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Gyronde


Hochalpen / Frankreich


Ein landschaftlich weitgehend sehr schöner kleiner Fluss mit nur mäßigen Schwierigkeiten.

Die Gyronde liegt in den französischen Hochalpen, ca. 170 Kilometer südöstlich von Grenoble. Wer im Sommer die Gyronde paddelt, wird in der Regel auch die Durance, die Guil, die Guisane und zumeist auch die südlich gelegene Ubaye befahren. Von Deutschland wird die Durance-Region entweder über Grenoble oder auch über Turin angefahren.

Die beiden Quellflüsse der Gyronde, der Gletscherfluss Gyr und der Gebirgsfluss Onde, entspringen im bis zu 4100 m hohen `Massif des Ecrins´ westlich der Stadt Briancon. Beim Dorf Vallouise bilden beide die Gyronde. Nach 10 Kilometern mündet die Gyronde dann am nördlichen Ortsrand von Argentiere in die Durance.

Der Wasserstand und damit die Möglichkeit einer Befahrung der Gyronde, der Durance und der anderen Durancezuflüsse kann im Internet zumeist bei www.bfk05.com abgefragt werden. Die Wasserstände werden hier während der Saison jedoch nur unregelmäßig in ein- bis zweiwöchigen, manchmal auch nur größeren Abständen aktualisiert.
Wenn der Durance-Pegel Mittelwasser anzeigt (um 80 cbm/sec), dürfte die Gyronde wohl noch Niedrigwasser haben. In der Regel kommt die Schmelzwasserwelle am Einstieg erst immer gegen Mittag an. Bei zu erwartenden Niedrigwasserständen und warmen, sonnigen Wetter daher am besten erst gegen 14 Uhr zum Einstieg fahren.

Neben dem Campingplatz `Camping Municipal Le Rabioux´, an der bekannten Spielstelle Rabioux, ca. 2 km nordöstlich von Chateauroux, gibt es im Durancetal und den benachbarten Tälern eine Vielzahl von weiteren Campingplätzen. Direkt an der Gyronde gibt es einen an der Einstiegstelle im Wald gelegenen einfachen Campingplatz.

Ab dem Zusammenfluss bei Vallouise ist die Gyronde auf den ersten Kilometern zunächst nicht so lohnenswert, evtl. sogar teilweise aufgrund eines gefährlichen Wehres wegen einer Wasserableitung unfahrbar. Erst 6-7 Kilometer unterhalb von Vallouise befindet sich unterhalb eines langen, sehr schwierigen Kataraktes die übliche Einstiegstelle.


Abschnitt:

Les Vigneaux - Slalomstrecke Argentiere

Länge u. Schwierigkeit:

4,5 km WW II-III

DKV-km:

km 2,6 - 0,0 u. km 295,9 - 294,0

Befahrbarkeit:

bis Mitte Juli, zeitweise auch noch danach

Landschaftsbewertung:

2+ (4)


Die übliche Einstiegstelle liegt südöstlich des Dorfes Les Vigneaux und nördlich des winzigen Dorfes Le Batier an einer kleinen Fußgängerbrücke ca. 300 m oberhalb des Sanitärgebäudes des Campingplatzes `Les Vaudois´. Der Campingplatz wird erreicht, indem man von Argentiere kommend 800 m oberhalb des Ortsendes (hier Ortsdurchfahrtsschild) des winzigen Dorf Le Batier an einem Hinweisschild von der Straße D 994 nach links auf einen schmalen Feldweg abbiegt. Nach 300 m wird im schönen Kiefernwald das Sanitärgebäude (> N 44° 49' 05'', E 06° 33' 05'') des o.g. Campingplatzes in der Nähe des Flusses erreicht. Von hier ist mit den Fahrzeugen auf einem Waldweg noch 300 m flussaufwärts bis zu Parkmöglichkeiten an einer kleinen Fußgängerbrücke zu fahren.

Schon direkt nach Fahrtbeginn an der o.g. kleinen Brücke bietet der Fluss leichte bis mäßig-schwere Verblockung in einem engen Flussbett (s. Bild unten).

Schon nach 50 m, in der folgenden leichten Linkskurve, folgt ein steiler Abfall (ohne Foto, WW III) - am besten vor dem Einsteigen kurz ansehen.

Das zunächst noch verhältnismäßig gute Gefälle und enge Flussbett lässt aber bald nach. Parallel dazu gehen die Schwierigkeiten vom Einstieg bis vor der Slalomstrecke von Argentiere langsam von WW III bzw. II-III auf WW II zurück. Landschaftlich verläuft der Fluss bis zum Ortsanfang von Argentiere durch ein sehr schönes Waldtal.

1,7 Kilometer nach Fahrtbeginn folgt ein etwas plötzlich auftauchendes teilweise zerfallendes Wehr (s. beide Bilder unten).

Über einen Durchlass in der Mitte kann das Wehr evtl. befahren werden. Hier befindet sich eine 1 m hohen Stufe und nachfolgende Walze sowie steckgefährliche Felsblöcke genau in der Hauptströmung. Bei höheren Wasserständen wird der Rücklauf wesentlich stärker. Vor einer evtl. Befahrung des Wehres sollte eine evtl. mögliche Fahrroute unbedingt erkundet werden. Das Wehr kann ggf. über das linke Ufer einfach umtragen werden.

Danach zunächst wieder Fahrt in schöner Umgebung aber inzwischen nur noch geringen Schwierigkeiten (s. Bild unten).

Nach einem weiteren Kilometer mündet die Gyronde schließlich im Ort Argentiere in die Durance.

Hier nimmt die bisherige landschaftliche Schönheit der bisherigen Strecke deutlich ab! Befestigte Ufer und und die bebauten Gebiete von Argentiere, insbesondere Gewerbegebiete, begleiten nun auf 1,5 Kilometer zum großen Teil den Fluss. Die Schwierigkeiten liegen nun bei WW I-II.

Kurz nach dem Ende der Bebauung wird dann die interessante Slalomstrecke von Argentiere erreicht (s. beide Bilder unten).

Auf dieser großzügig angelegten, 300 m langen und etwas wuchtigen Wildwasserstrecke (WW III) können zwischen den Felsen noch eine Vielzahl von Übungsstellen absolviert werden. Ganz am Ende der Strecke kann die Fahrt am rechten Ufer gut an einer seichten Stelle beendet werden. Von hier sind die Kajaks an den Sanitärgebäuden vorbei über eine Zahmwasserkanustrecke hinüber zum Parkplatz zu tragen.

Der Parkplatz (> N 44° 46' 45'', E 06° 33' 32'') an der Slalomstrecke wird über die Straßenbrücke über der Durance südlich der Slalomstrecke erreicht. Nach der Brücke nicht scharf rechts abbiegen, da dieser Weg an einem Campingplatz endet, sondern den direkt dahinter liegenden kleinen Fahrweg an den Bahngleisen entlangfahren und dann nach 200 m rechts abbiegen.


Hinweis: Alle Fotos und Infos - bis auf das siebte Foto - basieren auf den 18. Juli 2012 und sind von Mathias Dieckmann. Der Flussabschnitt hatte an diesem Tag einen sehr niedrigen Wasserstand. Alles war prinzipell durchgehend befahrbar. Das Wehr wurde jedoch umtragen. Die wildwassertechnischen Bewertungen beziehen sich auf mittlere Wasserstände. Der Durance-Pegel Embrun zeigte zum Zeitpunkt der Befahrung 70 cbm/sec an.



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