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Rosanna

Tirol / Österreich

Abschnitt:

hinter St. Anton - Wehr bei Flirsch

Länge und Schwierigkeit:

11,5 km WW II-III (IV)

DKV-km neu:

km 21,5 - km 33

Befahrbarkeit:

fast ganzjährig

Landschaftsbewertung:

2-3

Achtung: Nach dem verherrenden Hochwasser Ende August 2005 hat sich das Flussbett dieses Flusses teilweise deutlich verändert! Es ist auch jederzeit mit Bäumen, Eisen und Müll zu rechnen! Vor einer Befahrung auf jeden Fall die Hotlines der bekannten Kajakwebsites checken.

Nachfolgend die alte, nur noch bis August 2005 gültige Beschreibung:

Interessanter Wildfluss im äußersten Westen Tirols mit zwei unterschiedlich schweren Abschnitten.

Die Rosanna liegt westlich der Stadt Landeck in der Nähe des Arlbergpasses und Arlbergtunnels und bietet auf seinen üblich befahrenen beiden Abschnitten mäßig-schweres sowie schweres Wildwasser. Zumeist wird die Rosanna im Rahmen eines Aufenthaltes in Landeck, neben der bei Wildwasserpaddlern beliebten Sanna sowie der Trisanna, befahren.

Ähnlich wie die Trisanna hat auch die Rosanna auf einem langen, dem mittleren und einfacheren Abschnitt regulierte Ufer, bietet aber aufgrund des einigermaßen gleichmäßig guten Gefälles schöne Schwälle und ist daher durchaus ein lohnenswerter Wildfluss. Die versierteren Wildwasserfahrer wird es dagegen eher zum schwereren Unterlauf der Rosanna, der Waldschlucht bei Strengen, hinziehen.

Die Rosanna entspringt in der bis zu 3150 m hohen Verwallgruppe und vereinigt sich nach 44 Kilometern mit der Trisanna. Unter dem Namen Sanna mündet sie nach 8 Kilometern schließlich bei Landeck in den Inn.

Die üblichen Einstiegstellen sollen sich im touristisch überlaufenden St. Anton befinden (Achtung: Parkgebühren!). Ein möglicher Einstieg befindet sich auch am Ortsende von St. Anton an einer für den öffentlichen Verkehr gesperrten breiten Straßenbrücke (> N 47° 08' 07.0'', E 10° 16' 44.0'') aus Beton. Auf der der Brücke gegenüberliegenden Straßenseite der Bundestraße 197 befindet sich ein großes auffälliges Schild mit einer langen Auflistung von Parkmöglichkeiten in St. Anton. An der Brücke können die Boote etwas mühsam die Böschung hinuntergereicht werden. Gibt es in St. Anton vielleicht doch eine bessere Einstiegsmöglichkeit?

Die ersten 3-4 Kilometer auf der Rosanna sind durch ein etwas stärkeres Gefälle, leichte bis mäßig-schwere Verblockung und damit verbunden größere Strömungsgeschwindigkeit gekennzeichnet (WW III). Bis zur unten erwähnten IV´er-Stelle kurz vor Flirsch ist alles Wichtige vom Kajak aus zu erkennen.

Die Rosanna verläuft auf den ersten Kilometern in einem natürlichen Flussbett teilweise auch durch ein Waldstück (s. Bild unten).

Auf diesem landschaftlich schönsten Stück der mittleren Rosanna befinden sich auch einige interessante Übungsstellen. Schade, dass dieses Waldstück nicht noch viele Kilometer so weiter geht.

Nach dem Waldstück taucht auf grader und offener Strecke ein Blockwurfwehr auf, dass am Besten in der Mitte in der Hauptströmung befahren werden kann. Bei höheren Wasserständen sollte es zuvor vom linken Ufer kurz besichtigt werden.

Ab hier sind die Ufer dann bis zum Beginn der Waldschlucht bei Strengen fast durchgehend reguliert.

Auf den nachfolgenden ca. 6 Kilometern nimmt das Gefälle dann etwas ab (s. Bild unten). Aber auch hier bietet der Fluss weiterhin eine gute Strömungsgeschwindigkeit und zumindest leichte Verblockung (WW II-III, teilweise auch nur WW II) - s. nachfolgendes Bild.

Hinter dem Dorf Schnann, bei DKV-Flusskilometer 32, auf der Höhe der hier am linken Ufer befindlichen langen Lawinenverbauung der Schnellstraße (s. Bild oben), nehmen dann die Schwierigkeiten bei zunehmenden Gefälle, mäßiger Verblockung und vereinzelnd kleinen Stufen mit WW III wieder zu (s. Bilder oben und unten).

Auf diesen letzten 2 Kilometern befindet sich unter der hoch gelegenen Schnellstraßenbrücke (S 16), unter der eine weitere kleine Brücke den Fluss quert, eine wuchtige Gefällstufe (WW IV). Diese sollte möglichst zuvor vom rechten Ufer kurz besichtigt werden und kann hier notfalls auch, wenn auch etwas mühsam, über die Böschung und den dort befindlichen Felsblöcken umtragen werden (s. Bild unten).

Bald darauf dann hinter der Straßenbrücke der Talstraße bei Flirsch und der unmittelbar danach folgenden Eisenbahnbogenbrücke ein steck- und rücklaufgefährliches Wehr. Hier kurz vor dem Wehr muß die Fahrt am rechten Ufer unter bzw. unmittelbar nach der Eisenbahnbrücke (> N 47° 08' 51.5'', E 10° 24' 23.0'') beendet werden. Der Abschnitt nach dem Wehr ist für eine Befahrung gesperrt ist (Stand: April 2003 - Information der Landesregierung Tirol)!

Diese (offizielle) Ausstiegstelle liegt direkt unterhalb des Ortes Flirsch. 100 m oberhalb der Brücke über der die Talstraße die Rosanna vom rechten Ufer zum linken Ufer quert, führt rechts ein kleiner unauffälliger Feldweg zur Ausstiegstelle.

Hinweis: Die nachfolgenden Abschnitte wurden vom Verfasser nicht befahren. Es werden hier zur Information nur die allgemein bekannten Informationen wiedergegeben (Stand: Juni 2003).

Hinter dem Wehr nehmen die Schwierigkeiten langsam zu. So befindet sich hier auch ein sehr schwer zu fahrender Katarakt (s. Bild unten).

Auf diesem seit einigen Jahren gesperrten Abschnitt sollen sich angeblich auch viele gefährliche senkrechte Eisenträger im Flussbett befinden.

2,5 Kilometer unterhalb der oben genannten Ausstiegstelle bei Flirsch ist dann eine Befahrung offiziell auf einigen Kilometer wieder erlaubt. Die hier seit einigen Jahren geltende Sperrung wurde Anfang des Jahres 2003 wieder aufgehoben.

Die offizielle Einstiegstelle befindet sich direkt nach dem Wehr bei der Säge am Ortsanfang von Strengen. Dieses Stelle entspricht dem DKV-Flusskilometer 35,5. Der Einstieg am Parkplatz ca. 500 Meter oberhalb des Wehres von Strengen darf offiziell nicht benutzt werden, da hier u.a. auch die Straße mit den Booten gequert werden muß.

Mit anspruchsvollem Wildwasser kann die Wildwassertour mit einer Befahrung der Wolfsschlucht, einer wildwassertechnisch sehr interessante Waldschlucht weit abseits der Talstraße, fortgesetzt werden (siehe Bild unten).

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Es folgen auf 5 Kilometer durchweg starkes Gefälle, mäßig-schwere bis starke Verblockung und ab mittleren Wasserständen auch nicht unerhebliche Wasserwucht (WW IV-IV+). Bild rechts: Die Waldschlucht bei Niedrigwasser.

Im Herbst 2002 sollen hier 3 Bäume im Fluß gelegen haben, die bei einem eher niedrigen Wasserstand aber alle gut um- oder unterfahrbar waren.

Im Vorstau eines unfahrbaren Wehres und einer Wasserableitung am Rosannakraftwerk bei Strengen ist die Fahrt dann zu beenden. Hier müssen die Boote einen steilen Weg bis zu der Tischlerei `Schöpf´ hochgetragen werden, an deren Einfahrt die Autos am Rand abgestellt werden können. Die Zufahrt zu der Tischlerei `Schöpf´ ist von der Hauptstraße in Strengen ausgeschildert.

Der Abschnitt direkt nach dem Wehr ist dann für eine Befahrung wieder gesperrt!

Die Fahrzeuge können für eine Befahrung des mittleren, leichteren Abschnittes der Rosanna am Schnellsten über die Schnellstraße S 16 umgesetzt werden. Dabei ist aber zu beachten, dass auf dieser Straße das für österreichische Autobahnen notwendige Pickerl (Autobahngebühr) verlangt wird. Wer ohne erwischt wird, zahlt saftige Strafen. Über die Talstraße dauert es aber auch nicht so viel länger.

Der aktuelle Wasserstand und damit die Möglichkeit einer Befahrung des Rosanna kann leider über das Internet nicht abgefragt werden. Vor Ort kann aber der Sanna-Pegel an der Straßenbrücke in Landeck (beim Campingplatz `Sport-Camp Tirol´) für eine Beurteilung der Rosanna herangezogen werden. Danach bedeuten 180 cm = Niedrigwasser, 190 cm = Mittelwasser, 200 cm Hochwasser für das lange Mittelstück der Trisanna.

Als nächstgelegener Standort für eine Befahrung der Rosanna bietet sich der direkt an der Ausstiegstelle der Sanna gelegene vorgenannte Campingplatz `Sport-Camp Tirol´ an.

Von Sabine Sieger wurde kajaktour.de im August 2009 folgende aktuelle Informationen zu den Flüssen Trisanna und Rosanna zugesendet:

„Leider sind beide Flüsse nicht mehr fahrbar. Zum einen ist die Trisanna so gut wie begradigt (selbst die Waldschlucht) und Eisenträger schauen am Rand deutlich heraus. Auch wenn jemand die Seestufen auf der Trisanna fährt und glücklich um die Eisenträger und Steine herumkommt, kommt er nicht rechtzeitig vor dem unfahrbaren Wehr hinter dem Ort See heraus weil durch die Begradigung und den hohen Mauern an der Seite ein rechtzeitiges Anlanden unmöglich ist.
Auf der Rosanna sind auch Eisenträger vorhanden die sich am Rand und in der FLUSSMITTE befinden. Sie schauen netterweise so raus das sie gegen die Flussrichtung zeigen. Ein Local in Strengen von der Rettung hat mir erzählt das sie sogar in der Wolfsschlucht solche Eisenträger haben und sie auch schon mehrere Tote dort geborgen haben. Es befindet sich deshalb auch an der Brücke in Strengen ein Durchfahrts-Verboten Schild (welches nicht immer gesehen wird wenn man auf der Brücke steht).
Es gibt derzeit keine Bestrebungen die Eisenträger zu entfernen (weil man sie auch nicht immer findet ….). Schade, schade…“

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