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Aygues (Eygues)

Dauphiné-Voralpen / Frankreich

Entlang an hohen senkrechten Schluchtwänden ....

Dieser hier beschriebene, landschaftlich und wildwassertechnisch interessanteste Teil der Aygues liegt ungefähr 50 Kilometer südöstlich der Stadt Montelimar bzw. östlich dem Städtchen Nyons.

Zumeist wird der Fluss im Zusammenhang mit einem Aufenthalt an der Drome/Bez oder an der Ouveze/Toulourenc angefahren. Die Aygues wird öfters auch als Eygues und im Unterlauf auch als Aigues bezeichnet.

Der Aygues führt auf den ersten 9 Kilometern durch eine interessante Schlucht. Zunächst auf der rechten, später auf der linken Seite begrenzen hohe senkrechte Felswände den Fluss. Bartgeier kreisen hoch in der Luft. Leider verläuft auf der anderen Flussseite die Straße D 94 mit gelegentlich unnatürlich wirkenden Uferböschungen. Trotz der damit verbundenen visuellen Beinträchtigung ist der Fluss als Zwischenstop für Paddler durchaus lohnenswert.

Auf den ersten 6 Kilometern bietet der Aygues interessantes mäßig-schweres Wildwasser. Je nach Lust und Laune kann die Fahrt aber auch noch um etliche Kilometer auf leichtem Wildwasser fortgesetzt werden.

An der üblichen Einstiegstelle unterhalb des Dorfes Remuzat, mündet von rechts der Oule in den Aygues hinzu. Der Aygues und der Oule entspringen in bis zu 1600 m hohen Bergen. Nach 38 bzw. 25 Kilometern vereinigen sich beide Flüsse und führen ab hier evtl. bis in den Mai hinein, oft aber nur nach Regenfällen, einen ausreichenden Wasserstand für eine Befahrung.

Ein Pegel kann von der Aygues über das Internet unter www.rdbrmc.com/hydroreel2/listestation.php > Aygues-Pont de la Tune abgerufen werden. Nach Auffassung des Verfassers dürfte hier 1,50 m für eine Befahrung gerade ausreichend sein.

Zumeist wird auf einen der Campingplätze an der Drome oder der Ouveze übernachtet. Wer dennoch an der Aygues übernachten möchte, findet einen Campingplatz (`Vallee Bleue´,**, 2009 ab 1. April geöffnet, N 44° 24' 44'', E 05° 15' 40'') direkt unterhalb des Dorfes Sahune am Fluss.

Wer nach dem Paddeln noch etwas besichtigen möchte, sollte sich in der Kleinstadt Nyons neben der Altstadt auf der schönen Flusspromenade `De la Digue´ noch die Gärten der Düfte, den `Jardin des Aromas´, die aus dem 14. Jahrhundert stammende Brücke `Vieux Pont´ sowie die alten Stadtbefestigungen ansehen.

Abschnitt:

Remuzat - Pont de la Tune

Länge und Schwierigkeit:

6,5 km WW III(+)-II

DKV-km:

km 25 - km 31,5

Befahrbarkeit:

evtl. bis Mai

Landschaftsbewertung:

1-2

Der Einstieg erfolgt an der Brücke (N 44° 24' 36'', E 05° 20' 58'') der D 61 am südwestlichen Ortsrand von Remuzat. Hier kann oberhalb der Brücke am rechten Ufer an einem Nebenweg geparkt werden. Vor Fahrtbeginn sollte noch ein Blick auf die 0,5 m hohe Pegelschwelle unter der Brücke geworfen werden. Aufgrund des Rücklaufes ist es je nach Wasserstand evtl. besser erst danach die Fahrt zu beginnen.

Nach dem der Oule von rechts noch etwas Zuschusswasser bringt und die im DKV-Führer erwähnte, aber inzwischen stillgelegte Schlachterei links liegen gelassen wird, rücken auch schon die Berge an den Fluss heran.

Auf den ersten 6 Kilometern verläuft der Fluss nun in weiten Teilen zwischen großen, teilweise überhängenden, in warmen Tönen leuchtenden Kalkfelsen durch eine windungsreiche enge Schlucht, der `Gorges de l´Eygues´.

Die Schwierigkeiten liegen zunächst bei WW III(+) und gehen später auf WW II-III zurück. Vor stark angeströmte, teilweise auch überhängende Felswände ist immer ein wenig Vorsicht zu walten.

Nach 4 Kilometern taucht auf einem Felsvorsprung das alte Dorf St-May auf (s. Bild unten).

Wer nur die interessante Wildwasserstrecke befahren möchte, wird am Pont de la Tune, an der Brücke der D 94, die Paddeltour direkt nach der Brücke am rechten Ufer beenden. Oben an der Straße bieten Schotterstreifen ausreichende Parkmöglichkeiten (N 44° 26' 06'', E 05° 17' 50'').

Abschnitt:

Pont de la Tune - Curnier

Länge und Schwierigkeit:

9,5 km WW II (III)

DKV-km:

km 31,5 - km 41

Befahrbarkeit:

evtl. bis Mai

Landschaftsbewertung:

2-

Wer die Schlucht noch bis zum Ende geniessen möchte, wird die Fahrt noch 4,5 Kilometer bis zum Dorf Sahune fortsetzen und hier an der Brücke (N 44° 24' 50'', E 05° 16' 03'') im Ort aussteigen. Wer mehr Zeit, kann anschließend noch zusätzliche 5 Kilometer bis zur Ansiedlung Curnier paddeln und hier hinter der Brücke der D 64 an der Mündung eines linken Zuflusses die Tour beenden. Parkplätzen befinden sich zwischen dem Zufluss und der Ansiedlung (N 44° 23' 10'', E 05° 14' 04'').

Auf der Fahrt flussaufwärts begleiten zunächst immer wieder Felswände den Fluss. Ein Blockwurf ist evtl. ganz am Rand fahrbar, alternativ auch umtragbar (s. Bild unten).

Schließlich treten die Berge zurück und die Aygues fliesst als typischer provenzalischer Kiesbankfluss durch das langsam breiter werdende Tal. Obstbäume, Olivenhaine und Weinberge begleiten nun den Fluss.

Ein zum Ende folgendes niedriges Wehr ist evtl. fahrbar, aber gegebenfalls auch umtragbar (s. Bild unten).

Hinweis: Alle Infos und Fotos zu beiden Abschnitten basieren auf eine Befahrung am 17. April 2009. An diesem Tag wurde bis auf einen Abfall alles durchgehend befahren. Der Fluss hatte an diesem Tag einen sehr guten Niedrigwasserstand. Der o.g. Internetpegel zeigte 1,56 m, der Lattenpegel an der Brücke am Einstieg in Remuzat 0,78 m an. Die wildwassertechnischen Bewertungen beziehen sich auf mittlere Wasserstände.

Infos und Fotos von Mathias Dieckmann

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