuelle Wasserstand und damit die Möglichkeit einer Befahrung der Erlauf kann aktuell über das Internet bei http://4-paddlers.com unter Erlauf/Erlaufboden abgefragt werden.

Sollten hier die Wasserstände ausreichend sein, ist auch eine Anfahrt von der bei Kajakfahrern beliebten Salza, trotz der großen Entfernung zur Erlauf, empfehlenswert. Besser ist es natürlich eine Befahrung der Erlauf gleich mit einer Befahrung der in der Nähe liegenden Flüsse Schwarza und Mürz zu verbinden. Als ideal gelegener Campingplatz für diese drei Flüsse bietet sich da der Campingplatz in Kernhof, ca. 26 Kilometer östlich von Mariazell, an.

Abschnitt:

Vordere Tormäuer

Erlaufboden - 2. Brücke Schluchtende

Länge und Schwierigkeit:

11,3 km WW III-IV

DKV-km:

km 22,0 - km 33,3

Befahrbarkeit:

bis Mai

Landschaftsbewertung:

1-2

Anspruchsvolles Wildwasser in wildromantischer Umgebung bietet dieser 11,3 Kilometer lange Abschnitt auf der oberen Erlauf mit seiner Schlucht der vorderen Tormäuer.

Anderthalb Kilometer südwestlich der Kreuzung der Straßen Nr. 28 und Nr. 20 zweigt eine kleine Straße nach Westen ab. Hier folgt nach ca. 5,5 Kilometern das kleine Kraftwerk von Erlaufboden an der sich der übliche Einstieg für eine Befahrung der Schlucht der Vorderen Tormäuer befindet.

Neben dem Kraftwerk, bevor die Straße wieder den Berg emporsteigt, kann am Werkkanal des Kraftwerkes oder dahinter am Fluss eingebootet werden. Über den Werkkanal wird vom Kraftwerk in der Regel genügend Wasser in die zumeist nur wenig Wasser führende Erlauf eingeleitet. Auch bei Niedrigwasser auf den benachbarten Flüssen wird dadurch oft ein mittlerer Wasserstand auf dem Fluss gewährleistet.

Mit mäßig-schwerer Verblockung und einer wunderschönen hohen Felswand zur Rechten beginnt die Wildwassertour (s. Bild oben).

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Auf den nachfolgenden ersten 3 Kilometern wechseln sich zunächst leicht bis mäßig-schwere Wildwasserabschnitte (WW II-III) sowie engere und offenere Talabschnitte im steten Wechsel ab - ideal zum Einfahren.

Nach diesen ersten 3 Kilometern sollte vor einer ausgeprägten Rechtskurve rechts, ggf. auch links ausgestiegen und das in der Rechtskurve befindliche wuchtige und schwer verblockte Gefällstück (WW IV) namens `Teufelskirche´ besichtigt und die ideale Fahrroute erkundet werden (s. Bild unten).

Die schönere Route befindet sich am linken Ufer. Ostern 2003 wurde aber wegen eines Baumes die etwas holperige Route am rechten Ufer gewählt (s. Bild oben). Notfalls kann dieses Stück hier auch am rechten Ufer leicht umtragen werden.

Danach geht es dann ähnlich wie auf den ersten drei Kilometern mit schönem abwechslungsreichen Wildwasser II-III weiter.

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Auch hier bieten sich wieder herrliche Ausblicke auf die umgebenen Berge.

Nach weiteren 5 Kilometern verengt sich dann das Tal und die eigentliche Schluchtstrecke beginnt.

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Nach einem etwas kräftigeren Schwall unmittelbar vor dieser Schlucht engt der auffällige Eingang zur Schlucht den Fluss vorübergehend, d.h. auf einer Länge von ca. 120 m, auf nur 3-4 Meter ein (`Toreckklamm´).

Der Fluss wird hier auf beiden Seiten von hohen senkrechten Felswänden begrenzt. Die wildwassertechnischen Schwierigkeiten sind auf diesen 150 m aber nur gering.

Auf den nachfolgenden drei Kilometern wird der Fluss zur Linken überwiegend von einer hohen senkrechten Felswand begleitet. Das rechte Ufer ist hier im Wesentlichen von Wald- oder Geröllhängen geprägt.

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Der kleine `Trefflingfall´ am rechten Ufer sorgt für ein wenig Erfrischung.

Die wildwassertechnischen Schwierigkeiten nehmen im Verlauf dieser 3 Kilometer hinsichtlich der Intensität zu. Die Schwierigkeiten liegen hier bei durchweg WW III mit mehrern wuchtigen und stark verblockten Gefällstufen (WW IV). Auch Baumhindernisse sind nicht ausgeschlossen.

In mehreren Bereichen sind hier die Hänge abgerutscht. Gerade hier sind die Schwierigkeiten am Größten. Da einige Stellen gar nicht oder nur ungenügend vom Kajak aus hinsichtlich deren Verlauf übersehen werden können, sind hier mindestens drei Stellen vor einer Befahrung vom rechten Ufer aus zu besichtigen. Auch unmittelbar nach diesen Stellen geht es zumeist direkt weiter mit stärkerer Verblockung und gutem Gefälle.

Ein Umtragen dieser Stellen ist notfalls mehr oder weniger mühsam über die Felsblöcke am rechten Hang möglich. Der hier parallel am rechten Ufer verlaufende Wanderweg befindet sich zumeist und insbesondere im Bereich der schwierigsten Stellen nur in großer Höhe zum Fluss.

Am Ausgang der Schlucht befindet sich am rechten Ufer ein Parkplatz für die Besucher der Schlucht. Aber auch hiernach bleibt die Erlauf vorübergehend noch interessant. Bis zur zweiten Brücke, über der die Talstraße auf die rechte Flussseite wechselt, ca. 300 m unterhalb des vorgenannten Parkplatzes, bietet der Fluss noch alles, was sich der Wildwasserfahrer von einem Fluss erhofft - durchweg schöne Verblockung und gutes Gefälle. Manchesmal finden hier auch Slalomwettkämpfe statt.

Hiernach kann dann die Wildwassertour auf der oberen Erlauf vor der vorgenannten Brücke an einer Kiesbank am linken Ufer (mit Zufahrtsmöglichkeit) beendet werden.

Abschnitt:

2. Brücke Schluchtende - Wehr Kienberg

Länge u. Schwierigkeit:

7,2 km WW I-II+(III-)

DKV-km:

km 33,3 - km 40,5

Befahrbarkeit:

meist bis Juni

Landschaftsbewertung:

2

Auf diesem Abschnitt bietet die obere Erlauf eine kurze und relativ leichte Wildwassertour. Dabei ist sie auch als Ausklang nach einer Befahrung der oberhalb liegenden Schluchtstrecke denkbar.

Der Einstieg kann an der oben erwähnten Kiesbank an der zweiten Brücke nach dem Ende der Schlucht erfolgen.

Zunächst geht es bei leichter Verblockung, einzelnen Prallwänden und einigen Schwällen durch eine schöne unverbaute Landschaft. Einige wenige etwas `schwierigere´ Stellen (s. Bild oben) fordern auch vom Anfänger im Wildwassersport schon einiges.

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Im Verlauf dieses Abschnittes gehen die Schwierigkeiten dann aber langsam und stetig zurück.

Der Ausstieg sollte spätestens am kleinen Häuschen des Pegels `Nr. 3´ am linken Ufer, einige hundert Meter vor dem unfahrbaren, großen und auffälligen Wehr vor Kienberg erfolgen. Hier befindet sich auch eine Betontreppe, die den Ausstieg erleichtert. Die Straße verläuft hier unmittelbar am Fluss.

Wer die nicht mehr ganz so interessante Strecke kurz vor diesem Pegelhäuschen nicht mehr fahren möchte (WW I-0), kann sich auch überlegen, die Tour evtl. schon bereits 1-2 Kilometer oberhalb des Pegelhäuschen an einer geeigneten Stelle zu beenden.

Das Wehr vor Kienberg liegt etwa 3 Kilometer südöstlich von Kienberg bzw. 4 Kilometer östlich von Gaming.

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