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Rissbach


Tirol / Österreich


Der Rissbach ist einer der beliebtesten Wildflüsse im deutsch-österreichischen Grenzgebiet.

Der Rissbach liegt östlich von Garmisch-Partenkirchen bzw. Mittenwald im schönen bis zu 2600 m hohen Teil des Karwendelgebirge und ist, obwohl das Tal im Wesentlichen in Österreich liegt, nur von Deutschland anfahrbar.

Dabei ist das sogenannte Risstal bzw. Rißtal von Garmisch bzw. Mittenwald nur über eine 14 km lange gebührenpflichtige Straße zu erreichen (Tagespreis 2026: 6 €/PKW bzw. 10 €/Wohnmobil). Die Fahrt dorthin führt aber durch ein wunderschönes, natürlich belassenes Tal der Isar (`Bayrisch-Kanada´), das ebenso wie das Tal des Rissbaches unter Naturschutz steht. Von Nordosten kann der Rissbach ohne Maut über Bad Tölz und dem Sylvensteinstausee angefahren werden.

Die wildwassertechnischen Schwierigkeiten variieren stark. Die Schwierigkeiten der Standartstrecke liegen zumeist bei bis zu WW II, auf einigen Teilen auch bei bis zu WW III. Unterbrochen werden die einfachen Abschnitte durch zwei markante IVer-Stellen.

Nach der Standartstrecke folgt die extrem schwere Rissbachklamm (WW IV-VI). In den vergangenen Jahren wurde dieser Abschnitt - bei einem optimalen Wasserstand - öfters von sehr versierten Paddlern befahren.

Der aktuelle Wasserstand und damit die Möglichkeit einer Befahrung des Rissbachs kann über die Website bzw. die App `Rivermap´ oder die `RiverApp´ abgefragt werden.

Weitere aktuelle und umfassende Informationen zum Rißbach findet man hier: https://www.karwendel.org/naturpark-karwendel/wassersport/

Als günstig gelegener Standort bietet sich der direkt an der Isar zwischen Krün und Mittenwald gelegene Campingplatz `Isarhorn´ an.


Abschnitt:

1 km oberhalb Hinterriß - Klammbeginn

Länge und Schwierigkeit:

6,1 km WW II-III (2x IV)

DKV-km:

ab km 11,7 - km 5,6

Befahrbarkeit:

oft ganzjährig

Landschaftsbewertung:

2+(1)


Juni 2026. Die übliche Ausstiegstelle (`Garagen´) liegt an einem Parkplatz (> N 47° 30' 46.0'', E 11° 26' 38.5'') 200 m nachdem die Straße von der Isar kommend in Fahrtrichtung talaufwärts zum ersten Mal den Rissbach quert. Schon bei der Anfahrt zur Einstiegstelle sollten zumindest bei einer Erstbefahrung die Ausstiegstelle unmittelbar vor der extrem schweren Rißbachklamm und danach die beiden IVer-Stellen besichtigt werden. Die Straße verläuft hierzu praktischerweise immer in der Nähe des Flusses.

In der Regel werden die Kajaks an einem Parkplatz (> N 47° 28' 07.0'', E 11° 28' 37.0'') rund einem Kilometer oberhalb des Ortes Hinterriß zu Wasser gelassen (s. Bild unten). Hierbei handelt es sich um den zweiten Parkplatz (`P3´) oberhalb von Hinterriß, direkt unterhalb einer Straßenbrücke (`Neuner-Brücke´).

Auf dem ersten Kilometer von der üblichen Einstiegstelle `P3´ bis zum Ort Hinterriß fließt der Rissbach bei nur geringen Schwierigkeiten durch ein teilweise breites Kiesbett (s. Bild unten).

Alle Fotos auf dieser Seite, soweit im Text nicht anders erwähnt, bei einem mittleren Wasserstand.

Auf der Höhe des Ortes Hinterriß verengt sich das Flussbett zu einer kurzen Durchbruchstrecke und die Schwierigkeiten nehmen mit etwas wuchtigerem Wasser vorübergehend auf WW III zu (s. Bild unten).

Danach gehen die Schwierigkeiten langsam wieder bis auf WW II zurück. Auch hier verläuft der Rissbach streckenweise wieder zwischen Kiesbänken (s. Titelbild). Gelegentlich, wenn auch selten, gibt es hier auch noch die eine oder andere interessante Stelle (s. Bild unten).

3,4 Kilometer hinter Hinterriß kündigt sich dann, nachdem sich das Flussbett wieder verengt hat, nach einer langezogenen Linkskurve, die kurz darauf in eine scharfe Rechtskurve übergeht (rechts kleiner markanter Hügel mit Steilufer), die erste IVer-Stelle an, das sogenannte `Straßen-S´. Es handelt sich hierbei um einen schwierig zu fahrenden engen Abfall (s. Bild unten) mit stark verblocktem Ober - und Unterwasser.

Direkt vor dem Abfall befindet sich ein Felsblock, der eine gradlinige Befahrung des Abfalls erschwert.

Auch aufgrund möglicher Bäume gab es hier schon eine Reihe von Unfällen. Dieser Passage sollte daher entweder schon bei der Anfahrt mit dem PKW oder direkt vor der Befahrung besichtigt werden. Die Besichtigung sollte sowohl vor als auch hinter dem kleinen Hügel erfolgen. Wer sich diesen Abschnitt nicht zutraut, kann diesen Abschnitt auch rechtsufrig einfach Umtragen.

Im Mai/Juni 2026 hing an der Austiegstelle am rechten Ufer eine hellgrüne Warnweste an einem Baum.

Direkt nach dem Abfall geht es noch 100 m mit schöner Verblockung in die Linkskurve (s. Bild unten).

Rund 500 m weiter, nach einer großen Linkskurve, folgt die nächste IVer-Stelle, die sogenannten `Schrägen Rippen´ (s. Bilder unten; 2. Bild: Blick von unten auf die Rippen).

Hier die optimale Fahrroute zwischen den schräg verlaufenden Rippen zur Rechten und der Prallwand zur Linken zu treffen ist gar nicht so einfach. Hier heißt es früher oder später gut Stützen. In dem verwalzten und luftdurchsetzten Wasser gar nicht so einfach. Bei bis zu mittleren Wasserständen erfolgt die Anfahrt am besten ganz links. Natürlich kann dieser IVer-Abschnitt auch über das rechte Ufer über einen Trampelpfad umtragen werden.

Im Mai/Juni 2026 wurde der Ausstieg mit einem großen senkrechten leicht gebogenem Ast am rechten Ufer gekennzeichnet.

Nach weiteren rund 2 Kilometern Fahrt (um WW II), teilweise durch ein breites Kiesbett (s. Bild oben), verengt sich der Fluss wieder und es taucht im Hintergrund eine Straßenbrücke auf (s. Bild unten; hier bei Niedrigwasser). Von dieser sind es nun nur noch 450 m bis zum Ausstieg. Wer sich wegen den später folgenden `Garagen´ unsicher ist, sollte spätestens 50 m vor der Brücke aussteigen. Richtige Parkplätze stehen hier aber nicht zur Verfügung.
Unmittelbar vor der Brücke folgt ein kräftiger Schwall (WW III-; s. Bild oben; hier bei Niedrigwasser).

Danach wird es vorübergehend auf 200 m ein wenig leichter. Dann beginnt eine schöne Niedrigklamm, die mit einem stark verblockten wuchtigen Schwall mit Abfall eingeleitet wird (WW III; s. Bild unten; hier auch bei Niedrigwassr).

In der Klamm dann immer wieder Einengungen, kleine Abfälle und stark ziehende Kehrwasser, von denen man immer so grad hinter die nächsten 1-2 Kurvern schauen und die nächste Fahrroute beurteilen kann (s. Bild unten).

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Der zweite und übliche Ausstieg sollte dann aber auf keinen Fall verpasst werden! Hier kann auf der linken Flussseite entweder direkt nach dem Ende der vorgenannten Niedrigklamm (s. Bild rechts) ......





......oder je nach Wasserstand
einige Meter weiter zwischen zwei schräg zum Ufer verlaufende Felsrippen (`Garagen´) gut eingeparkt und ausgestiegen werden.

Unmittelbar danach folgt dann ganz unvermittelt die extrem schwere ca. 1 Kilometer lange `Rissbach-Klamm´ mit bis zu 7 m hohen Steilabfällen, Unterspülungen und eventuellen Baumhindernissen (s. Bild unten, die Einfahrt vor der Klamm wenige Meter nach den `Garagen´).

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Die interessanteste Stellen der Klamm (s. Bild rechts) läßt sich von der nachfolgenden Straßenbrücke gut besichtigen.

Hinweis: Alle Infos sind von der letzten Befahrung am 02. Juni 2026. Die meisten Fotos basieren auf den 13. Mai 2008. An diesem Tag war alles durchgehend fahrbar. Der Fluss hatte an diesem Tag einen mittleren Wasserstand. Am Internet-Pegel Rissbach/Rissbachklamm wurde damals zum Zeitpunkt der Befahrung 128 cm angezeigt.
Die bei Niedrigwasser aufgenommen Fotos sind von Ende Mai/Anfang Juni 2026. Der Pegel zeigte an diesen Tagen ca. 102 cm. An diesen Tagen wurden die beiden IV-erStellen wegen zu hakeligem Wasser umtragen.




Alle Infos und Fotos von Mathias Dieckmann

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